KURIER-Kommentar von Simon Kravagna: "Raunzen reicht nicht"

Wer mehr Pension will, der darf nicht im Park über viele Ausländerkinder jammern.

Wien (OTS) - Wahlen gibt’s immer wieder." Kaum jemand vertritt seine Zwei-Millionen-Klientel so direkt wie Karl Blecha, Österreichs oberster Pensionist. Der fordert eine außertourliche Pensionserhöhung: "Ich glaube nicht, dass man eine so wichtige Bevölkerungsgruppe vor den Kopf stoßen sollte". Das Echo war erwartbar: Die Regierung will reden. Grüne, FPÖ und BZÖ nicken zustimmend. Wer will da schon geizen?
Tatsächlich ist den Tausenden Mindestpensionisten im Land unter die Arme zu greifen. Die Teuerungswelle ist massiv. Gleichzeitig muss aber klar sein, dass es die heute noch Jüngeren später nicht mehr so einfach haben werden. Im Jahr 2030 werden auf 1000 Beschäftige 376 Pensionisten kommen. Fordernde Rufe nach einer außerordentliche Pensionserhöhung werden dann von den hoch belasteten Erwerbstätigen wohl nur mehr mit der Drohung eines Steuerstreiks quittiert werden. Das Problem ist bekannt: Die Geburtenrate ist einfach zu niedrig (siehe Kommentar oben). Das wird nicht über Nacht lösbar sein. Bis dahin kann nur eine kontrollierte Zuwanderung helfen. Das ist keine Lösung, weil auch Neo-Österreicher älter werden. Aber es hilft. Wer mehr Pension haben will, der sollte daher im Park nicht mehr über die vielen "Ausländerkinder" jammern.

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