• 18.06.2007, 13:21:35
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FEEI: Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) hat erfolgreiches Jahr 2006 hinter sich

Produktion und Exporte wachsen zweistellig / EEI fordert sachliche Umweltpolitik und mehr Engagement im Bereich Energieeffizienz

Die aktuelle Lage der Elektro- und Elektronikindustrie, das neue KV-Modell sowie das Thema Energieeffizienz waren die inhaltlichen Schwerpunkte der Jahrespressekonferenz der Elektro- und Elektronikindustrie mit Albert Hochleitner (Obmann des FEEI) im Bild li. und Lothar Roitner (Geschäftsführer des FEEI) im Bild re.
http://www.pressefotos.at/album/1/53/200706/20070618_k/

Wien (OTS) - Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie
profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 von der allgemein
positiven Konjunkturentwicklung. Die abgesetzte Produktion belief
sich auf 11,4 Mrd. Euro, das ist ein nominelles Plus von 12,7%.
Starker Impulsgeber für das Wachstum waren erneut die Exporte, die
gemessen am Umsatz um 17,1% ausgeweitet werden konnten. Durch die
steigende Nachfrage am Investitionsgütersektor ist der Inlandsmarkt
um 7,7% gewachsen. Die hohe Kapazitätsauslastung spiegelt sich auch
bei den Beschäftigten wider. Erstmals konnte die Branche wieder
deutliche Zuwächse verbuchen, rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze
wurden geschaffen. Gegen Ende des Jahres betrug der
Beschäftigtenstand 59.794 Personen, das bedeutet ein Plus gegenüber
dem Vorjahreszeitraum von 5,7%. "Wir sind über die positive
Entwicklung sehr erfreut. Fast alle Sparten konnten Zuwächse
verzeichnen. Die Branche hat erfolgreich gekämpft, um an das
Produktionsniveau von 2000 anschließen zu können und wir sind
zuversichtlich, dass es auch in Zukunft weiter bergauf gehen wird",
zog FEEI-Obmann Albert Hochleitner anlässlich der Präsentation der
Jahresergebnisse 2006 zufrieden Bilanz. Trotz der jetzt erfreulichen
Entwicklung gab Hochleitner zu bedenken, dass man auch realistisch
bleiben müsse. Auch in Zukunft hänge der Branchenerfolg wesentlich
davon ab, mit welchen Rahmenbedingungen die EEI, deren Erfolg zu 70%
vom Export ab abhängig ist, konfrontiert ist.

Flexibilisierung der Entgeltgestaltung - neues Modell stellt Weichen
für die Zukunft

Neben der Forcierung klassischer Standortfaktoren eines
Hochlohnlandes wie Qualifikation, Know-how, Innovation und Kompetenz
bemüht sich der FEEI seit Jahren darum, die Unternehmen durch die
Gestaltung moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen bei ihrem
unternehmerischen Erfolg zu unterstützen. Diesbezüglich konnte im
Rahmen der KV-Verhandlungen 2007 ein weiterer wichtiger Schritt
gesetzt werden. Gemeinsam mit den Gewerkschaften einigte sich der
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie auf die Einführung
einer sogenannten Einmalzahlungsoption.

Mehr Flexibilität und Entgeltgestaltung auf betrieblicher Ebene

Die Unternehmen können seit diesem Jahr einen bestimmten Teil der
Dauerwirksamkeit des KV-Abschlusses in eine nicht-dauerwirksame
Einmalzahlung umwandeln. "Das neue Modell stellt für beide Seiten der
Sozialpartnerschaft eine Win-win-Situation dar. Die Arbeitgeber
profitieren von der Reduktion der Dauerwirksamkeit, was eine Senkung
der Basis für die Lohnnebenkosten und die zukünftigen KV-Abschlüsse
bedeutet. Die Arbeitnehmer wiederum kommen in den Genuss einer
vorweggenommenen Erhöhung ihrer Entgelte, die sie sofort ausbezahlt
bekommen", erklärte Hochleitner die Vorteile.

Darüber hinaus wurde mit der Einführung des neuen Modells auch die
Flexibilität der Unternehmen erhöht. "Mittlerweile stehen unseren
Mitgliedern drei verschiedene Entlohnungsoptionen zur Verfügung:
"klassische" KV-Erhöhung, Verteiloption und Einmalzahlungsoption. Je
nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen können sie die für sie
adäquate Lösung frei wählen und umsetzen", erklärte Hochleitner
abschließend und ergänzte, dass man mit der Einmalzahlungsoption
einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung, Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zur Wertschöpfung der Branche
leiste.

Infrastrukturpolitik: FEEI forciert Aktivitäten im Bereich Umwelt und
Energie

Neben dem Kernbereich Arbeitswelt widmet sich der FEEI seit Ende
2006 verstärkt den Bereichen Umwelt und Energie. Als produzierende
Industrie ist die EEI mit Co2-Emissionen und dem Thema
Versorgungssicherheit in zweifacher Weise betroffen. "Beides wird in
Österreich höchst emotional diskutiert und die Industrie wird in der
öffentlichen Diskussion gerne als Sündenbock der Umweltpolitik
vorgeführt. Stattdessen sollten Politik und Industrie jedoch die
richtigen Argumente gemeinsam analysieren und diskutieren. Nur so
wird es letztlich gelingen, spürbare Effekte bei der Reduktion von
Schadstoffemissionen oder einer effizienteren Energienutzung zu
erzielen und die Abhängigkeit von teuren Energieimporten zu
verringern", kritisierte der FEEI-Obmann.

