• 28.08.2007, 13:18:53
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SPÖ-Präsidiumsklausur: Gusenbauer lobt wesentliche Fortschritte in der Bildungspolitik

"Talenteschmiede Österreich. Bildung für eine gute Zukunft" - Gusenbauer, Schmied und Niessl ziehen erste Erfolgsbilanz

Stadtschlaining (SK) - Der zweite Tag der SPÖ-Präsidiumsklausur in
der Burg Schlaining war der Bildung gewidmet. In einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Bildungsministerin Claudia Schmied und dem
burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl hat SPÖ-Vorsitzender,
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Dienstag die wesentlichen
Fortschritte hervorgehoben, die in den letzten sieben Monaten schon
erzielt wurden. Mit der neuen Klassenschülerhöchstzahl von 25 und dem
Start der Neuen Mittelschule in den Modellregionen. ****

Mit den kleineren Klassen ab Herbst, habe man ein Modell geschaffen,
bei dem die Lehrer wieder mehr Zeit für die Schüler haben, sagte
Gusenbauer. Das in sieben Monaten zu schaffen, sei ein ganz
außerordentlicher Erfolg von Bildungsministerin Claudia Schmied, "zu
dem ich ihr herzlich gratuliere", so der Bundeskanzler.

Mit der Neuen Mittelschule werde der Versuch unternommen, das
erwiesenermaßen erfolgreichste Bildungsmodell auch in Österreich zu
etablieren, setzte Gusenbauer fort. Er verwies hier auf das bei PISA
erfolgreichste Land Finnland, wo die Schüler in allen
Leistungsgruppen besser abschneiden. Das will die SPÖ auch für
Österreich, letztlich bekommen so "alle eine bessere Schule".

Er ist überzeugt davon, dass sich die Neue Mittelschule in den
Modellregionen bewähren werde, dann gehe es an die flächendeckende
Umsetzung. Insgesamt würde sich die SPÖ "wünschen, dass es noch viel
schneller geht, aber: Alle Schritte gehen in die richtige Richtung,
hin zu mehr Möglichkeiten und mehr Chancen für die Schüler".

Schmied: Drei Projekte fürs neue Schuljahr

Unterrichtsministerin Claudia Schmied präsentierte drei Projekte, die
dazu beitragen, dass Lernen und die wichtige Beziehungsarbeit
zwischen SchülerInnen und LehrerInnen im Lebensraum Schule besser
gelingen können. Dies sind kleinere Klassen, die Ausweitung der
Nachmittagsbetreuung und die Erhöhung der Schülerbeihilfe. Die
Herbstarbeit sei der Neuen Mittelschule gewidmet, um sie
bestmöglichst vorzubereiten, erklärte die Unterrichtsministerin.

Ganz entscheidend sei für den Schulstart die Senkung der
Klassenschülerzahl. "Wir starten in den ersten Klassen der
Volksschulen, Hauptschulen, allgemeinbildenden höheren Schulen und
Polytechnischen Schulen mit dem Projekt "25". Im Bereich der
Pflichtschulen haben wir das Ziel optimal erreicht, in 90 Prozent der
Klassen gibt es 30 SchülerInnen und weniger", erklärte die
Unterrichtsministerin.

Als zweites Projekt nannte Schmied die Ausweitung der
Nachmittagsbetreuung, die vor allem für berufstätige Eltern eine
wichtige Maßnahme ist. Im Schuljahr 2007/2008 steigt das Angebot der
Tagesbetreuungsplätze um 27.100 Betreuungsplätze österreichweit auf
95.000. "Hier geht es mir nicht nur um die Quantität, sondern vor
allem auch um die Qualität der Betreuung und um eine Öffnung der
Schulen. Schulen sind oft von der Öffentlichkeit abgeschirmte Räume.
Ich möchte sie öffnen hin zu Sportvereinen und zu Kunst und Kultur",
betonte Schmied.

Drittes Projekt für den Schulstart im Herbst ist die Erhöhung der
Schülerbeihilfe. Die Schülerbeihilfe geht auf Bruno Kreisky zurück,
der sie 1971 für sozial schwächere Kinder einführte. "Erstmals seit
1999 wird mit kommendem Schuljahr die Schülerbeihilfe erhöht. Die
Beihilfe steigt um 13 Prozent, der BezieherInnenkreis wird um 10
Prozent ausgeweitet", so Schmied.

"Mein Ziel ist auch, dass mehr Menschen entlang ihrer Begabungen und
Talente ihre Ausbildung und Berufe wählen", betonte Schmid. Denn wenn
wir wissen, dass von 100 SchülerInnen einer Berufsbildenden Höheren
Schule nur 50 ins Ziel kommen, dann müssen wir die Berufs- und
Bildungsinformationen verstärken", so die Unterrichtsministerin, die
abschließend betonte, dass Bildungs- und Berufsentscheidungen nicht
schon mit neuneinhalb Jahren getroffen werden sollen.

Niessl: Projekt 25 - "Richtwert zu Pflichtwert"

Burgenlands Landeshauptmann Hanns Niessl erläuterte die Wichtigkeit
des Bildungsthemas aus Sicht der Länder. "Die Bildungspolitik der
70er Jahre hat das Fundament für den erfolgreich geschafften
Strukturwandel des Burgenlandes gelegt", so Niessl. Der Kurswechsel
der letzten Monate sei ausgezeichnet gelungen und die
Unterrichtsministerin habe den Kontakt zu den Ländern gesucht. Das
Burgenland sei mit der Senkung der Klassenschülerzahl noch weiter
gegangen: "Wir haben den Richtwert zu einem Pflichtwert gemacht",
betonte der Landeshauptmann.

25 Kinder in den Klassen im Pflichtschulbereich seien ein großer
Vorteil, die Qualität im Unterricht könne damit erhöht werden. "Es
gibt im Burgenland 50 zusätzliche Klassen, erstmal konnten
PädagogInnen neu anfangen", so Niessl. Auch bei der positiven
Entwicklung mit den Modellregionen wolle sich das Burgenland
einbringen und Modelle erarbeiten und wissenschaftlich begleiten,
damit könnten auch Zweifler überzeugt werden. "Mit den Modellregionen
wollen wir eine Vorreiterrolle haben, auch die Volksgruppen sollen
mitmachen. Dann werden wir im Vergleich mit den Ländern, die im
Pisaspitzenfeld sind, besser abschneiden."

"Qualifizierte Menschen sind wichtig für den Standort. Hier ist nicht
nur der Bund gefordert, sondern auch die Länder", betonte der
burgenländische Landeshauptmann. Niessl wies darauf hin, dass das
Burgenland die Mittel für die Fachhochschulen im Land von 800.000
Euro im 2001/02 auf 4,4 Mio Euro im heurigen Jahr erhöht hat. Sehr
erfreut zeigte sich Niessl auch, dass das Burgenland eine eigene
Pädagogische Hochschule bekommt, die für eine qualitätsvolle
LehrerInnenausbildung notwendig sei. (Schluss) wf/sl

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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