- 24.07.2007, 13:15:15
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VP-Cortolezis: "Wien braucht bessere Lehreraus- und Weiterbildung"
ÖVP Wien fordert Bildungsscheck für Lehrer/innen
Wien (VP-Klub) - "Die Lehreraus- und Weiterbildung in der Stadt
Wien muss dringend verbessert werden. Die Umwandlung der
Pädagogischen Akademien in Pädagogische Hochschulen kann dabei nur
ein erster Schritt sein. Um die Ausbildung von Pflichtschullehrern
und jenen in der Sekundarstufe möglichst durchlässig zu gestalten,
sollte sie in Punkto Dauer und Lehrinhalte angeglichen werden.
Langfristig sollte die Ausbildung aller Lehrer/innen fünf Jahre
dauern und mit einem Master abgeschlossen werden. Bisher wurde auf
den Pädagogischen Akademien der Schwerpunkt auf die pädagogische
Ausbildung gelegt, während sich die Universitäten auf die
Fachausbildung konzentrieren. Hier geht es aber nicht um ein entweder
oder, sondern um ein sowohl als auch", sagte die Bildungssprecherin
der ÖVP Wien, Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager, bei einer
Pressekonferenz zum Thema "ÖVP-Konzepte für eine bessere
Lehrerausbildung".
Besonders wichtig ist für sie daher, dass die Kooperation der
Pädagogischen Hochschulen mit den Universitäten intensiviert wird.
"Hier ist die Stadt Wien gefordert, diese Kooperation entsprechend zu
unterstützen." Die Stadt müsse auch gemeinsam mit dem Bund dafür
sorgen, dass die Forschungskapazität zu pädagogischen Fragen an den
Pädagogischen Hochschulen ausgebaut werde, forderte die Stadträtin.
Um den künftigen Lehrerinnen und Lehrern ein besseres Bild ihres
Berufes zu vermitteln, fordert die ÖVP Wien eine Verstärkung des
Praxisbezuges in der Ausbildung. "Künftige Lehrer sollten bereits ab
dem 2. Semester regelmäßig in einer Schule tätig sein", so
Cortolezis-Schlager.
Defizite ortet sie im Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen für
Lehrerinnen und Lehrer: "Hier müssen die Rahmenbedingungen verbessert
werden, die Weiterbildung muss dann für alle Lehrer/innen
verpflichtend sein und nicht wie bisher nur für die
Pflichtschullehrer/innen. Über einen Bildungsscheck für Lehrkräfte,
der am Beginn des Schuljahres ausgestellt wird, soll diese
Fortbildung verpflichtend eine Woche pro Schuljahr organisiert
werden. Die Fortbildung selbst kann durchaus neben dem Angebot an
Universitäten und Pädagogischen Hochschulen auch bei privaten
Anbietern erfolgen, wenn das in das Schulkonzept passt. Wichtig sei
jedoch, dass der Wiener Stadtschulrat endlich für genügend Aus- und
Weiterbildungsangebot für die Lehrer/innen sorgt. Denn zur Zeit gibt
es inbesondere in der Ferienzeit viel zu wenig Angebote, die die
Lehrer/innen in Anspruch nehmen können!"
In Sachen Klassenschülerhöchstzahl erwartet sich Cortolezis-Schlager
von Bildungsministerin Schmied, dass sie ihr Versprechen von maximal
25 Kindern pro Klasse bereits mit Beginn des neuen Schuljahres am 3.
September umsetzt.
Verpflichtendes Schüler-Feedback für Lehrkräfte
Der neue gf. Obmann der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz, sprach sich
ebenfalls für ein möglichst breites Angebot an Schulungen für
Lehrerinnen und Lehrer aus. Außerdem sollte es ein verpflichtendes
Feedback für Lehrer an allen weiterführenden Schulen geben. "Die
Schülerinnen und Schüler erleben ihre Lehrer jeden Tag in der Klasse.
Daher wäre das Einbeziehen der Schüler/innen in das Lehrer/innen
Feedbacksystem sicher sinnvoll, da die Rückmeldung aus erster Hand
für Lehrkräfte sehr wichtig wäre." Dieses Feedback sollte anonym
passieren und den Lehrern eine entsprechende Orientierungshilfe
geben.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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