• 04.07.2007, 14:24:15
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Schenner: Tourismus braucht Arbeitsmarktöffnung spätestens 2009

Bundessparten-Obmann: "Schleusen dicht für den Tourismus wird nicht akzeptiert" - Über 14.500 Lehrlinge werden derzeit ausgebildet

Wien (PWK497) - Mit Erstaunen reagierte der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, auf die
heutige Meldung des Kurier, wonach Sozialminister Erwin Buchinger und
sein Bruder Herbert, Chef des Arbeitsmarktservices (AMS), ein Konzept
entwickelt haben, zwar wie geplant die Schleusen für osteuropäische
Arbeitskräfte bereits 2009 zu öffnen, wobei diese aber für
Hilfskräfte in der Bauwirtschaft und im Tourismus bis 2011
geschlossen bleiben sollen.

"Wichtig sind mir dabei 3 Punkte!", fasst der Sprecher des
österreichischen Tourismus, Hans Schenner, zusammen:

1) "Zur Klarstellung: Wir haben jetzt und in der Zukunft enormen
Bedarf an Arbeitskräften. Sowohl bei Facharbeitern (Köche,
Restaurantleiter, etc.) als auch bei Hilfskräften (Küchenhilfen,
Zimmerpersonal, etc.). Deshalb brauchen wir - wie geplant - eine
generelle Öffnung des Arbeitsmarktes 2009 und zwar unabhängig von der
Qualifikation der Arbeitnehmer. Nur so können wir sicherstellen, dass
Österreich weiterhin Tourismus-Weltmeister bleibt."

2) "Faktum ist: Wir wissen aus einer von uns beauftragten
WIFO-Studie, dass bei den arbeitslosen ungelernten Arbeitskräften
regional nur 10-20% vermittelbar sind. Es geht also nicht darum, dass
uns Arbeitskräfte aus den neuen EU Ländern lieber wären, sondern es
geht einfach und allein darum, dass wir diese brauchen!
Buchinger&Buchinger sollen das in ihren Konzepten nicht vergessen und
bitte die Fakten nicht leugnen."

3) "Wir qualifizieren in unseren Mitgliedsbetrieben dzt. über
14.500 Lehrlinge, das sind 12.2% aller Lehrlinge in Österreich. Und
diese Zahl steigt stetig an. Wir machen unsere Hausaufgaben! Aber
dafür erwarten wir uns auch die Unterstützung des Sozialministers und
des AMS, wenn wir sie brauchen."

"Es ist nicht einzusehen, warum gerade der Tourismus - der eine
wesentliche Säule der österreichischen Wirtschaft darstellt - hier
benachteiligt werden soll. Ist das der Dank dafür, dass wir unsere
Arbeitsplätze nicht bis nach China auslagern?", fordert Schenner
abschließend eine Gleichbehandlung mit den anderen Branchen. (RH)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Mag. Bernhard Gerstberger
   Tel.: (++43) 0590 900-3411
   mailto:bernhard.gerstberger@wko.at
   http://wko.at/bstf

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