• 29.07.2007, 10:00:00
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Kdolsky: Wichtige Tipps für den Umgang mit Medikamenten bei Reisen

Hitze kann Medikamente unbrauchbar machen

Wien (OTS) - "Eine Reiseapotheke mit Medikamenten und
Verbandsmaterial gehört nicht nur auf Fernreisen zur
Standardausrüstung", sagte Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky
heute, Sonntag. "Dabei sind zwei wichtige Tipps zu beachten. Reisende
sollten rechtzeitig bei der Hausärztin bzw. dem Hausarzt Rat
einholen, welche Medikamente für das jeweilige Urlaubsland in die
Reiseapotheke gehören. Zweitens ist für die richtige Lagerung zu
sorgen, denn Hitze kann Medikamente unbrauchbar machen." So sollte
Insulin bei Gebrauch zwar Raumtemperatur haben, verträgt aber während
des Transports weder Hitze noch UV-Strahlen. "Generell sollten
Medikamente nie im Auto aufbewahrt oder direkter Sonneneinstrahlung
ausgesetzt werden. Wird die für Medikamente vorgegebene
Lagertemperatur überschritten, können z. B. Salben oder Cremes
'brechen', das Präparat ist dann unbrauchbar", so die
Gesundheitsministerin. ****

Zäpfchen schmelzen bei großer Hitze und Pflaster verlieren ihre
Haftfähigkeit. Für Sprays, etwa gegen Asthma, seien hohe Temperaturen
ebenfalls kritisch. Die Behälter stehen unter Druck und können durch
Hitze undicht werden. Vor Reisen müssen daher die Lagerungshinweise
aller mitgeführten Medikamente beachtet werden. Wie stark Medikamente
auf Hitze reagieren, hängt von der Art und den Wirkstoffen ab. "Oft
hilft bereits ein Blick in die Packungsbeilage, im Zweifelsfall kann
man sich von Apotheker/innen beraten lassen."

Lebenswichtige Medikamente und Insulin für Diabetiker gehören bei
Flugreisen unbedingt immer ins Handgepäck. "So kann nichts passieren,
selbst wenn Gepäck während der Reise verspätet ankommt oder verloren
geht. Die aktuellen Sicherheitsbestimmungen erlauben den Transport
von Medikamenten im Handgepäck. Da es jedoch für unterschiedliche
Destinationen (z.B. EU oder USA) verschiedene Auflagen gibt (z.B.
Mitführen eines ärztlichen Attests), empfehle ich zur Abklärung der
Details die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der jeweiligen
Fluglinie", so die Gesundheitsministerin. Wichtig sei weiters, immer
ausreichende Mengen mitzunehmen, da man sich nicht hundertprozentig
auf die Verfügbarkeit in den Urlaubsländern verlassen könne. "Auch
die Qualitätsanforderungen entsprechen außerhalb der EU oft nicht den
hohen österreichischen Standards. Unter Umständen können sogar
gefährliche Medikamentenfälschungen im Umlauf sein, die nicht das
halten, was die Verpackung verspricht", so Kdolsky abschließend.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
   Mag. Jürgen Beilein
   Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky
   Tel: +43/1/71100-4309 
   Fax: +43/1/71100-14305 
   mailto:[email protected] 
   http://www.bmgfj.gv.at

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