- 04.08.2007, 08:57:55
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SP-Haider: Alle Privatisierungen beim Wasser endeten im Fiasko
Spekulation mit dem "neuen Gold" führt zu explodierenden Energiepreisen
Linz (OTS) - Das Match um den globalen Wassermarkt ist in vollem
Gang. Private Großkonzerne haben das "neue Gold" entdeckt. Wasser
wird als "Anlagethema mit Zukunft" an den globalen Börsen gehandelt.
"An der Börse gibt es keine Sicherheit. Dort herrscht Spekulation
pur. Wenn das Wasser verkauft ist, dann ist das Wasser weg. Wasser
ist kostbar wie Gold, es muss aber für alle leistbar bleiben! Deshalb
dürfen wir nicht zulassen, dass unser oberösterreichisches Wasser den
Börsenhaien ausgeliefert wird!", appelliert SPÖ-Landesparteichef
Erich Haider erneut an alle Oberösterreicherinnen und
Oberösterreicher, gegen den Börsegang der Energie AG zu
unterschreiben.
Alle Wasser-Privatisierungen der vergangenen Jahre stellten sich als
Fiasko heraus. So stimmte 1997 die Stadt Potsdam für eine
Teilprivatisierung ihrer Wasserversorgung, um mit den Einnahmen
Budgetlöcher zu stopfen. Die Rechnung ging nicht auf: Der Käufer
EUROWASSER erhö hte von 1998 bis 2000 die Gebühren pro Kubikmeter
fast auf das Doppelte. Bis 2017 war eine neuerliche Erhöhung um 100
Prozent geplant. Die Stadt Potsdam kündigte daraufhin die Verträge,
weil deutlich wurde, dass man ein Fass ohne Boden gekauft hatte.Es
wird geschätzt, dass dieser Rückkauf die Stadt 5 bis 10 Millionen
Euro gekostet hat.
Die Folgen der Privatisierung bekamen auch die Kunden des
drittgrößten Wasserkonzerns in Frankreich, SAUR, zu spüren. Der neue
Eigentümer setzte schnell Personalkürzungen durch, erhöhte die Preise
und verzichtete auf Wartungsarbeiten am Leitungsnetz, was die Rendite
erhöhte, aber Proteste von Konsumenten nach sich zog. Im April 2007
schritt der Staat ein und kaufte SAUR zurück. Für den privaten Käufer
ein gutes Geschäft: Er hatte SAUR um eine Milliarde Euro gekauft. Die
staatliche Bank zahlte drei Jahre später 2,7 Milliarden.
"Es geht nicht um Stimmen für die SPÖ. Es geht um Stimmen für die
Zukunft unserer Daseinsvorsorge. In allen oberösterreichischen
Gemeindeämtern bzw. Magistrats-Bürgerservicestellen liegen die
Unterschriftenlisten der Bürgerinitiative "Kein Börsegang der Energie
AG!" auf und können dort zu den jeweiligen Öffnungszeiten
unterschrieben werden. Lichtbildausweis nicht vergessen!", wird Erich
Haider nicht müde, um Unterstützung für die Sicherung der
Daseinsvorsorge zu werben.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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