• 26.06.2007, 09:27:21
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Holocaust Studies Tagung: "Arbeit und Vernichtung "

Renommierte Nationalsozialismus- und HolocaustforscherInnen auf Einladung der AK Wien und des VWI vom 27. bis 29. Juni 2007 zu Gast in Wien

Wien (OTS) - Vom 27. bis 29. Juni 2007 veranstaltet die Kammer für
Arbeiter und Angestellte für Wien (AK Wien) gemeinsam mit dem im
Gründungsprozess befindlichen Wiener Wiesenthal Institut für
Holocaust-Studien (VWI) eine internationale Tagung zum Thema "Arbeit
und Vernichtung". Die Veranstaltung steht unter dem Ehrenschutz von
Bundespräsident Heinz Fischer und wird durch Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer eröffnet. Sie findet in enger Kooperation mit zwei
Trägerorganisationen des Wiener Wiesenthal Instituts - dem Institut
für Zeitgeschichte der Universität Wien und der Israelitischen
Kultusgemeinde Wien - statt, die auch für das inhaltliche Konzept
verantwortlich zeichnen.
In der öffentlichen Debatte war das Thema NS-Zwangsarbeit in den
letzten Jahren eng mit der Frage der Entschädigung von Überlebenden
jener rund 10 Millionen ausländischer Staatsangehöriger verbunden,
die ins Deutsche Reich zur Zwangsarbeit verschleppt worden waren.
Demgegenüber legt die Tagung ihren Fokus verstärkt auf die
Verschränkung von ökonomischer Ausbeutung und rassistisch motivierter
Massenvernichtung im Nationalsozialismus, die sich vor allem gegen
Juden, Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, aber zum Teil
auch gegen politische Gegner und als "Asoziale" und "Kriminelle"
stigmatisierte Personengruppen gerichtet hat. Im Mittelpunkt stehen
Themen wie die "Vernichtung durch Arbeit", die Vernichtung so
genannten "arbeitsunfähigen" und "lebensunwerten" Lebens, die
"Vernichtung als Arbeit" und die Hoffnung der Opfer auf "Rettung
durch Arbeit".
An die 20 renommierte in- und ausländische ExpertInnen zum Thema
Nationalsozialismus und Holocaust werden in den drei Tagen neueste
Erkenntnisse der Forschung präsentieren und diskutieren, wobei es ein
besonderes Anliegen der Veranstalter ist, ein möglichst breites
Publikum anzusprechen. Für die englischsprachigen Vorträge wird eine
Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten.
Veranstaltungsort ist das AK-Bildungszentrum im 4. Wiener
Gemeindebezirk, Theresianumgasse 16-18, wo sich eines der beiden von
den NS-Behörden "arisierten" Rotschild-Palais befand. In einer
anlässlich der Tagung neu aufgelegten Broschüre informiert die AK
Wien darüber, dass in den Palais wichtige Teile des Logistik- und
Organisationsapparates des nationalsozialistischen Terrors
untergebracht waren.
Wer an der Tagung nicht vor Ort teilnehmen kann, hat die Möglichkeit,
ins Internet auszuweichen: Auf http://www.vwi.ac.at - der Website des
Wiener Wiesenthal Instituts - wird die Veranstaltung live übertragen,
die einzelnen Beiträge und Diskussionen werden auf Dauer im
Videoarchiv der Website zur Verfügung gestellt.

Tagungsprogramm und weitere Informationen:
http://www.vwi.ac.at

Rückfragehinweis:
Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz (Institut für Zeitgeschichte der
Universität Wien), Tel.: +43-1-4277-41213.
Dr. Ingo Zechner (Israelitische Kultusgemeinde Wien), Tel.: +43-1-531
04-201.
Peter Mitterhuber (AK Wien), Tel.: +43-1-501 65-2347.

Rückfragehinweis:
Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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