SP-Haider: Alle Privatisierungen beim Wasser endeten im Fiasko

Spekulation mit dem "neuen Gold" führt zu explodierenden Energiepreisen

Linz (OTS) - Das Match um den globalen Wassermarkt ist in vollem Gang. Private Großkonzerne haben das "neue Gold" entdeckt. Wasser wird als "Anlagethema mit Zukunft" an den globalen Börsen gehandelt. "An der Börse gibt es keine Sicherheit. Dort herrscht Spekulation pur. Wenn das Wasser verkauft ist, dann ist das Wasser weg. Wasser ist kostbar wie Gold, es muss aber für alle leistbar bleiben! Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass unser oberösterreichisches Wasser den Börsenhaien ausgeliefert wird!", appelliert SPÖ-Landesparteichef Erich Haider erneut an alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, gegen den Börsegang der Energie AG zu unterschreiben.

Alle Wasser-Privatisierungen der vergangenen Jahre stellten sich als Fiasko heraus. So stimmte 1997 die Stadt Potsdam für eine Teilprivatisierung ihrer Wasserversorgung, um mit den Einnahmen Budgetlöcher zu stopfen. Die Rechnung ging nicht auf: Der Käufer EUROWASSER erhö hte von 1998 bis 2000 die Gebühren pro Kubikmeter fast auf das Doppelte. Bis 2017 war eine neuerliche Erhöhung um 100 Prozent geplant. Die Stadt Potsdam kündigte daraufhin die Verträge, weil deutlich wurde, dass man ein Fass ohne Boden gekauft hatte.Es wird geschätzt, dass dieser Rückkauf die Stadt 5 bis 10 Millionen Euro gekostet hat.

Die Folgen der Privatisierung bekamen auch die Kunden des drittgrößten Wasserkonzerns in Frankreich, SAUR, zu spüren. Der neue Eigentümer setzte schnell Personalkürzungen durch, erhöhte die Preise und verzichtete auf Wartungsarbeiten am Leitungsnetz, was die Rendite erhöhte, aber Proteste von Konsumenten nach sich zog. Im April 2007 schritt der Staat ein und kaufte SAUR zurück. Für den privaten Käufer ein gutes Geschäft: Er hatte SAUR um eine Milliarde Euro gekauft. Die staatliche Bank zahlte drei Jahre später 2,7 Milliarden.

"Es geht nicht um Stimmen für die SPÖ. Es geht um Stimmen für die Zukunft unserer Daseinsvorsorge. In allen oberösterreichischen Gemeindeämtern bzw. Magistrats-Bürgerservicestellen liegen die Unterschriftenlisten der Bürgerinitiative "Kein Börsegang der Energie AG!" auf und können dort zu den jeweiligen Öffnungszeiten unterschrieben werden. Lichtbildausweis nicht vergessen!", wird Erich Haider nicht müde, um Unterstützung für die Sicherung der Daseinsvorsorge zu werben.

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