VP-Praniess-Kastner: In Wien fehlen noch immer Schuldenpräventionsprogramme für Jugendliche

Niederschwellige Schuldenberatung speziell für Jugendliche

Wien (VP-Klub) - "Um der massiv steigenden Verschuldung
Jugendlicher vorzubeugen, bedarf es Prävention", so LAbg. Karin Praniess-Kastner, ÖVP-Mitglied im Wiener Sozialausschuss. "In Wien aber werden - im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern - keine Präventionsprogramme für Jugendliche angeboten. Eine Auseinandersetzung mit dem Problem der Verschuldung findet auch an den Schulen nicht statt", skizziert Praniess-Kastner das Problem.

So wichtig das elterliche Vorbild, der Lebensstil und erzieherische Maßnahmen der Herkunftsfamilie seien und das Konsumverhalten nachhaltig prägen, würden in der so wichtigen Peer-Group Schule keine Schwerpunkte gesetzt. "Familien sind teilweise mit der Aufgabe, den richtigen Umgang und die Werthaltung zum Thema Geld zu vermitteln, angesichts der Werbeflut und dem Gruppenzwang, dem ihre Kinder unterliegen, überfordert", so Praniess-Kastner.

Prävention auch in Schule und außerschulischer Jugendarbeit

"Auch in den Lehrplänen der Pflichtschulen - bereits in der Volksschule und dann in den weiterführenden Schultypen - muss das Thema Schulden und Schuldenfalle behandelt werden", fordert Praniess-Kastner weitreichende Präventionsmaßnahmen. "Auch bei der außerschulischen Jugendarbeit, vor allem in den Jugendzentren, müssen die Risiken, die aus Schulden resultieren, stärker in die Arbeit und Betreuung mit einfließen", so Praniess-Kastner weiter.

SP-Stadtregierung muss endlich Schuldnerberatung massiv ausbauen

"Trotz massiv steigender Klientenzahlen wurden der Personalstand und die finanziellen Mittel der bestehenden Schuldnerberatung in den vergangenen Jahren nicht entsprechend aufgestockt. Dies führt dazu, dass Betroffene nach ’Abarbeitung’ eines Berges an Formularen derzeit noch immer mindestens drei Monate auf einen erste Beratungstermin warten müssen", betont Praniess-Kastner.

"Im Budget der Stadt Wien für das Jahr 2008 müssen die veranschlagten Aufwendungen für Schuldnerberatung massiv gesteigert werden", fordert Praniess-Kastner. Außerdem sei der Aufbau eines Netzes an Beratungseinrichtungen mit dem Ziel, Jugendlichen niederschwellige Hilfe anzubieten, dringend nötig. "Wartenzeiten dürfen dort maximal zwei Wochen betragen", präzisiert Praniess-Kastner ihre Forderung.

Forderung nach Medienkampagne

"Viele Themenbereiche, von der Lebensqualität bis zum Schutz der Kinder, werden von der Stadt Wien in eigenen Medienkampagnen beworben, zum Thema Verschuldung und den daraus resultierenden Konsequenzen aber gibt es nichts. Die Wiener Stadtregierung ist aufgefordert, im Zusammenwirken mit anderen Institutionen eine eigene Medienkampagne auszuarbeiten und umzusetzen, die auf die Gefahren der Verschuldung und etwaige Risikoquellen hinweist", fordert Praniess-Kastner abschließend.

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