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Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Schwarzes Labyrinth mit "rotem Faden" (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe, 5. August 2007
Klagenfurt (OTS) - Unter Parteiobmann Wilhelm Molterer hat sich
die Performance der ÖVP sichtbar verändert. Dieser Umbruch spiegelt
sich in einem zunehmend verwirrenderen Bild in der Öffentlichkeit.
Etwa wenn sich Exponenten der Partei in immer kürzeren Abständen mit
einander widersprechenden Vorschlägen im Blätterwald wiederfinden -
ausgiebig praktiziert in der bruchstückhaften Bildungsdiskussion.
So ausgiebig, dass Wissenschaftsminister Johannes Hahn sich
Stunden nach der Forderung der schwarzen Perspektivengruppe nach
einem Ende des freien Studienzuganges davon zu distanzieren abmühte.
So ausgiebig, dass VP-Landespolitiker von "Rohrstaberlkrepierern"
sprachen. Er vermisse eine einheitliche Linie, ließ nun ÖVP-Grande
und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl via ORF durchblicken,
um sogleich wieder querzuschießen: Entgegen der Parteilinie lehnt er
die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld ab.
Derzeit zieht sich durch das Labyrinth widersprüchlicher
Einzeläußerungen nur ein roter Faden: Vorschläge des
Koalitionspartners sind partout abzulehnen. Das Feindbild SPÖ dürfte
nicht ausreichen, um unmissverständlich klarzumachen, für welche
Standpunkte die ÖVP eigentlich steht. Ein Konzept dahinter ist noch
viel schwieriger erkennbar.
Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung Viktringer Ring 28 9020 Klagenfurt Mag. Michaela Geistler-Quendler Tel.: 0463/5866-514 E-Mail: [email protected]
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