• 03.08.2007, 11:00:30
  • /
  • OTS0090 OTW0090

APA-OTS Politikportalanalyse: Sommerlöcher

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (27. Juli bis 2.
August 2007) findet sich Sozialminister Erwin Buchinger auf Rang
eins. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer belegt Platz zwei, gefolgt vom
Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider.

Für eine Überraschung sorgte der Vorschlag von Sozialminister
Erwin Buchinger (Rang eins, 251 Nennungen), die so genannte
"Hacklerregelung" verlängern zu wollen. Die Regelung, die eigentlich
bis 2010 auslaufen sollte, ermöglicht es langzeitversicherten
ArbeitnehmerInnen, nach 45 Beitragsjahren (Männer) bzw. 40 (Frauen)
ohne Abschläge in Frühpension gehen zu können. Buchinger teilte mit,
der "Gesetzesentwurf sei vorbereitet", aber "noch nicht mit dem
Koalitionspartner abgestimmt". Der ÖVP-Wirtschaftsflügel reagierte
verärgert. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf
kritisierte, Buchinger nütze "offenbar das Sommerloch für
Effekthascherei".

Koalitionäre Einigkeit herrschte hingegen in der Diskussion um die
Salzburger Fußball-Arena: Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang zwei,
183 Nennungen) und Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang zehn, 113
Nennungen) betonten beide, dass sie einen Rückbau des Stadions in
Wals-Siezenheim nach der Europameisterschaft 2008 für nicht sinnvoll
erachten. Die Entscheidung hierfür liegt letztlich allerdings bei der
Salzburger Landesregierung.

Die von der Kärntner Stromgesellschaft Kelag angekündigten
Strompreiserhöhungen sorgten im südlichsten Bundesland für Wirbel.
Alle Parteien sind sich einig, dass Landeshauptmann Jörg Haider (Rang
drei, 173 Nennungen) als Eigentümervertreter der KELAG entsprechende
Maßnahmen gegen die Stromerhöhungen setzen müsse. Haider kündigte an,
dass im Gegenzug Wohnbeihilfen, Heizkostenzuschüsse und die
Familienförderung angehoben werden sollen.
Zahlreiche Politiker zeigten sich ob des Todes des früheren
Wirtschaftskammerpräsidenten Leopold Maderthaners betroffen.
Bundespräsident Heinz Fischer (Rang vier, 165 Nennungen) bezeichnete
Maderthaner als "langjährige Stütze der Sozialpartnerschaft",
Bundeskanzler Gusenbauer würdigte Maderthaner als "eine der
historischen Gestalten der österreichischen Sozialpartnerschaft", die
"wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg in Österreich beigetragen"
habe.

Helga Rabl-Stadler, die Präsidentin der Salzburger Festspiele,
konnte bei deren Eröffnung vergangenen Donnerstag zahlreiche
Politikerinnen und Politiker in der Stadt an der Salzach begrüßen.
Neben Bundeskanzler Gusenbauer, Unterrichtsministerin Claudia Schmied
(Rang 13, 80 Nennungen), Wissenschaftsminister Johannes Hahn (Rang
18, 74 Nennungen), Außenministerin Ursula Plassnik (Rang 29, 54
Nennungen) und Sozialminister Erwin Buchinger fand sich auch
EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner in Salzburg ein.
Bundespräsident Heinz Fischer bezeichnete die Festspiele in seiner
Eröffnungsrede als "eine tragende Säule der europäischen Kultur."

Neu eingestiegen in das Top-30 Politikerranking sind unter
anderem: Fritz Neugebauer, ÖVP (Rang sieben, 141 Nennungen), Grete
Laska, SPÖ (Rang 17, 78 Nennungen), Gertrude Brinek, ÖVP (Rang 21, 69
Nennungen) und Gerhard Dörfler, BZÖ (Rang 25, 67 Nennungen).

Diese Woche finden sich 17 ÖVP-PolitikerInnen im Ranking, die SPÖ
platziert sich mit acht VertreterInnen. Das BZÖ nimmt zwei Positionen
ein, FPÖ und Grüne sind nicht unter den Top 30 vertreten. Außerdem im
Ranking: Bundespräsident Heinz Fischer, der Tiroler AK-Präsident
Fritz Dinkhauser und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel