• 03.08.2007, 10:33:34
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Österreichischer Forschungs- und Technologiebericht 2007 liegt vor

Forschungsminister Hahn spricht über den Wert der Grundlagenforschung

Wien (OTS) - Der Forschungs- und Technologiebericht 2007 wurde
vergangene Woche dem Parlament übermittelt. Er gibt einen Überblick
über jüngste Entwicklungen im Bereich Forschung, Technologie und
Innovation und ist gleichzeitig eine Zusammenstellung von aktuellen
Daten, Befunden und Einschätzungen der österreichischen Forschungs-,
Technologie- und Innovationspolitik.

Wesentliche Inhalte:
- kontinuierliche Entwicklung bei F&E; auch 2007 konnte eine
Steigerung von 8,1%, das sind 6,84 Mrd. Euro, erzielt werden
- der Bund allein wird heuer um 10,5% (2,13 Mrd. Euro) mehr ausgeben
als im Jahr 2006
- davon werden knapp 68% vom BMWF über Universitäten und
Forschungseinrichtungen beigesteuert
- Österreich belegt den 8. Platz im European Innovation Scoreboard
- Österreich ist in der Produktion von hoher Mitteltechnologie in
Spitzenqualität international sehr erfolgreich

Eine wesentliche Erkenntnis des Forschungs- und Technologieberichts
2007 ist die Ausarbeitung einer Exzellenzstrategie. Vom BMWF wurde
bereits eine Exzellenzinitiative Wissenschaft durch den
Wissenschaftsfonds FWF in Auftrag gegeben. Diese sieht eine
Einrichtung von Exzellenzclustern, Graduiertenschulen (Doctoral
Schools) und einer Impulsförderung (Overheadfinanzierung) sowie eine
Stärkung der Forschungsinfrastruktur und der Internationalisierung
vor.

Für Wissenschafts- und Forschungsminister Hahn steht die
Grundlagenforschung im Vordergrund: "Wenn Budgetmittel für die
Forschung erhöht werden, so gilt es, in entsprechender Relation die
Grundlagenforschung zu bedienen".

Dem Lissabon-Ziel, wonach 2/3 der Forschungsfinanzierung aus privaten
Mitteln, 1/3 aus der öffentlichen Hand kommen soll, sei Österreich
bereits sehr nahe gekommen. Ziel müsse es sein, die Gelder der
öffentlichen Hand auch verstärkt in die Grundlagenforschung zu
investieren. Gleichzeitig ist es wünschenswert, die Wirtschaft für
Investitionen in diesem Bereich zu motivieren.

Denn die Wissenschaftsgeschichte zeige, dass große Quantensprünge in
der Forschung auf Ergebnisse aus der Grundlagenforschung basieren,
also jenem Bereich, wo nicht von vornherein das Ergebnis absehbar und
die unmittelbare Anwendbarkeit messbar sind. "Die Neugier hat die
Welt verändert", so der Bundesminister abschließend als Plädoyer für
die Grundlagenforschung.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
Pressebüro: Tel.: +43/1/53120-9006

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