• 28.08.2007, 12:37:28
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Glawischnig: UNO-Klimakonferenz Fingerzeig für ÖVP-Minister

Pröll und Bartenstein müssen Politik der Zukunftszerstörung aufgeben

Wien (OTS) - "Umweltminister Pröll lässt sich im Zuge der
UNO-Weltklimakonferenz in Wien feiern, dabei steht genau seine
Politik unter Beschuss", kritisiert die stv. Bundessprecherin der
Grünen, Eva Glawischnig, die Auftritte des ÖVP-Mannes. Die UNO
fordert in einer Studie, die morgen bei der Klima-Konferenz
veröffentlicht wird, dass Milliarden-Investitionen für neue fossile
Kraftwerke in den Ausbau von erneuerbarer Energie umgeleitet werden
sollen, um den Klimawandel einzudämmen. "Die Bundesregierung geht den
gegenteiligen Weg", stellt Glawischnig fest. Die Grüne erinnert
daran, dass die VP-Minister Bartenstein und Pröll - mit den Stimmen
der SPÖ - im Jahr 2006 die Förderungen für neue Ökostromanlagen von
100 Mio. Euro (Jahr 2004) auf nur noch 17 Mio. Euro gekürzt haben.
"Im Gegenzug sind unter ÖVP-Ägide in Österreich neue Gaskraftwerke in
Planung. Das widerspricht der Forderung, statt fossile unbedingt
erneuerbare Energie zu fördern." Überdies setzt sich VP-Minister
Bartenstein massiv für den Bau der Nabucco-Pipeline quer durch Europa
ein, um die Gasimporte in die EU und nach Österreich zu steigern.
Glawischnig: "Das ist sowohl aus Sicht des Klimaschutzes als auch
wirtschaftspolitisch ein Irrweg. Pröll und Bartenstein müssen endlich
ihre Blockadepolitik aufgeben. Ansonsten zerstören sie einen ganzen
Wirtschaftszweig der Zukunft - die Öko-Unternehmen."
Einen Irrweg findet die Grüne allerdings auch in der UNO-Studie:
"Unter dem Titel Klimaschutz viele Milliarden in Atomenergie zu
stecken, ist keine Antwort. Das Risiko von Atomkraftwerke ist einfach
zu hoch. Vor allem, wenn es Alternativen wie Sonnen- und Windenergie
gibt."
Glawischnig nimmt die Erkenntnisse der Wiener Konferenz zum Anlass,
erneut eine sinnvolle Reparatur des Ökostromgesetzes einzufordern.
"Die Förderungen für neue Ökoenergieanlagen müssen deutlich angehoben
werden. Neben der Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen würde
das auch die Entwicklung eines starken Heimmarktes für
Ökoenergie-Technologien in Österreich begünstigen."

Rückfragehinweis:
Gabi Zornig
Pressesprecherin der Dritten Nationalratspräsidentin
Tel.: +43-1 40110-2368
Mobil: +43-676-89002368
mailto:gabi.zornig@parlament.gv.at

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