- 29.06.2007, 14:30:38
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SP-Haider zur Energie AG: Wer Atomstromgiganten im Haus hat, wird sie nicht mehr los
Kein Börsegang der Energie AG, denn Schwarz-Grün kann Einstieg der Atomkonzerne nicht verhindern
Linz (OTS) - Die Entwicklung jener Landesenergieversorger, an
denen bereits ausländische Atomstromerzeuger beteiligt sind,
bestätigt die SP in OÖ einmal mehr in ihrer klaren Ablehnung des
Börsegangs der Energie AG OÖ.
"Ein Blick nach Niederösterreich und in die Steiermark beweist es.
Wer wegen der Privatisierungsentscheidungen der VP-Landeshauptleute
in den letzten Jahren Atomkonzerne ins Haus gelassen hat, wird ihren
Einfluss und ihr Streben nach einem größeren Anteil am
Energieunternehmen nicht mehr los. Daher lehnt die SP OÖ den von
Schwarz - Grün angestrebten Börsegang der Energie AG auch so vehement
ab. Denn Schwarz - Grün hat bereits bestätigt, an der Börse den Kauf
von Anteilen durch Atomkonzerne nicht verhindern zu können. So hat
auch der Atomkonzern EON sein Interesse an Anteilen angemeldet. Oder
Pühringer und Anschober wollen diesen Atomstromweg Niederösterreichs
und der Steiermark auch gehen, dann sollen sie es auch offen sagen",
erklärte heute Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, zu den jüngsten
Entwicklungen bei österreichischen Energieunternehmen.
So habe die EnBW bereits jetzt 35 % der Anteile an der
niederösterreichischen EVN und damit einen sehr großen Einfluss dort.
Auch bei diesem Börsegang eines Landesversorgers habe es vor Jahren
am Anfang geheißen, man wolle eine breite Streuung der Anteile und
möglichst inländische Anleger zu Absicherung. Durch die Finanzkraft
internationaler Atomgiganten sei es aber völlig unmöglich, hier mit
zu halten. Auch die Entwicklung in der Steiermark zeige, dass die
schwarze - grünen Pläne in OÖ an der Börse zum Scheitern verurteilt
seien. Der unter der damaligen VP-Landeshauptfrau vorgenommene
Teilverkauf der ESTAG habe nun zur Folge, dass auch hier der
beteiligte Atomkonzern EDF immer größere Stücke vom Kuchen kaufen
wolle, ergänzte Haider.
"Was bleibt ist die Erkenntnis: Wer Atomkonzerne ins Haus lässt, wird
sie nicht mehr los. Wir wollen in OÖ keine Beteiligung eines
Atomkonzerns bei der Energie AG. Daher werden wir mit unserer
Bürgerbefragung gegen den Börsegang der Energie AG, diese Gefahren
für Oberösterreich und seine Menschen abwehren", ist Erich Haider
überzeugt.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Silvia Reisinger
Tel.: (0732) 772611-35
mailto:silvia.reisinger@spoe.at
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