Schenner: Tourismus braucht Arbeitsmarktöffnung spätestens 2009

Bundessparten-Obmann: "Schleusen dicht für den Tourismus wird nicht akzeptiert" - Über 14.500 Lehrlinge werden derzeit ausgebildet

Wien (PWK497) - Mit Erstaunen reagierte der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, auf die heutige Meldung des Kurier, wonach Sozialminister Erwin Buchinger und sein Bruder Herbert, Chef des Arbeitsmarktservices (AMS), ein Konzept entwickelt haben, zwar wie geplant die Schleusen für osteuropäische Arbeitskräfte bereits 2009 zu öffnen, wobei diese aber für Hilfskräfte in der Bauwirtschaft und im Tourismus bis 2011 geschlossen bleiben sollen.

"Wichtig sind mir dabei 3 Punkte!", fasst der Sprecher des österreichischen Tourismus, Hans Schenner, zusammen:

1) "Zur Klarstellung: Wir haben jetzt und in der Zukunft enormen Bedarf an Arbeitskräften. Sowohl bei Facharbeitern (Köche, Restaurantleiter, etc.) als auch bei Hilfskräften (Küchenhilfen, Zimmerpersonal, etc.). Deshalb brauchen wir - wie geplant - eine generelle Öffnung des Arbeitsmarktes 2009 und zwar unabhängig von der Qualifikation der Arbeitnehmer. Nur so können wir sicherstellen, dass Österreich weiterhin Tourismus-Weltmeister bleibt."

2) "Faktum ist: Wir wissen aus einer von uns beauftragten WIFO-Studie, dass bei den arbeitslosen ungelernten Arbeitskräften regional nur 10-20% vermittelbar sind. Es geht also nicht darum, dass uns Arbeitskräfte aus den neuen EU Ländern lieber wären, sondern es geht einfach und allein darum, dass wir diese brauchen! Buchinger&Buchinger sollen das in ihren Konzepten nicht vergessen und bitte die Fakten nicht leugnen."

3) "Wir qualifizieren in unseren Mitgliedsbetrieben dzt. über 14.500 Lehrlinge, das sind 12.2% aller Lehrlinge in Österreich. Und diese Zahl steigt stetig an. Wir machen unsere Hausaufgaben! Aber dafür erwarten wir uns auch die Unterstützung des Sozialministers und des AMS, wenn wir sie brauchen."

"Es ist nicht einzusehen, warum gerade der Tourismus - der eine wesentliche Säule der österreichischen Wirtschaft darstellt - hier benachteiligt werden soll. Ist das der Dank dafür, dass wir unsere Arbeitsplätze nicht bis nach China auslagern?", fordert Schenner abschließend eine Gleichbehandlung mit den anderen Branchen. (RH)

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