Effizienztechnologien reduzieren die Abhängigkeit von teuren
Energieimporten

Speziell bei letzterem Thema kann die EEI wesentliche Beiträge
leisten. Die Unternehmen investieren seit vielen Jahren in die
Forschung und Entwicklung von Technologien zur Erhöhung der
Energieeffizienz. "Ohne deren verstärkte Forcierung wird es nicht
gelingen, die im Regierungsprogramm verankerten Vorgaben zur
Sicherstellung der Energieversorgung, zur Erhöhung des Anteils der
erneuerbaren Energiequellen oder auch zur Verbesserung der
Energieintensität zu realisieren. Wir benötigen
Effizienztechnologien, um den Energieverbrauch trotz steigender
Anwenderzahl nicht weiter wachsen zu lassen. Fakt ist jedoch, dass
trotz der Verfügbarkeit ein großer Teil der Technik noch nicht oder
zu wenig zum Einsatz kommt", bringt es FEEI-Geschäftsführer Lothar
Roitner auf den Punkt. "Wir erwarten hier von der Politik, dass sie
das Potenzial dieser Technologien anerkennt und mit dem gleichen
Stellenwert versieht wie z.B. erneuerbare Energiequellen. Konkret
bedeutet das, dass die Verankerung von Effizienztechnologien in den
nationalen Förderprogrammen und die Förderung der Nachfrage nach
energieeffizienten Produkten", so Roitner abschließend.

Wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie im Jahr
2006 im Detail

Die Detailergebnisse 2006 zeigen, dass nahezu alle Sparten der
Elektro- und Elektronikindustrie ihre Produktion steigern konnten.
Die kräftigsten Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Motoren,
Generatoren, Transformatoren (+37,8%) und die Produzenten von
Elektrizitätsverteilungs- und -Schalteinrichtungen (+14,1%). Beide
Sparten stellen auch anteilsmäßig am Produktionswert die größten
Sektoren innerhalb der EEI dar (Motoren 19,35%, Schalteinrichtungen
15,7%). Auch die Produzenten von Komponenten und Teilen für die
Automobilindustrie konnten ihre Produktion neuerlich ausweiten (+
9,7%). Einbußen gab es nur im Bereich Kommunikationstechnik (-2,2%),
Grund dafür sind die fehlenden Investitionsschübe der
Mobiltelefonunternehmen.

Exporte wurden deutlich ausgeweitet

Wichtiger Impulsgeber für das positive Branchenergebnis waren auch
2006 die Exporte. Der Anteil der EEI an den Gesamtausfuhren
Österreichs betrug 10,6%. Das Exportvolumen (Exportanteil der
Produktion, gemessen am Umsatz) belief sich auf rund 8,4 Mrd. Euro
(+17,1%), das bedeutet, dass rund 74% der Güter ins Ausland gingen.
Bedeutendster Exportmarkt ist nach wie vor mit 69,8% Anteil (+1,9%
gegenüber 2005) der EU-25-Raum. Leicht rückläufig (-2,9%) waren hier
allerdings die Ausfuhren nach Deutschland (29,3% Exportanteil an den
Gesamtausfuhren). Überaus positiv entwickelten sich auch die
Ausfuhren in neue EU-Mitgliedsstaaten. Hier konnte die Branche in
einzelnen Ländern Zuwächse von über 30% erzielen. Das Exportvolumen
im MOEL-Raum liegt mittlerweile bei 2,76 Mrd. Euro, das sind 24,3%
der Gesamtausfuhren der EEI. Durch den weiteren Infrastrukturausbau
und große Investitionsprojekte rechnet die Branche auch zukünftig mit
großen Exportpotenzialen bzw. Geschäftschancen.

EEI verzeichnet erstmals wieder Plus bei Beschäftigten

Ab der Jahresmitte 2006 verzeichnete die EEI einen deutlichen
Beschäftigtenanstieg. Rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze sind
entstanden. Ende des Jahres betrug der Beschäftigtenstand 59.794
Personen und ist damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 %
gestiegen. Der Strukturwandel setzt sich allerdings weiter fort,
mittlerweile sind 54,4% aller Beschäftigten als Angestellte tätig,
der Arbeiteranteil liegt bei 45,6%.

Ausblick 2007

Für das gesamte Jahr liegt das prognostizierte Wirtschaftswachstum
mit 3,0% über den Vorhersagen für den EU-Raum. Aufgrund der
vorherrschenden Hochkonjunktur, dem guten Investitionsklima und einer
starken Nachfrage ist die Branche hinsichtlich einer weiteren
positiven Wirtschaftsentwicklung zuversichtlich. Dies wird auch von
der aktuellen Konjunkturumfrage unter den EEI-Unternehmen bestätigt,
deren Ergebnisse ein Wachstum auf hohem Niveau und eine stabile
Beschäftigtenlage prognostizieren.

Der FEEI vertritt in Österreich die Interessen von rund 300
Unternehmen mit knapp 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert
von mehr als 11 Milliarden Euro (Stand 2006). Gemeinsam mit seinen
Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum
Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das
Umweltforum Haushalt (UFH), das Umweltforum Starterbatterien (UFS),
der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband
der Bahnindustrie (VBI) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die
Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im
weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere
Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter
www.feei.at (Presse)

Weitere Bilder unter:
http://www.pressefotos.at/album/1/53/200706/20070618_k/

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
T: 051707-20000
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI
T: 01/58839-12, E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEE

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