• 14.06.2007, 19:20:32
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Linz im Blickpunkt Europas Die Kulturhauptstadt 2009 stellt sich im Hohen Haus vor

Wien (PK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lud heute zur
Präsentation der Kulturhauptstadt Linz 2009 ins Hohe Haus. Im Rahmen
der Veranstaltung wurde nicht nur daran erinnert, welche kulturellen
Akzente in der oberösterreichischen Metropole in den letzten Jahren
gesetzt wurden, es wurde auch auf die daraus resultierenden idealen
Voraussetzungen für das Jahr 2009, in dem Linz als europäische
Kulturhauptstadt firmieren wird, verwiesen. An der Präsentation nahm
ein ebenso zahlreiches wie prominentes Publikum teil, darunter
zahlreiche Vertreter aus Oberösterreichs Politik, Wirtschaft und
Kunst.

Prammer bezeichnete es als große Freude, als Linzerin hier im Hohen
Haus zur Präsentation einer starken Stadt einladen zu dürfen. Es sei
schön und wunderbar zu sehen, wie sich Linz entwickelt habe und wie
es sich auf ein wichtiges Jahr vorbereite. Die Präsidentin begrüßte
die Vertreter der Linzer Politik und auch die Verantwortlichen für
das Projekt "Linz 2009", die schon sehr viel Vorbereitungsarbeiten zu
leisten hätten.

Besonders begrüßte Prammer die ungarische Parlamentspräsidentin, die,
wie Prammer ausführte, aus Pecs komme, welches 2010 als Nachfolger
von Linz Kulturhauptstadt sein werde. Weiters verwies Prammer auf die
Installation "Donauwasser" von Waltraut Cooper, mit welcher das Hohe
Haus auf "Linz 2009" aufmerksam machen wolle.

Linz sei, so schloss die Präsidentin, eine Musterstadt, man brauche
nicht bis 2009 zu warten, um diese Stadt zu besuchen: "Es zahlt sich
immer aus."

Franz Dobusch, Bürgermeister der Stadt Linz, freute sich, die
drittgrößte Stadt Österreichs im Parlament präsentieren zu dürfen,
was im übrigen auf eine Idee Barbara Prammers zurückgehe. Linz müsse
sich so darstellen, wie es wirklich ist und wie es sich in den
letzten Jahren entwickelt habe, statuierte Dobusch. Die Stadt habe
eine positive wirtschaftliche Entwicklung genommen, sei "Stadt der
Arbeit" geblieben und "Stadt der Kultur und der Bildung" geworden.

Linz verwirkliche zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte, schaffe neue
Wohnungen und sei vor allem eine soziale Musterstadt, wie sich an den
zahlreichen Initiativen zugunsten der sozial Schwächeren und
Schwächsten zeige. Insbesondere verwies Dobusch dabei auf das
Sozialticket im öffentlichen Verkehr.

Es gebe aber auch Investitionen in Sport und Freizeit, man habe die
Stadt begrünt, habe die Verwaltung neu organisiert und hinsichtlich
der kulturellen Einrichtungen kräftig nachgerüstet. Besonders nannte
Dobusch an dieser Stelle das Brucknerhaus, den Posthof, das AEC und
das Lentos-Kunstmuseum. Stolz war Dobusch auch auf den neuen
Wissensturm, der eine neue Volkshochschule und eine Stadtbibliothek
beherbergen werde. Dieser Turm, der demnächst von Bundespräsident
Fischer eröffnet werde, sei eine Einrichtung für Bildung an sich, in
die die Stadt, die sich zu ihren Aufgaben im Bildungsbereich stolz
bekenne, entsprechend investiert habe.

Nachdem der Intendant der Organisationsgesellschaft "Linz 2009",
Martin Heller, einen Überblick über die in diesem Zusammenhang
geplanten Projekte gegeben und Gerfried Stocker diese aus der Sicht
der "Ars Electronica" beleuchtet hatte, ergriff Bundesministerin
Claudia Schmied das Wort. Sie leitete ihre Rede mit einem Zitat der
ehemaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri, die quasi
Patin dieses "wunderbaren Projekts Kulturhauptstadt Europa" ist, ein:
"Unsere Kulturen sind das Lebensblut des europäischen Körpers".
Bildung, Kunst und Kultur müssen im 21. Jahrhundert konsequent
zusammengeführt werden, um das kreative Potential der Menschen zu
wecken und um unser Leben zu verfeinern, unterstrich die Ministerin.
Der Bund habe sich mit einer Investition in der Höhe von 20 Mill. €
intensiv an den Vorbereitungen für die Kulturhauptstadt 2009 in Linz
beteiligt und sie wünsche allen ein ereignisreiches Jahr, ein gutes
Gelingen und viel Erfolg.

Die Präsidentin der ungarischen Nationalversammlung, Katalin Szili,
wies darauf hin, dass 2010 ihre Heimatstadt Pecs die Staffette von
Linz übernehmen wird. Bei Linz und Pecs handle es sich um zwei Orte,
die nicht nur durch die Donau verbunden sind, sondern die auch
historisch vieles gemeinsam haben. Beide Städte waren zum Beispiel
schon in der Römerzeit besiedelt und wurden früh von der
Christianisierung erreicht. Die Gemeinsamkeiten reichen bis in die
Gegenwart und Ähnlichkeiten in den Bereichen Kunst, Musik, Küche und
bei den Gewohnheiten im Alltag erwecken Gefühle für einander, meinte
Katalin Szili. Seit dem Jahr 1956, als Österreich viele
Ungarnflüchtlinge aufgenommen hat, fühle man sich mit dem Nachbarland
in Dankbarkeit und noch stärker verbunden. Sie wünsche allen Bürgern
des vereinten Europas, das eine Einheit in der Vielfalt darstelle,
ein glückliches Leben und alles Gute für die Kulturhauptstadt Linz.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Landeshauptstadt mit
multimedialem Einsatz in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Ein
musikalisches Trio rundete den Abend ab.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas
zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/PAGE/SK/FOTOALBUM/:
http://www.parlament.gv.at
(Schluss)

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