• 01.08.2007, 16:13:05
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ÖH Medizin Wien: Werden Schülerinnen in Österreich schlechter auf das Studium vorbereitet?

Schlechteres Abschneiden der Frauen beim EMS könnte im österreichischen Schulsystem begründet sein

Wien (OTS) - "Scheinbar sind wir hier auf ein viel tiefer gehendes
Problem gestoßen!" kommentiert Julia Straub, Vorsitzende der
HochschülerInnenschaft an der Medizinischen Universität Wien die
Geschlechterdebatte um die heute veröffentlichten Ergebnisse des EMS.
Der Aufnahmetest, der auch in der Schweiz und in Baden-Württemberg
durchgeführt wird, zeigt in diesen Ländern keine wesentlichen
Unterschiede im Testergebnis zwischen männlichen und weiblichen
Studienbewerbern.

Laut Aussage der Medizinischen Universität Wien konnten auch bei
den Testergebnissen der deutschen StudienbewerberInnen an der MUW und
der MUI keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.
"Dies legt die Vermutung nahe, dass der Grund für das schlechtere
Abschneiden der Frauen nicht primär im EMS sondern im
österreichischen Schulsystem zu suchen ist", so das Vorsitzteam der
ÖH Medizin Wien.

ÖH Medizin Wien verurteilt Schnellschusspolitik der Bundes-ÖH

"Voreilige Schlussfolgerungen, wie es die Bundes-ÖH hier
praktiziert, sind angesichts dieser ernstzunehmenden Vermutungen
kontraproduktiv", kritisiert Stefan Konrad, stv. Vorsitzender der ÖH
Medizin Wien. "Lösungen können hier nur auf der Basis von
wissenschaftlich fundierten Daten erarbeitet werden. Aus unserer
Sicht sollte man daher die Ergebnisse der Studie von Univ.-Prof. DDr.
Christiane Spiel, die im Auftrag des Wissenschaftsministeriums den
EMS untersucht, abwarten."

"Sollten sich unsere Befürchtungen bestätigen, dass das Problem
schon zu einem früheren Zeitpunkt im Bildungssystem entsteht, ist
hier vor allem auch das Bildungsministerium gefordert", schließt
Johannes Forster, stv. Vorsitzender der ÖH Medizin Wien.

Rückfragehinweis:
Johannes Forster
Stv. Vorsitzender ÖH Medizin Wien
Mobil: +43 -664- 43 59 496
mailto:[email protected]

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