Niederwieser: Molterer muss seinen Ansatz über die Unterschiedlichkeit zu Ende denken

SPÖ will faire Chancen für jedes Kind

Wien (OTS) - "Molterer muss seinen Ansatz über die Unterschiedlichkeit nur zu Ende denken", reagierte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag auf die Aussagen von ÖVP-Parteichef Molterer in der "Presse". "Kinder haben auch unterschiedliche Eltern, arme und reiche, bildungsinteressierte und -desinteressierte, solche die viel Zeit für das Kind haben und solche die keine haben usw. Wir sollten uns aber einig sein, dass ein Kind seine Fähigkeiten entwickeln können soll, unabhängig von der Herkunft der Eltern und dass ein gutes Bildungssystem unterschiedliche Startchancen ausgleichen muss", betonte Niederwieser.

"Wenn ein Bildungssystem die Kinder mit 10 in unterschiedlich bewertete Schulen zuweist, dann ist das Hauptkriterium dieser Zuweisung nicht das Talent der Kinder sondern der soziale Status des Elternhauses", so Niederwieser.
Das führe "zu einer Art Vererbung von Statuspositionen" und entspricht daher der von der ÖVP lange vertretenen Position, weil das ihrer Wählerklientel gut entsprochen hat.

"Die SPÖ will faire Chancen für jedes Kind und wir wollen vor allem das Bildungsniveau heben und die Zahl derer von 20 Prozent auf unter 10 Prozent senken, die nicht Lesen und Rechnen können. Daher muss die frühe Zuweisung von Bildungs- und Lebenschancen beseitigt werden und die VP soll ihren Fetisch der Wahlfreiheit entsorgen. Es gibt diese Wahlfreiheit rechtzeitig im Alter von 14/15. Damit stellt man weniger Kinder ins Eck und auch die Begabten haben bessere Chancen als im derzeitigen System." (Schluss) up

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