ÖSTERREICH: Ex-Finanzminister Androsch gegen Vermögenssteuer

"Wenn man will, dass sich die Wirtschaftssituation verschlechtert, dann ist es eine gute Idee."

Wien (OTS) - Der ehemalige rote Finanzminister und Industrielle Hannes Androsch erteilt der Vermögenssteuer im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe) eine klare Absage: "Die Vermögenssteuer ist eine Zusatz-Einkommenssteuer. Wenn man will, dass sich die Wirtschaftssituation verschlechtert, dann ist es eine gute Idee."

Gusenbauers Argument, dass Österreich im OECD-Vergleich an vorletzter Stelle bei Vermögens-Besteuerungen liege, wehrt Androsch gegenüber ÖSTERREICH ab: "Die OECD sieht aber auch, dass wir jetzt schon einer der höchsten Steuerbelastungen Europas haben. Eine Vermögenssteuer würde nur noch mehr Belastungen bedeuten."
Laut OECD-Statistik würden bei manchen Ländern die Einnahmen aus Vermögenssteuern vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen. Daher könnten es sich diese leisten, "viel geringerer Steuern auf Arbeit zu haben", so Gusenbauer. Für Androsch ist das "ein heller Wahnsinn: Das würde Investitionen nahezu unmöglich machen."

Dass die Reichen zur Kasse für das Allgemeinwohl gebeten werden, klingt für den Ex-Finanzminister nach einem "populistischen Argument": "Dann würden sich die Reichen zurückziehen und es käme unter dem Strich plus Null heraus", berichtet ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe).

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