- 28.08.2007, 10:00:00
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ÖAMTC: eSafety macht Autofahren sicherer - das steckt dahinter (Teil 2, +Grafik)
Die wichtigsten Begriffe im Überblick
Wien (OTS) - Elektronik ist in modernen Fahrzeugen nicht mehr
wegzudenken. Auf der einen Seite ist sie häufige Fehlerquelle, auf
der anderen macht sie Autofahren sicherer. Unter dem Begriff eSafety
sind unterschiedlichste elektronische Helfer im Auto zu verstehen. Um
den Überblick zu behalten, haben die ÖAMTC-Experten die in der
EuroTest-Umfrage behandelten Systeme aufgelistet und näher erklärt.
Fahrer-Assistenzsysteme:
* Bremsassistent (BAS): Erkennt automatisch, wenn der Fahrer Gas
wegnimmt und eine Vollbremsung einleitet, und erhöht die
Bremswirkung.
* Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP oder ESC): Steuert durch
automatisches, gezieltes Abbremsen einzelner oder mehrerer Räder
einer beginnenden Instabilität entgegen und versucht, das Fahrzeug
etwa bei einem Ausweichmanöver auf Kurs zu halten.
* Bordeigenes Notrufsystem (eCall): Meldet bei einem Unfall Daten des
Fahrzeuges sowie den genauen Standort an die ÖAMTC-Notrufzentrale und
baut eine Sprachverbindung auf.
* Auffahr-Frühwarnsystem (Pre-Crash-System): Erkennt eine kritische
Annäherung an ein Fahrzeug und aktiviert selbstständig Einrichtungen
der passiven Sicherheit wie etwa den Gurtstraffer. Gleichzeitig wird
eine Bremsung vorbereitet, die in eine Teilbremsung münden kann. Im
Ernstfall bleibt jedoch jederzeit die Möglichkeit für das
selbstständige Eingreifen des Fahrers erhalten.
* System zur Kontrolle des Fahrerzustands (DMS): Warnt bei
einsetzender Schläfrigkeit des Fahrers (Überwachung des
Wachzustandes) und führt vor dem Starten des Fahrzeuges einen
Alkoholtest durch.
* System zur Geschwindigkeitsanpassung an Tempolimits (ISA): Steuert
die automatische Anpassung der Geschwindigkeit, die auf dem aktuell
befahrenen Streckenabschnitt herrscht.
* Spurhaltesysteme (LKA, LDW, BSD): Warnen den Fahrer bei seitlichem
Verlassen der Fahrspur durch optische oder akustische Signale,
Vibration des Lenkrades oder des Sitzes.
* Sichterweiterungssysteme (VE, VRU, AFS): Warnen vor Objekten oder
Fußgängern auf der Fahrbahn. Dynamisches Kurvenlicht lässt die
Scheinwerfer in Kurven mitschwenken und damit dem Straßenverlauf
folgen.
* Dynamischer Tempomat mit Abstandskontrolle (advanced ACC): Erkennt
vorausfahrende Fahrzeuge, ermittelt deren Geschwindigkeit und passt
eigene Geschwindigkeit automatisch an. Der vordefinierte Abstand wird
dabei ständig beibehalten - auch im Stop-and-go-Verkehr aktiv.
Infrastrukturgestützte Informationssysteme:
* Verkehrsinformationssystem (RTTI): Informiert den Fahrer über die
momentane Verkehrssituation auf seiner Route.
* Navi-Update: Übermittelt aktuelle Navigations-Updates und lokale
Straßenverkehrsinformationen direkt ins Fahrzeug.
* Internet-Zugang im Fahrzeug: Bietet den Zugang zu Internet-Services
für alle Insassen.
* Hindernis-Warnung: Warnt den Fahrer bei Hindernissen auf der
Fahrbahn und wenn das Fahrzeug zum Beispiel höher ist als die
angegebene Maximalhöhe einer Durch- oder Einfahrt.
* Bericht über Straßenzustand: Informiert andere Fahrer und eine
Verkehrszentrale über den aktuellen Straßenzustand oder Störfälle.
* Flexible Nutzung von Fahrspuren: Bietet die Nutzung etwa von freien
Busspuren bei Stoßzeiten ohne Störung des öffentlichen Nahverkehrs.
* Lokale Routenführung und Kontrolle: Informiert bei Staus und
anderen Behinderungen über mögliche Ausweichrouten.
* Daten zur Reiseplanung ins Auto: Übermittelt Daten zur besseren
Routenplanung sowie allgemeine Verkehrsinformationen zur
Fahrzeitverkürzung.
* Persönliche Routenplanung auf Basis der voraussichtlichen
Fahrzeiten: Registriert täglich Gewohnheiten und Aktivitäten
einzelner Autofahrer zur Unterstützung von Behörden bei der
Verkehrsplanung.
* Parkmöglichkeiten in Städten: Ermöglicht die Vorabbuchung eines
Parkplatzes am Zielort, bevor dieser erreicht wird.
Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik zu den Umfrageergebnissen ist im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at
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