Raiffeisen NÖ-Wien trauert um Kaplan August Paterno

Bekannter Fernsehkaplan erlag heute seiner schweren Krankeit

Wien (OTS) - Kaplan August Paterno, den Österreichern als Fernsehkaplan bekannt, ist heute früh, wenige Wochen vor seinem 72. Geburtstag, an den Folgen einer langen, schweren Krankheit gestorben. Die Raiffeisen-Holding und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien trauern um den Verstorbenen, der Raiffeisen sehr eng verbunden war.

Der am 31. Juli 1935 in Dornbirn geborene August Paterno wurde nach der Matura und dem Studium der Theologie und Philosophie im Jahr 1966 zum römisch katholischen Priester geweiht. Paterno nützte sein enormes Kommunikationstalent und Einfühlungsvermögen Zeit seines Lebens, um die Botschaft der Kirche teilweise auch auf profane Weise möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. So arbeitete er bereits 1969 erstmals im ORF-Radio mit und war ab 1972 im ORF-Fernsehen in den populären Sendungen "Fragen des Christen" und "Christ in der Zeit" präsent. Radiohörern war August Paterno durch die Sendungen "Einfach zum Nachdenken", "Das Wort an die Kranken", "Glaubensgespräche" und "Ökumenische Morgenfeier" bestens vertraut, Jahrelang betreute Paterno auch die ORF-Teletext-Seite 728. Darüber hinaus entstanden unter Paterno Dokumentationen über Costa Rica, Syrien und verschiedene orientalische Kirchen in Israel und Palästina.

Paterno war zudem langjähriger Schriftleiter der Zeitschrift "Welt in Christus", von 1967 bis 1987 unterrichtete Paterno in der Handelsschule und in der Handelsakademie in Bregenz. Er war aber auch schriftstellerisch tätig, wie seine Werke "Aus der Traum", "Die Fastenspeisen der Pfarrersköchinnen, "Einfach zum Nachdenken" sowie weitere Bücher und Broschüren zeigen.

In seinem letzten Lebensabschnitt widmete sich Paterno intensiv der Arbeit mit und für Jugendliche vor allem aus den Staaten Ost- und Südeuropas. Seine "Universität der Gastfreundschaft" im "Europahaus Pulkau" im niederösterreichischen Weinviertel zog alljährlich zahlreiche junge Menschen aus ganz Europa an. Im Jahr 2000 revitalisierte Kaplan August Paterno den alten Schüttkasten des Pfarrhofes Pulkau. Die dort stattfindenden Jugendaustauschprogramme dienen dazu, in freundschaftlicher und friedlicher Atmosphäre die historischen, sozialen und religiösen Werte der verschiedenen Kulturen einander näher zu bringen. Den jungen Menschen wird vermittelt, dass Europa mehr als ein geographischer Begriff ist, dass dieses Europa auch auf gemeinsame geistige und ethische Werte aufbaut.

August Paterno war Träger des Ehrenkreuzes als Ritter vom Heiligen Grab, Archimandrit der griechisch orthodoxen Kirche Jerusalems, Präsident von Kivanis Europa-Wien I sowie Ehrenbürger der Gemeinde Pulkau.

Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Christian Konrad, der August Paterno seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden war: " Ich verliere mit ihm nicht nur einen wirklich engen Freund, die gesamte Raiffeisenfamilien verliert 'ihren Kaplan'. Er hat uns immer wieder wichtige Impulse gegeben, uns darauf hingewiesen, wo akut Hilfe notwendig ist. Er hat nie locker gelassen in seinem Werben um gegenseitiges Verständnis und Menschlichkeit. August Paterno hinterlässt eine große Lücke."

Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, trauert mit den Mitgliedern des Kuratoriums "Pulkauer Kreis", dem er vorsteht, um den Verstorbenen:
"Die jahrelange intensive Zusammenarbeit mit August Paterno beim Aufbau des Europahauses Pulkau hat uns noch enger zusammen geschweißt. Sein stetes Bemühen um die Jugend, seine innere Haltung und seine Disziplin bis zum Schluss ringen uns allen große Bewunderung ab. Mit seinem Tod verliere ich einen ganz besonderen Freund. Wir werden sein Lebenswerk in Pulkau in seinem Sinne auch in Zukunft fortführen."

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Dr. Michaela Stefan-Jandl, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Tel.: 01-21136-2419, michaela.stefan-jandl@rh.raiffeisen.at

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