- 14.06.2007, 18:44:26
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Buchinger über Web 2.0: Neue Technologie bringt demokratiepolitischen Wandel
Wien (SK) - "Die Nutzung neuer Technologien wie Web 2.0 bringt
einen demokratiepolitischen Wandel", machte Sozial- und
Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger bei einer Podiumsdiskussion
der Österreichischen Computergesellschaft zum Thema "Web 2.0 - Second
Life oder Second Crash?" am Donnerstag deutlich. Buchinger, der
selbst ein Weblog betreibt, ortet beim Umgang Web 2.0 einen
"grundsätzlichen demokratiepolitischen Anspruch, diese Medien auf
eine größere soziale Breite zu bringen". Daher bemüht er sich,
"Alters-Gaps" zu schließen: "Wir müssen den Zugang auf ältere
Menschen, auf Menschen mit Migrationshintergrund und auf die
Berufsschulen ausweiten". ****
Der Minister ist sich jedoch sicher, dass "diese Technologie in eine
gute Richtung geht". Web 2.0 sei ein Fortschritt, wegen der
Geschwindigkeit des Mediums gebe es aber Schwierigkeiten für die
Politik einzugreifen, was auch mit der Internationalität der
Technologie zusammenhänge. Er stellte allerdings klar, dass "wir
Geschäfte in diesem Bereich ähnlich wie im konventionellen Handel
behandeln". So sei es schon zu mehreren Unterlassungsklagen gekommen,
berichtete Buchinger.
Der Sozialminister gab bekannt, dass die Barrierefreiheit auf den
Seiten des Bundes - wie gesetzlich vorgesehen - bis 2008 hergestellt
sein werde. Für Länder und Gemeinden gebe es zwar keine Verpflichtung
zu diesem Schritt, Buchinger ist aber überzeugt, dass "die
Vorbildwirkung des Bundes auch dorthin ausstrahlen wird". Es handle
sich dabei um einen stufenweisen, evolutionären Prozess, ist der
Minister der Ansicht. Auch Internet-Suchtprävention sei ein wichtiges
Thema, so Buchinger. Der Gesetzgeber müsse zudem nach Regelungen
trachten, "die das Internet vor Seiten mit sexistischem oder
rassistischem Inhalt schützen".
Von seinem eigenen Weblog berichtete der Sozialminister, dass es
darin keine Feedback-Funktion gebe, weil man dafür zwei Mitarbeiter
benötigen würde, er dafür alles selber schreibe. Des Weiteren werde
es künftig einen monatlichen Chat geben. (Schluss) re
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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