- 21.08.2007, 10:23:16
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PRÖLL: Bundesgärten leisten wichtigen Beitrag für Natur in der Stadt
Start des Führungsprogramms durch die bedeutendsten historischen Gärten Österreichs
Wien (OTS) - Gärten und Parkanlagen sind gerade in der Stadt nicht
nur Erholungsraum für die Menschen, sondern auch wichtiges
Rückzugsgebiet für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Auf die
Bedeutung von Grün- und Freiflächen für Stadtökologie, Erholung und
Stadtgestaltung wollen die Österreichischen Bundesgärten gemeinsam
mit dem Lebensministerium 2007 mit einem Führungsprogramm durch die
sieben bedeutendsten historischen Gärten Österreichs hinweisen.
"Besonders in der Stadt ist es eine Herausforderung, Grünräume zu
erhalten und neue zu schaffen. Für Fauna und Flora sind Grünflächen
im bebauten Raum Orte der Artenpflege, der Artenentwicklung und der
Artenerhaltung. Mehr Natur im Siedlungsraum heißt mehr Lebensqualität
für die Menschen", so Umweltminister Josef Pröll anlässlich einer
Führung durch den Innsbrucker Hofgarten mit Brigitte Mang, der
Direktorin der Österreichischen Bundesgärten, sowie der
Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Hilde Zach, heute, Dienstag.
In Wien zeigen die Österreichischen Bundesgärten die
Besonderheiten barocker Gartenkunst im Augarten, im Belvederegarten
und im Schlosspark Schönbrunn. Weiters werden Burggarten und
Volksgarten aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt. In Innsbruck steht
die Gestaltungsvielfalt von der Renaissance bis in das 20.
Jahrhundert im Hofgarten und im Schlosspark Ambras auf dem Programm.
"Unsere historischen Gärten und bedeutenden Gartendenkmäler sind
ein wesentliches kulturelles und gartenkünstlerisches Erbe, das es zu
erhalten, zu revitalisieren und innovativ in die Zukunft zu führen
gilt", so die Direktorin der Österreichischen Bundesgärten, Brigitte
Mang. "Heute haben städtische Parkanlagen, insbesondere jene, die
innerhalb dicht bebauter Gebiete liegen, neben all ihren Aufgaben als
öffentliche Grünräume und Erholungsgebiete auch wesentliche
klimatische und ökologische Funktionen zu erfüllen. Barocke Gärten
wie zum Beispiel Schönbrunn, die aufgrund der städtebaulichen
Entwicklungen jetzt in verbauten Gebieten liegen, können bei
entsprechender Größe und Struktur auch als ökologische
Rückzugsflächen fungieren und wesentliche stadtklimatische Beiträge
leisten."
Die von den Österreichischen Bundesgärten gepflegten Anlagen in
Wien und Innsbruck umfassen eine Fläche von insgesamt 290 Hektar und
sind durch vielfältige Gestaltungsstrukturen geprägt. Im Wiener
Augarten mit seinen unterschiedlichen städtischen Nutzungen wurden in
den Waldquartieren Ruheräume für Tiere in Form von Ökonischen
geschaffen. Der Schönbrunner Schlosspark präsentiert barocke
Gartenkunst mit Elementen wie geschnittenen Hecken, Alleen,
Buchsbäumen und Eiben, Ornamentbeeten und Wasserbecken. Abseits der
gewohnten Routen von Erholungssuchenden und TouristInnen hat sich im
Großen Fasangarten ein Stück Wildnis mit vielfältigem Altbaumbestand
erhalten - ein Schatzkasten für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die
beiden innerstädtischen Gärten Wiens - Burggarten und Volksgarten an
der Hofburg - bieten wichtige Erholungsräume für die
StadtbewohnerInnen.
Die Innsbrucker Bundesgärten - der Hofgarten sowie der Schlosspark
Ambras - bieten zahlreichen Tierarten Heimat, die das besondere
Interesse der BesucherInnen wecken. Der bewaldete Teil des
Schlossparks Ambras verbindet Stadt und Land Innsbruck. "Ich bin über
die Bundesgärten in unserer Stadt sehr glücklich", unterstreicht
Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach den Nutzen vor allem des
innerstädtischen Naturraumes Hofgartens als Erholungs-, Freizeit- und
Spielfläche in Mitten eines historisch wertvollen Gartenkunstwerkes.
"Stadtökologie ist eine große politische Herausforderung für
Europa. Luft- und Lärmbelastung durch den Straßenverkehr,
Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, klimafreundliche
Energieversorgung und Natur in der Stadt sind dabei die zentralen
Themen. Das Lebensministerium leistet mit seinen
Klimaschutzprogrammen, seinen Initiativen für umweltfreundliche
Mobilität und nachhaltige Energieversorgung, für Ressourcenschonung
und regionale Lebensmittel, zum Schutz der Artenvielfalt und der
Wasserqualität einen wesentlichen Beitrag für die Sicherung der
Lebensqualität in Österreich. Dabei ist die Unterstützung jedes
Einzelnen unverzichtbar", sagte Umweltminister Josef Pröll
abschließend.
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