BZÖ fordert Hitze-60er am Bau

Wien (OTS) - BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch fordert angesichts des bisher heißesten Tages des Jahres "Hitzefrei" am Bau. "So wie es für Bauarbeiter bei extremer Kälte oder Nässe nach 3 Stunden Wartezeit die Regelung gibt, dass mit 60 Prozent der Bezüge der Rest des Tages arbeitsfrei gestellt wird, so soll dies auch bei extremer Hitze gelten - also ein Hitze-60er", betont Walch, der selbst als Vizepolier und Betriebsratsvorsitzender im Baugewerbe tätig ist.

Der BZÖ-Arbeitnehmervertreter betont, dass bei Temperaturen jenseits der 40 Grad Herz und Kreislaufprobleme eine große Gefahr für die Bauarbeiter bedeuten und die Unfallhäufigkeit massiv ansteigt.

Zur Finanzierbarkeit erklärt Walch, "dass Bauarbeiter und Arbeitgeber mtl. je 0,7% vom Brutto Sozialversicherungspflichtigen Beitrag in die BUAG /Abteilung Schlechtwetterentschädigung einzahlen. Da aber die 60er-Schlechtwetterregelung bei weitem nicht so stark genützt wird, wie Geld eingezahlt wird, entstehen bei einem Hitz-60er keine zusätzlichen Kosten für Unternehmer. Wenn es den 60er bei extremem Regen und Kälte gibt, wieso soll das bei extremer Hitze nicht gelten?", so Walch.

Das BZÖ fordert hier die Sozialpartner und besonders den ÖGB auf, hier endlich für die Bauarbeiter aktiv zu werden, denn nur Belastungen wie die Kürzung des Lehrlingsschutzes oder offene grenzen für ausländische Arbeitskräfte zu beschließen, könne ja wohl nicht der Sinn und Zweck einer Gewerkschaft sein. "derzeit ist die einzige Abkühlung für die Arbeiter die soziale Kälte von Sozialpartnern und Bundesregierung. Das BZÖ fordert hier lieber einen Hitze-60er", so Walch abschließend.

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