• 10.07.2007, 10:02:00
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IHS-Studie: Streichung der Werbeabgabe schafft 650 neue Arbeitsplätze

Initiative Wirtschaftsmotor Werbung präsentiert neue IHS-Studie über "Einfluss der Werbeabgabe auf die Creative Industries"

Wien (OTS) - Die Initiative Wirtschaftsmotor Werbung, als
Plattform und Stimme aller relevanten Kräfte der Werbe-, Medien- und
Kommunikationswirtschaft, stellte am Dienstag, dem 10. Juli 2007, im
Café Landtmann eine neue IHS-Studie mit dem Titel "Einfluss der
Werbeabgabe auf die Creative Industries" vor. Mag. Max Palla,
Präsident der IAA Österreich, und KR Karl Javurek, Obmann Werbung
Wien, fassten die Hauptergebnisse der Studie im Rahmen der
Präsentation zusammen:

- "Die österreichische Form der Werbeabgabe ist im internationalen
Vergleich ein Unikum".

- "Ihre Abschaffung würde für die öffentliche Hand keine
signifikanten Einnahmenverluste bedeuten."

- "Die Abschaffung hätte einen positiven Beschäftigungseffekt mit
einem prognostizierten Zuwachs von rund 650 Arbeitsplätzen und würde
so der Weiterentwicklung der Creative Industries in Österreich
dienen."

Palla und Javurek sehen die Forderung der österreichischen
Kommunikations- und Werbewirtschaft nach einer Abschaffung der
Werbeabgabe bestätigt: "Ein Ende der Werbesteuer wird den
Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt beleben. Die Ergebnisse der
vorliegenden IHS-Studie untermauern das eindeutig. Sie ist ein
wichtiger Diskussionsbeitrag und wurde dem zuständigen Finanzminister
und dem Staatssekretär vergangene Woche übergeben."

Im Rahmen der von Dr. Ulrich Schuh, Abteilungsleiter Ökonomie &
Finanzwirtschaft IHS Wien, geleiteten Studie wird die Werbeabgabe
einer ökonomischen Analyse unterzogen und untersucht, welche
volkswirtschaftlichen Effekte von der Abschaffung der Werbeabgabe zu
erwarten sind. Die IHS-Wissenschafter kommen u. a. zu folgenden
Schlüssen:

- Neben Österreich gibt es nur wenige Länder, die vergleichbare
Abgaben auf Werbetätigkeit einheben. Was die Höhe der Besteuerung
betrifft, so ist diese in Österreich im internationalen Vergleich
relativ hoch.

- Die Einnahmen aus der Werbeabgabe entsprechen lediglich einem
Promille der gesamten Staatseinnahmen. Und auch auf Länder- und
Gemeindeebene übersteigen die Einnahmen nicht die Ein-Prozent-Marke
als Anteil am jeweiligen Gesamtbudget. Somit erfüllt die Werbeabgabe
weder die ihr nachgesagte Rolle als Einnahmequelle noch jene einer
Lenkungsabgabe.

- Angesichts des geringen Ertrags der Werbeabgabe stellt sich aus
Effizienzgründen die Frage nach den Einhebungskosten. Diese werden
auf rund zehn Millionen Euro geschätzt und könnten bei einer
Abschaffung der Abgabe unmittelbar eingespart werden.

- Ausgehend von theoretischen ökonomischen Modellen, empirischen
Befunden und vorliegendem Datenmaterial über die österreichische
Werbewirtschaft wurden die volkswirtschaftlichen Effekte der
Abschaffung der Werbeabgabe abgeschätzt. Demnach ist zu erwarten,
dass das Bruttoinlandsprodukt in etwa um die Einnahmenausfälle erhöht
wird. Berechungen zeigen, dass damit auch ein positiver
Beschäftigungseffekt von rund 650 zusätzlichen Arbeitsplätzen in
Österreich erzielt werden könnte.

- Die mit der Abschaffung der Abgabe zu erwartende Erhöhung der
Wertschöpfung würde zu einer entsprechenden Erhöhung der
Steuereinnahmen führen. Laut Studie würde dies für die öffentliche
Hand Mehreinnahmen von rund 37 Millionen Euro bedeuten. Demnach würde
sich die Abschaffung der Werbeabgabe zu einem Drittel selbst
finanzieren.

- Abschließend verweist die Studie auf die Umverteilungseffekte
innerhalb der Gebietskörperschaften, die mit einer Abschaffung der
Werbeabgabe verbunden wären. Unmittelbar betroffen wären die
derzeitig von den Einnahmen begünstigten Länder und Gemeinden, da die
zu erwartenden Mehreinnahmen aus erhöhter Wertschöpfung überwiegend
dem Bund zufließen würden. Deshalb erscheinen kompensierende
Maßnahmen in diese Richtung angebracht.

Initiative Wirtschaftsmotor Werbung

Die Initiative Wirtschaftsmotor Werbung wurde im Frühjahr 2007
gegründet und bietet allen gewichtigen Institutionen und Verbänden
der Werbe-, Medien- und Kommunikationswirtschaft eine Plattform für
ihre Interessen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, durch eine
Reihe von Aufklärungskampagnen, Wissens- und Informationstransfer,
Services für die Werbewirtschaft und konsequenten Lobbyismus zu
verhindern, dass die dynamische Werbebranche durch Bürokratie,
Werberestriktionen und praxisferne Verbote behindert wird. Die
Initiative spricht sich darüber hinaus explizit für eine Abschaffung
der Werbeabgabe aus, die seit dem Jahr 2000 bundeseinheitlich
eingehoben wird und deren Erträge hauptsächlich Ländern und Gemeinden
zufließen. Allein im Jahr 2006 wurden durch die Werbeabgabe Einnahmen
in der Höhe von 110 Millionen Euro erzielt.

An der Initiative beteiligen sich: VÖZ (Verband Österreichischer
Zeitungen), VRM (Verband der Regionalmedien), VÖP (Verband
Österreichischer Privatsender), ORF, IAA (International Advertising
Association) und der Fachverband Werbung und Marktkommunikation
(Fachgruppe Werbung Wien). Außerdem vertreten: DMVÖ (Direct Marketing
Verband Österreich), RMS (Radio Marketing Service), PRVA (Public
Relations Verband Austria), MAV (Österreichischer Verband der
Markenartikelindustrie), ÖMG (Österreichische Marketing
Gesellschaft), CCA (Creative Club Austria) und Out of home Austria.

Rückfragehinweis:
IAA-Presse
Mag. (FH) Barbara Marchhart
(01) 87878 - DW 12468
http://www.iaa-austria.at

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