• 20.08.2007, 16:01:00
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KURIER-Kommentar von Simon Kravagna: "Raunzen reicht nicht"

Wer mehr Pension will, der darf nicht im Park über viele Ausländerkinder jammern.

Wien (OTS) - Wahlen gibt’s immer wieder." Kaum jemand vertritt
seine Zwei-Millionen-Klientel so direkt wie Karl Blecha, Österreichs
oberster Pensionist. Der fordert eine außertourliche
Pensionserhöhung: "Ich glaube nicht, dass man eine so wichtige
Bevölkerungsgruppe vor den Kopf stoßen sollte". Das Echo war
erwartbar: Die Regierung will reden. Grüne, FPÖ und BZÖ nicken
zustimmend. Wer will da schon geizen?
Tatsächlich ist den Tausenden Mindestpensionisten im Land unter
die Arme zu greifen. Die Teuerungswelle ist massiv. Gleichzeitig muss
aber klar sein, dass es die heute noch Jüngeren später nicht mehr so
einfach haben werden. Im Jahr 2030 werden auf 1000 Beschäftige 376
Pensionisten kommen. Fordernde Rufe nach einer außerordentliche
Pensionserhöhung werden dann von den hoch belasteten Erwerbstätigen
wohl nur mehr mit der Drohung eines Steuerstreiks quittiert werden.
Das Problem ist bekannt: Die Geburtenrate ist einfach zu niedrig
(siehe Kommentar oben). Das wird nicht über Nacht lösbar sein. Bis
dahin kann nur eine kontrollierte Zuwanderung helfen. Das ist keine
Lösung, weil auch Neo-Österreicher älter werden. Aber es hilft. Wer
mehr Pension haben will, der sollte daher im Park nicht mehr über
die vielen "Ausländerkinder" jammern.

Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
[email protected]
www.kurier.at

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