- 21.06.2007, 14:00:42
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Kammersängerin Sigrid Martikke und Kammerschauspielerin Marianne nentwich erhalten Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Kunst I. Klasse
Auszeichnung für künstlerisches Lebenswerk
Wien (OTS) - Kammersängerin Sigrid Martikke und
Kammerschauspielerin Marianne Nentwich erhalten morgen von
Kunstministerin Claudia Schmied für ihr künstlerisches Lebenswerk
Österreichische Ehrenkreuze für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
überreicht. Der Festakt findet im Festsaal des Palais Pallavicini
statt. Die Laudationes halten Dir. Rudolf Berger und Dir. a. D. Prof.
Dr. Heinrich Kraus.
Sigrid Martikke debütierte 1969 als Gräfin Mariza an der Wiener
Volksoper und wirkte von 1973 bis 1996 als festes Ensemblemitglied
am Währinger Gürtel. 1982 wurde ihr der Titel "Kammersängerin"
verliehen, 1996 wurde sie zum Ehrenmitglied der Volksoper Wien
ernannt. 2006 beging die Künstlerin im Anschluss an eine
"Boccacio"-Vorstellung ihr 50jähriges Bühnenjubiläum und bestritt an
diesem Abend ihre 1301. Vorstellung.
Sigrid Martikke trat in allen großen Opern- und Operettenpartien
ihres Fachs auf: als Gräfin (Die Hochzeit des Figaro), Pamina (Die
Zauberflöte), Giulietta (Hoffmanns Erzählungen), Marie (Die Verkaufte
Braut) oder Frau Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor). Im
Operettenfach verkörperte sie nahezu alle Diven-Partien, wie
Rosalinde (Fledermaus), Saffi (Der Zigeunerbaron), Gabriele (Wiener
Blut), Marguérite (Opernball), Hanna Glawari (Die lustige Witwe),
Angèle (Graf von Luxemburg), Lisa (Land des Lächelns), Sylvia
(Csárdásfürstin) oder "Madame Pompadour". Aber auch Opern wie
"Kleider machen Leute" von Marcel Rubin, die österreichische
Erstaufführung von "Ein preußisches Märchen" (1978) von Boris Blacher
sowie "Albert Herring" und "Bettleroper" von Benjamin Britten zählten
zu ihrem Repertoire. Gastspiele führten sie an namhafte europäische
Opernhäuser, als Hanna Glawari gastierte sie in Großbritannien,
Frankreich, Schweiz Italien, Holland, Belgien, Skandinavien, Israel
und Japan.
Kammerschauspielerin Marianne Nentwich wurde in Wien geboren. Nach
der Matura arbeitete sie vier Jahre beim Österreichischen Rundfunk,
u.a. auch als Fernsehsprecherin. Nebenbei studierte sie am
Prayner-Konservatorium und legte dort die Reifeprüfung im Fach
Schauspiel ab. Unmittelbar nach Abschluss des Studiums wurde sie 1964
von Direktor Franz Stoß an das Theater in der Josefstadt engagiert,
dem sie seither ohne Unterbrechung angehört. Marianne Nentwich ist
eine zentrale Schauspielerin des Hauses, die viele unvergessliche
künstlerische Akzente gesetzt hat. Seit vielen Jahren ist sie auch
Mitglied des künstlerischen Betriebsrates. Theatergastspiele führten
sie an das Berliner Schiller-Theater, zu den Sommer-Festspielen in
Hannover, Salzburg und Reichenau. Nentwich wirkte in vielen Film- und
Fernsehproduktionen mit, wie Liebelei (1969), Fräulein Else (1974),
Der junge Freud (1976), Wiener Kongress (1978), Kottan ermittelt
(1978) , Der Bockerer (1980, 1996, 1999, 2003), Serien oder den
Fernsehkrimi-Reihen "Tatort" und "Der Alte".
Anlässlich der 200-Jahr-Feier des Theaters in der Josefstadt wurde
Marianne Nentwich 1988 der Berufstitel "Kammerschauspielerin"
verliehen. Anlässlich ihrer 40jährigen Zugehörigkeit zum Haus, an dem
sie bei über hundert Premieren in Hauptrollen mitwirkte, wurde sie
von Direktor Helmuth Lohner zum Ehrenmitglied ernannt. 1976 wurde
Marianne Nentwich mit dem "Goldenen Rathausmann" ausgezeichnet, 2003
erhielt sie das "Goldene Verdienstzeichen für Verdienste um das Land
Wien".
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Öffentlichkeitsarbeit/cb
Tel.: (++43-1) 53 120-5153
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