EU beschließt Maßnahmen gegen die Verbreitung von Maul- und Klauenseuche

Vermehrte Wachsamkeit angebracht - Keinerlei Gefährdung für die österreichischen Verbraucher gegeben

Wien (OTS) - Nach der Bestätigung des zweiten Falls von Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien, werden die Mitgliedstaaten der Europäischen Union morgen, Mittwoch, eine Entscheidung der Kommission mit vorübergehenden Maßnahmen zum Schutz gegen die Maul- und Klauenseuche im Vereinigten Königreich annehmen. "Die Entscheidung sieht unter anderem auch die Überwachung des persönlichen Gepäcks von Reisenden aus Großbritannien sowie eine Informationspflicht für die Mitgliedstaaten vor, um die private Einfuhr von Erzeugnissen tierischen Ursprungs zu verhindern", so Mag. Ulrich Herzog, Chefveterinär Österreichs aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend. Reisende nach bzw. aus Großbritannien werden angehalten, keine Fleisch- bzw. verarbeiteten Fleischwaren (Wurst) in jeglicher Form sowie Milchprodukte nach Österreich mitzubringen. Ein eigens für die von der Kommission vorgeschriebene Informationspflicht in Ausarbeitung befindlicher MKS-Informations-Folder werde in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen. ****

"Für die österreichischen Verbraucher besteht keinerlei Gefährdung, da es sich beim MKS-Virus ausschließlich um einen für Klauentiere (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen etc.) hochansteckenden aber für den Menschen ungefährlichen Tiererreger handelt", so Herzog. In den vergangenen vier Monaten seien nachweislich keine Lebendtiere bzw. tierische Produkte aus Großbritannien nach Österreich verbracht worden - eine Einschleppung des Erregers sei bis dato auszuschließen.

Die jetzige Situation im Vereinigten Königreich sei auf Grund des derzeitigen Wissenstandes nicht mit dem Auftreten der MKS im Jahr 2001 in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden zu vergleichen. Der im Jahre 2001 mehrere Monate dauernde Seuchenzug führte zur Tötung von 12 Mio. Tieren und damit auch zu einem sehr großen wirtschaftlichen Schaden, der nicht nur die Landwirtschaft sondern auch nachgelagerte Wirtschaftsbeteiligte sowie die Tourismuswirtschaft schwer getroffen hat. "Da es den britischen Behörden diesmal gelungen ist, rechtzeitig entsprechende Vorsorgemaßnahmen, wie die Einstellung von Tiertransporten und die Errichtung von Schutz- und Überwachungszonen zu treffen, ist die Ausgangslage diesmal eine andere", sagte Herzog. Auf Grund der Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen werde man aber erst Ende dieser Woche eine wirkliche Einschätzung der Lage abgeben können. "Derzeit ist eine vermehrte Wachsamkeit angebracht, es besteht aber kein Grund zur Beunruhigung", so der Chefveterinär abschließend.

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