- 03.07.2007, 12:02:56
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Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!
Wien (OTS) - Genau vor einer Woche, am Dienstag den 26. Juni 2007
um ca. 12.30 Uhr wurde eine Frau vor den Augen vieler Menschen von
einem Mann und einer Frau brutal zusammengeschlagen und schwer
verletzt. Dieser Gewaltakt fand auf dem Zebrastreifen der Johnstraße
statt. Nach dem Empfinden des Opfers ist es nicht auszuschließen,
dass das Motiv ein rassistisch motiviert ist.
Am 26.07.2007, um die Mittagszeit hat die in der Türkei geborene
Saray S. (66) gerade ihre Bankgeschäfte erledigt. Ihre Tochter
Elisabeth S. (33) hat sie dabei begleitet. Als die beiden die Strasse
überqueren, wird Saray S. - obwohl keinerlei Gedränge auf dem
Zebrastreifen herrscht - von einem ihr unbekannten Mann heftig und
absichtlich angerempelt.
Saray S. weiß, dass es sich um keinen Zufall handelt und fragt den
Mann, warum er sich ihr gegenüber so verhält. Daraufhin wird sie von
ihm wüst beschimpft. Saray und Elisabeth S. wissen, dass eine
Auseinandersetzung mit dem aggressiv und absichtlich handelnden Mann,
keinen Sinn hat. Sie wenden sich von dem Mann ab, der mit einer Frau
unterwegs ist und zwei Rottweiler mit sich führt.
Elisabeth S. begleitet ihre Mutter noch ein Stück des Weges und
will sich dann auf den Weg nach Hause machen. Da bemerkt sie, dass
der Mann und die Frau ihr gefolgt sind und auf der anderen Seite der
Strasse auf sie warten. Als sie in Sprechweite ist, sagt der Mann zu
ihr: "So schnell sieht man sich wieder". Elisabeth S. fragt den Mann
warum er eine alte Frau anrempelt. Darauf sagt er: "Wenn ihr nicht
gehen könnt, dann geht nach Hause", darauf spuckt er sie an und stößt
sie mit beiden Händen. Nachdem sich Elisabeth S. gegen den nächsten
Stoß zu wehren versucht, nimmt die Frau des Mannes das
Kunststoffgehäuse ihrer aufrollbaren Hundeleine und schlägt ihr damit
mehrmals gezielt auf den Hinterkopf. Aus der klaffenden Wunde, die
Elisabeth S. erleidet und die bis zum Schädelknochen reicht, strömt
das Blut, sie ist benommen, nach einem weiteren Schlag auf ihre
Schläfe sinkt sie auf den Boden.
Wir sind zutiefst betroffen und sehen es sehr gefährlich mit
welchen Hassgefühlen Menschen geladen sind. Unsere Besorgnis ist,
dass solche Gewaltakte immer mehr zunehmen.
Alle Menschen müssen es sich zur Aufgabe machen, gegen Gewalttäter
Stellung zu beziehen. Wir dürfen Gewalttaten, vor allem der
sexistischen und rassistischen Art nicht zusehen. Wir alle müssen
zwischen unseren Beobachtungen und uns selber eine Beziehung
herstellen und unser Ängste und Gleichgültigkeit überwinden. Die
Komplizenschaft mit Gewalt ist eine Frage von der wir uns nicht
freisprechen können.
Wir protestieren gegen diesen Gewaltakt. Wir verurteilen auch die Passanten, die leider keine Zivilcourage zeigten. Wir erwarten, dass die Täter sobald wie möglich vor Gericht gestellt werden. Wir rufen die Augenzeugen auf, sich bei den zuständigen Behörden zu melden. Sie haben das Recht sich einzumischen! Sie haben die Pflicht sich einzumischen! Sie haben die Freiheit sich einzumischen! Sie müssen ihren Mut aufbringen und Zivilcourage zeigen!
Im Namen der Föderation ATIGF, Hr. Nadir Aykut
A-1100 Wien, Wielandgasse 2-4
Rückfragehinweis:
Herr Nadir AYKUT
Tel.: 06991 104 11 57
mailto:[email protected]
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