Rauch-Kallat: Mehr Einkommensgerechtigkeit für Frauen

Diskussion über ein verpflichtendes Pensionssplitting ist eröffnet

Wien (OTS) - "Unser Ziel als ÖVP Frauen ist ein gerechtes
Einkommen für Frauen, auch im Alter", so die Bundesleiterin der ÖVP Frauen Frauenministerin a.D. Maria Rauch-Kallat bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Landesleiterin der ÖVP Frauen Vorarlberg Landesrätin Greti Schmid und Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mazal während der Enquete "Pensionssplitting: Mehr Einkommensgerechtigkeit für Frauen in der Pension". Das bestehende System zeigt, dass Frauen zum Teil nur 60 Prozent der Pensionen von Männern bekommen. "Frauen sollen in Zukunft im Erwerbsleben gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen und damit ein gerechtes Einkommen, auch in der Pension", so Rauch-Kallat.

Die beiden Pensionsreformen der Regierungen Schüssel haben wichtige Schritte zur Verbesserung der Pensionen für Frauen gesetzt. Die Unterschiede, die es in den Pensionen gibt, resultieren aus einem geringeren Aktiveinkommen im Erwerbsleben, andererseits aus geringeren Erwerbszeiten wegen immer noch unterschiedlichem Pensionsantrittsalter und der Unterbrechung für Betreuungszeiten. Bis 2018 gilt noch ein unterschiedliches Pensionsantrittsalter, welches bis 2033 schrittweise angehoben wird. "Die Pensionsreformen I und II am Beginn dieses Jahrhunderts haben eine weitaus bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten mit 1.350 Euro Bemessungsgrundlage pro Monat für 48 Monate zusätzlich zu allfälligen durch Erwerbstätigkeit erworbenen Ansprüchen gebracht. "Gleichzeitig hat es auch die Einführung eines freiwilligen Pensionssplittings gegeben", so die damalige Frauenministerin. "Das war ein ganz wichtiger Schritt, der von den ÖVP Frauen auch jahrelang verfolgt wurde", so Rauch-Kallat.

Allerdings ist das freiwillige Pensionssplitting noch von niemandem in Anspruch genommen worden. Dafür könnte es mehrere Gründe geben: es ist entweder zu wenig bekannt oder zu wenig attraktiv, mutmaßt Rauch-Kallat. Das habe dazu geführt, dass die Vorarlberger Landesrätin Greti Schmid im Vorfeld des ÖVP-Bundesparteitages einen Antrag auf Weiterentwicklung des Pensionssplitting-Modells eingebracht hat. Innerhalb der ÖVP Frauen-Bundesleitung hat sich daraus eine intensive Diskussion über Vor- und Nachteile ergeben, es wurde ein Antrag zur Weiterentwicklung des Pensionssplittings eingebracht und beschlossen.

Die heutige Enquete sei der Auftakt für eine intensive Diskussion. Dazu sind Expertinnen und Experten Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Sozialrechtler der Uni Wien, Mag. Christina Götz-Tiefenbacher von der PVA Wien sowie Referentinnen und Referenten aus vergleichbaren Ländern eingeladen, wie Marco Wagner von der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen, Prof. Dr. Thusnelda Tivig vom Rockstocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels und Mag. Michael Fuchs vom Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung.

Die Enquete soll dazu beitragen, einen gangbaren Weg für die Zukunft zu finden. "Die Diskussion ist mit heute nicht beendet, sondern eröffnet. Ziel ist ein faires und gerechtes Einkommen für Frauen, auch im Alter", schloss Rauch-Kallat.

Fotohinweis: Ein druckfähiges Foto von der Pressekonferenz der Bundesleiterin der ÖVP Frauen Bundesministerin a.D. Abg.z.NR Maria Rauch-Kallat finden Sie zur honorarfreien Verwendung im Fotodienst der ÖVP unter www.oevp.at/fotodienst.

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