Outsourcing in Österreichs Krankenhäusern: Große Potenziale für Verbesserungen

Wien (OTS) - Outsourcing von Dienstleistungsfunktionen bringt in Österreichs Krankenhäusern oftmals nicht die gewünschten Erfolge. Laut einer Studie von IBB Management Consulting kommt es bei fast 40% der Outsourcing-Fälle nur zu geringen Kosteneinsparungen bzw. zu kaum feststellbaren Leistungsverbesserungen. Bei rund 30% werden Krankenhausorganisation und -personal nicht oder nur unzureichend entlastet.

Pro Krankenhaus sind im Schnitt mehr als drei Funktionsbereiche bereits outgesourct. Am häufigsten sind die Wäscheversorgung (in 84% der befragten Krankenhäuser), die Reinigung und der Winterdienst an einen Partner ausgelagert. In Zukunft werden zunehmend auch medizinnahe Funktionen wie etwa Laborleistungen oder Sterilisation an einen Outsourcing-Partner übergeben.

Die mit Outsourcing verfolgten Zielsetzungen werden jedoch oftmals nicht erfüllt:

  • So kommt es bei fast 40% der Outsourcing-Fälle nur zu geringen Kosteneinsparungen bzw. kaum feststellbaren Leistungsverbesserungen.
  • Bei rund 30% ist die erwartete Entlastung der Organisation und des Personals nicht oder nur unzureichend eingetreten und in weiterer Folge auch nicht die von Outsourcing erhoffte verstärkte Konzentration auf Krankenhaus-Kernleistungen.
  • Weitere Problemstellungen aus Sicht der Krankenhäuser ergeben sich aus einem zu hohen Abstimmungsaufwand intern aber auch mit dem Outsourcing-Partner sowie aus einem zu geringen Einfluss auf die Leistungserstellung und -qualität.

- Rund 20% der Outsourcing-Vorhaben sind aus Sicht der Krankenhäuser irreversibel bzw. führen zu einer ausgeprägten Abhängigkeit vom Outsourcing-Partner.

Erhebliche Potenziale für Verbesserungen liegen in der Planung und auch in der begleitenden Kontrolle von Outsourcing-Vorhaben:

  • In nicht einmal 25% der Krankenhäuser gibt es Richtlinien für Vorbereitung, Entscheidungsfindung und Realisierung von Outsourcing-Vorhaben.
  • Bei einem Viertel der Outsourcing-Fälle war die Vorbereitung des notwendigen Controllings bzw. Monitorings aus Sicht der Krankenhäuser nicht ausreichend. Das operative Controlling während eines laufenden Outsourcings ist bei ca. 15% mangelhaft.

IBB rät den Krankenhäusern ihre Kernleistungen bzw. die auslagerbaren Funktionen grundsätzlich festzulegen und trägerintern einen strategischen Rahmen sowie Richtlinien für Outsourcing zu entwickeln. Es sind organisatorische Prozesse und Schnittstellen zu definieren, bevor Funktionen an einen Dritten ausgelagert werden. Für die Beurteilung des Erfolgs eines Outsourcing-Vorhabens sollten darüber hinaus standardisierte Verfahren und Methoden eingesetzt werden.

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