• 02.08.2007, 11:04:12
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Mikl-Leitner: Niederösterreicher schätzen Gefahrenquellen falsch ein

Im Heim-, Freizeit- und Sportsektor werden die Gefahren durch Unfälle und Verletzungen deutlich unterschätzt

St. Pölten (NÖI) - In der Freizeit und beim Sport passieren oft
Unfälle mit schwerwiegenden Folgen, die durch bessere Vorbereitung
und bessere Ausrüstung vermeidbar wären. Aus diesem Grund hat das
Land Niederösterreich gemeinsam mit dem Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV) auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll und Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner eine Umfrage bei
Eltern gestartet. Ziel der Untersuchung war es, die Bevölkerung für
dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und Informationen darüber zu
bekommen, wo die niederösterreichische Bevölkerung besonders die
Gefahren von Unfällen und Verletzungen sieht.
"In Österreich passieren jährlich rund 840.000 Unfälle, wobei sich
etwa 170.000 Menschen so schwer verletzen, dass sie im Spital
stationär behandelt werden müssen. Diese Zahlen geben uns den klaren
Auftrag, die Bevölkerung mehr auf die Gefahren gerade im Heim-,
Freizeit- und Sportbereich zu sensibilisieren", erklärt
Familienlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Bei der Einschätzung von Unfällen liegt die Bevölkerung völlig
falsch.

55 Prozent der Befragten schätzten, dass weniger als 100.000
Menschen pro Jahr im Spital stationär behandelt werden müssen. Wurden
die Personen nach der Aufteilung aller Unfälle auf einzelne
Lebensbereiche befragt, so glaubten die Teilnehmer, dass rund 30
Prozent aller Unfälle im Verkehr passieren, wobei hier laut
Unfallstatistik des KfV gerade einmal 6 Prozent aller Unfälle zu
verzeichnen sind.

"Deutlich unterschätzt wird der Bereich der Freizeit- und
Sportunfälle, die gemeinsam 73 Prozent aller Unfälle ausmachen. Bei
der Frage, wo die höchste Gefahr lauert, bei Unfällen getötet zu
werden, glauben die Befragten, dass mehr als die Hälfte aller
tödlichen Unfälle im Straßenverkehr zu verzeichnen sind. Richtig ist
jedoch, dass im Heim- und Freizeitbereich 57 Prozent, im Verkehr 28
Prozent, im Arbeits- und Schulbereich acht Prozent und im
Sportbereich sieben Prozent der tödlichen Unfälle passieren", so
Mikl-Leitner.

Aus der Erhebung ist ersichtlich, dass die Gefahren in bestimmten
Lebensbereichen oft unterschätzt werden. Andererseits besteht die
Meinung, dass im Verkehr das Risiko zu verunfallen oder sogar getötet
zu werden, besonders hoch ist. "Dieses Ergebnis zeigt, dass man die
niederösterreichische Bevölkerung speziell für die Gefahren in den
Bereichen Heim, Freizeit, und Sport sensibilisieren muss", meint dazu
Mag. Rainer Kastner, Leiter der Landesstelle Niederösterreich des
KfV.

"Bewusstseinsbildende Maßnahmen und Aufklärungsarbeit sind daher
besonders wichtig, um zukünftig beim Heim-, Freizeit- und
Sportvergnügen keine bösen Überraschungen zu erleben", so
Mikl-Leitner.

Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich
Öffentlichkeitsarbeit

Tel: 02742/9020 DW 141
www.vpnoe.at

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