• 20.07.2007, 10:27:05
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BZÖ fordert Hitze-60er am Bau

Wien (OTS) - BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch fordert angesichts
des bisher heißesten Tages des Jahres "Hitzefrei" am Bau. "So wie es
für Bauarbeiter bei extremer Kälte oder Nässe nach 3 Stunden
Wartezeit die Regelung gibt, dass mit 60 Prozent der Bezüge der Rest
des Tages arbeitsfrei gestellt wird, so soll dies auch bei extremer
Hitze gelten - also ein Hitze-60er", betont Walch, der selbst als
Vizepolier und Betriebsratsvorsitzender im Baugewerbe tätig ist.

Der BZÖ-Arbeitnehmervertreter betont, dass bei Temperaturen jenseits
der 40 Grad Herz und Kreislaufprobleme eine große Gefahr für die
Bauarbeiter bedeuten und die Unfallhäufigkeit massiv ansteigt.

Zur Finanzierbarkeit erklärt Walch, "dass Bauarbeiter und Arbeitgeber
mtl. je 0,7% vom Brutto Sozialversicherungspflichtigen Beitrag in die
BUAG /Abteilung Schlechtwetterentschädigung einzahlen. Da aber die
60er-Schlechtwetterregelung bei weitem nicht so stark genützt wird,
wie Geld eingezahlt wird, entstehen bei einem Hitz-60er keine
zusätzlichen Kosten für Unternehmer. Wenn es den 60er bei extremem
Regen und Kälte gibt, wieso soll das bei extremer Hitze nicht
gelten?", so Walch.

Das BZÖ fordert hier die Sozialpartner und besonders den ÖGB auf,
hier endlich für die Bauarbeiter aktiv zu werden, denn nur
Belastungen wie die Kürzung des Lehrlingsschutzes oder offene grenzen
für ausländische Arbeitskräfte zu beschließen, könne ja wohl nicht
der Sinn und Zweck einer Gewerkschaft sein. "derzeit ist die einzige
Abkühlung für die Arbeiter die soziale Kälte von Sozialpartnern und
Bundesregierung. Das BZÖ fordert hier lieber einen Hitze-60er", so
Walch abschließend.

Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

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