Neugestaltung Augustinplatz: Mehr Platz, mehr Licht, mehr Qualität - mehr Beteiligung

Bezirksvorsteher Blimlinger: Die agenda wien sieben erlebt im Sommer 2007 die Umsetzung des bisher größten Agenda-Projektes im öffentlichen Raum in Neubau

Wien (OTS) - Wenn am Montag, den 10. Juli 2007, die Bauarbeiten
rund um den Augustinplatz im 7. Bezirk beginnen, startet die Umsetzung des gegenwärtig größten Projekts der Lokalen Agenda 21 im öffentlichen Raum in Wien. Das Augustinplatzl - derzeit ein kaum als Platz wahrgenommener, vom Autoverkehr stark beeinträchtigter Zwickel zwischen Neustift- und Kellermann- bzw. Kirchengasse - wird komplett umgestaltet.

"Ein urbaner, barrierefreier und transparenter Platz soll der Augustinplatz nach der gemeinsam mit den BürgerInnen geplanten Umgestaltung werden. Die Neugestaltung wird viel dazu beitragen, das Verweilen am Platz wieder attraktiver zu machen, bringt Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr, RadfahrerInnen und FußgängerInnen und gibt dem Platz erstmals einen eigenständigen Charakter" erklärt Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger.

Das Erscheinungsbild des Platzes wird geprägt durch die neue Oberfläche, die durchzogen wird von regelmäßig angeordneten Granitstreifen. Neue Bäume und Sitzplateaus sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, aber vor allem die deutliche Vergrößerung des Freifläche verändern den Platz. Dazu der Neubauer Bezirksvorsteher: "Dass gerade in der stark vom motorisierten Verkehr belasteten Neustiftgasse durch die Schließung der Nebenfahrbahn am Augustinplatzl mehr Platz für die Menschen gewonnen werden konnte, freut mich besonders. Die deutliche Vergrößerung des Platzes, die Betonung seines städtischen Charakters mit der Möglichkeit zur Mehrfachnutzung tragen zur Umverteilung des öffentlichen Raums zugunsten von mehr Lebensqualität bei". Das Spannungsfeld zwischen geschichtsträchtigem Platz und urbaner Umgebung wird thematisiert und genutzt; so zeichnet die Oberflächengestaltung z. B. auch den ehemaligen Verlauf des Ottakringer Baches nach.

Im Rahmen des Bürgerbeiteiligungsprozesses "agenda wien sieben" arbeitete seit 2003 eine Projektgruppe am Projekt "Augustinplatz neu". Robert Lechner von der agenda wien sieben: "In unzähligen Projektgruppentreffen wurde mit BürgerInnen ein detaillierter Anforderungskatalog für den Augustinplatz erarbeitet. Eine außergewöhnlich große Anzahl an Menschen hat sich in der einen oder anderen Form am Augustinplatz beteiligt. Von der ersten Idee bis hin zur Detailplanung gemeinsam mit DI Ursula Kose (Büro koselicka) gab es viele Diskussionsrunden, Projektgruppentreffen und ein großes AnrainerInnenforum, aber auch unkonventionelle Zugänge zur Planung wie das Projekt ‚Geschichten mit Geschichte’ - Kulturgeschichte Augustinplatz. Insgesamt wurden so mehr als 200 AnrainerInnen in den Planungsprozess einbezogen." Das Projekt ist aber auch beispielgebend für die enge Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und der Verwaltung:
"Ohne die Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, der Planerin Ursula Kose und den MitarbeiterInnen der Stadt Wien wäre dieses gelungene Beispiel für die Aufwertung des öffentlichen Raums in Wien Neubau nicht möglich gewesen. Dieses Beispiel wird auch an anderen Orten im Bezirk Schule machen!" bedankt sich Robert Lechner bei der Stadtverwaltung.

Umsetzung ab 10. Juli 2007

Die Bauarbeiten beginnen mit der Sanierung des Straßenraumes im Sommer, die tatsächliche Umgestaltung des Platzes wird schwerpunktmäßig auf den Herbst konzentriert sein. Der Abschluss der Bauarbeiten und die Eröffnung des Augustinplatzes neu sind für Spätherbst 2007 vorgesehen.

"Mein herzlicher Dank geht an alle NeubauerInnen, die sich in vielen Stunden an der Gestaltung Ihres Grätzels beteiligt haben. Gerade in der Bezirkspolitik ist ein Prozess wie die agenda wien sieben Motor und Kommunikationsstruktur. Agenda bringt sehr viele unterschiedlichen Blickwinkel zusammen, wie es die konventionelle Planung alleine oft gar nicht schaffen könnte. Planung unter BürgerInnenbeteiligung dauert vielleicht manchmal etwas länger, da die Aushandlungsprozesse vielfältiger sind. Was jedoch zählt:
Beteiligung wirkt und bewirkt viel," so Bezirksvorsteher Blimlinger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bezirksvorstehung Neubau
Leonore Gewessler
1070 Wien, Hermanngasse 24-26
Tel. 01/4000-07114

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002