- 14.08.2007, 11:41:08
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VP-Praniess-Kastner: In Wien fehlen noch immer Schuldenpräventionsprogramme für Jugendliche
Niederschwellige Schuldenberatung speziell für Jugendliche
Wien (VP-Klub) - "Um der massiv steigenden Verschuldung
Jugendlicher vorzubeugen, bedarf es Prävention", so LAbg. Karin
Praniess-Kastner, ÖVP-Mitglied im Wiener Sozialausschuss. "In Wien
aber werden - im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern - keine
Präventionsprogramme für Jugendliche angeboten. Eine
Auseinandersetzung mit dem Problem der Verschuldung findet auch an
den Schulen nicht statt", skizziert Praniess-Kastner das Problem.
So wichtig das elterliche Vorbild, der Lebensstil und erzieherische
Maßnahmen der Herkunftsfamilie seien und das Konsumverhalten
nachhaltig prägen, würden in der so wichtigen Peer-Group Schule keine
Schwerpunkte gesetzt. "Familien sind teilweise mit der Aufgabe, den
richtigen Umgang und die Werthaltung zum Thema Geld zu vermitteln,
angesichts der Werbeflut und dem Gruppenzwang, dem ihre Kinder
unterliegen, überfordert", so Praniess-Kastner.
Prävention auch in Schule und außerschulischer Jugendarbeit
"Auch in den Lehrplänen der Pflichtschulen - bereits in der
Volksschule und dann in den weiterführenden Schultypen - muss das
Thema Schulden und Schuldenfalle behandelt werden", fordert
Praniess-Kastner weitreichende Präventionsmaßnahmen. "Auch bei der
außerschulischen Jugendarbeit, vor allem in den Jugendzentren, müssen
die Risiken, die aus Schulden resultieren, stärker in die Arbeit und
Betreuung mit einfließen", so Praniess-Kastner weiter.
SP-Stadtregierung muss endlich Schuldnerberatung massiv
ausbauen
"Trotz massiv steigender Klientenzahlen wurden der Personalstand und
die finanziellen Mittel der bestehenden Schuldnerberatung in den
vergangenen Jahren nicht entsprechend aufgestockt. Dies führt dazu,
dass Betroffene nach ’Abarbeitung’ eines Berges an Formularen derzeit
noch immer mindestens drei Monate auf einen erste Beratungstermin
warten müssen", betont Praniess-Kastner.
"Im Budget der Stadt Wien für das Jahr 2008 müssen die veranschlagten
Aufwendungen für Schuldnerberatung massiv gesteigert werden", fordert
Praniess-Kastner. Außerdem sei der Aufbau eines Netzes an
Beratungseinrichtungen mit dem Ziel, Jugendlichen niederschwellige
Hilfe anzubieten, dringend nötig. "Wartenzeiten dürfen dort maximal
zwei Wochen betragen", präzisiert Praniess-Kastner ihre Forderung.
Forderung nach Medienkampagne
"Viele Themenbereiche, von der Lebensqualität bis zum Schutz der
Kinder, werden von der Stadt Wien in eigenen Medienkampagnen
beworben, zum Thema Verschuldung und den daraus resultierenden
Konsequenzen aber gibt es nichts. Die Wiener Stadtregierung ist
aufgefordert, im Zusammenwirken mit anderen Institutionen eine eigene
Medienkampagne auszuarbeiten und umzusetzen, die auf die Gefahren der
Verschuldung und etwaige Risikoquellen hinweist", fordert
Praniess-Kastner abschließend.
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Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
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