Energieeffiziente Gebäude JETZT! - BILD/ANHANG

Aktuelle Bauordnungsharmonisierung: Absicherung von Energie, Klima und sozialem Wohlstand in Österreich.

Wien (OTS) - "Angesichts des aktuellen Berichts des Umweltbundesamtes, UBA, nachdem Österreich das Klimaschutzziel heute um 36 Prozent verfehlt, muss die Chance der Bauordnungsharmonisierung genutzt werden, um zukunftswirksame Energiegrenzwerte im Gebäudebereich ein zu führen", fordert Günter Lang, Geschäftsführer der IG Passivhaus Österreich. In die gleich Kerbe schlägt Franz Roland Jany, Geschäftsführer der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie, GDI: "Jetzt ist der Tag der Wahrheit! Jetzt können die verantwortlichen Politiker in den Bundesländern beweisen, dass sie es mit dem Klimaschutz und Energiesicherung in Österreich zum Wohle ihrer Bürger ernst meinen. Besser in Gebäude investieren als resignieren und unnötige Strafzahlungen ans Ausland zu zahlen."

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 9. Juli im Cafe Landtmann in Wien, präsentierten IG Passivhaus Österreich und GDI mit Unterstützung von Wirtschaftsverbänden und NGO’s konkrete Vorschläge zur aktuellen Novellierung der Bauordnungen und Wohnbauförderungen. Ziel dieser Initiative ist eine sozial- und klimagerechte, sowie energieeffiziente Zukunft Österreichs im Gebäudebereich zu erreichen und ab zu sichern. "Das Positionspapier "Energieeffiziente Gebäude JETZT!" zeigt einen ambitionierten und mutigen, aber gangbaren Lösungsansatz für die Politiker in den Bundesländern", erklärt Günter Lang.

"Motivation zu diesem Positionspapier sind die gesellschaftlich-soziale, klimapolitische und wirtschaftliche Verantwortung die wir alle tragen. Dies sind wir unseren Mitbürgern, der Wirtschaft und der Umwelt / Klima, aber auch der energiepolitischen Absicherung schuldig. Konkret heißt dies, den Bewohnern moderne und behagliche Gebäude mit geringen (oder keinen) Heizkosten an zu bieten, Menschen mit geringem Einkommen leistbares Wohnen zu ermöglichen und der Gesellschaft zusätzliche Kaufkraft zu verschaffen", betonen die beiden Autoren unisono.

"Erster Schritt: Runter mit den Energieverbrauchswerten bei Gebäuden und rein mit Erneuerbarer Energie. Ziel ist 2020 ein Emissionsfreier Gebäudebereich", zeigt Franz Roland Jany den Weg über Kioto hinaus. "Gerade in Zeiten der Hochkonjunktur können wir den Baubereich weiter modernisieren, die Bauproduktion erhöhen und noch dazu volkswirtschaftliche Effekte lukrieren, wie in keinem andern Bereich: Mehr qualifizierte Jobs, verbesserte Kaufkraft, weniger CO2 Emissionen und einen Beitrag zur Energiesicherung."

Dazu Bau-Bundesinnungsmeister Lahofer: "Durch moderne, energiesparende Bauweisen kann die Bauwirtschaft helfen, bis zu neunzig Prozent Energie und Kosten bei Gebäuden einzusparen." Darüber hinaus könne die Technologieführerschaft Österreichs im Energieeffizienzbereich und beim Passivhaus weiter abgesichert und exportiert werden, sind sich die Verfasser des Positionspapiers einig.

"Auch die Bundesinnung Holzbau unterstützt alle Aktivitäten gegen den Klimawandel, insbesondere die Errichtung von Niedrigenergie- und Passivhäusern und hat mit dem Baustoff Holz, der CO2 speichert und den geringsten Energieeinsatz von allen Baustoffen bei der Produktion erfordert, die ökologische Antwort", unterstreicht Holzbau Bundesinnungsmeister Rothböck die Wichtigkeit der Initiative.

"Mit der Harmonisierung der Richtlinie 6 ist derzeit viel Bewegung in die Novellierung von Bauordnungen und Wohnbauförderungen gekommen. Die energie-, klimarelevante und auch sozial nachhaltige Ausrichtung dieser Novellierungen wird in den Bundesländern jedoch sehr unterschiedlich diskutiert", kommentieren Lang und Jany die aktuelle Situation. Und weiter:

"JETZT gibt es die Chance, die Klimaziele der Bundesländer in die Tat um zu setzen.
JETZT können die Länder aktive Energie- und Klimapolitik in der Bauordnung festschreiben.
JETZT können hochwertige Baustandards der Wirtschaft und den Bürgern Gewinn bringen."

Die 31 unterstützenden Wirtschaftsverbände und NGO’s fordern daher mit diesem Positionspapier "Energieeffiziente Gebäude JETZT! Sichern von Energie, Klima und sozialem Wohlstand" konkrete und engagierte Schritte im Neubau, in der Altbausanierung, sowohl im Wohnbau wie im Nicht-Wohnbau.

"Damit Österreich nicht nur wieder Umweltmusterland wird, sondern seiner Bevölkerung eine sichere Energieversorgung für die Zukunft gewährleistet. Dass die Bewohner und Nutzer damit eine finanzielle Absicherung und Steigerung des Komforts genießen und gleichzeitig die Österreichische Wirtschaft davon profitiert. Das ist nicht nur eine einzigartige Chance, sondern auch eine einzigartige Win-Win-Win Situation" ergänzen die Autoren Lang und Jany die Presseinformation.

Bundesregierung muss Klimaschutz unterstützen

"Im Rahmen der Regierungsklausur sollte das Thema Klimaschutz ebenfalls zielgerichtet thematisiert werden", fordert Jany ergänzende Bundesmaßnahmen. "Wir empfehlen steuerliche Erleichterungen bei Thermischen Sanierungen im Einfamilienhaus- und Eigentumswohnungs-Bereich. Eine Investitionsprämie für großvolumige Wohnbauten, sowie Unterstützung im Bereich Wohnrecht für Thermische Sanierungen. Ebenso sollten die Bausparkassen staatliche Annuitäten-Zuschüsse für Thermische Sanierungen erhalten. Nur ein akkordiertes Vorgehen auf klimapolitischer Ebene wird zum gewünschten Klimaschutzziel führen", schließen Jany und Lang die Aussendung. Rückfragehinweise:

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Rückfragen & Kontakt:

IG Passivhaus Österreich GDI - Gemeinschaft Dämmstoff Industrie
Ing. Günter Lang Mag. Franz Roland Jany
Tel.: 0650-900 20 40 Tel.: 0676-42 600 44
office@igpassivhaus.at gdi@gdi.at

Bundesinnung Bau (WKÖ)
Senator h.c. Techn.Rat
Ing. J. Lahofer
Tel.: 01-718 37 37-10
lahofer@bau.or.at

Bundesinnung Holzbau (WKÖ)

Komm.Rat. Richard Rothböck
Tel.: 0662 -82 91 92
richard.rothboeck@rothboeck.at

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