• 14.06.2007, 11:21:16
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FORMAT: Teile der Swarovski-Familie prüfen Börsegang

Laut vorläufigen Endergebnis des Zukunftsprojektes "Ovid" soll aber nur die Möglichkeit zum Anteilsverkauf von Familienmitgliedern neu geregelt werden

Wien (OTS) - Teile des Swarovski-Clans prüfen einen Börsegang des
Unternehmens. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner
aktuellen Ausgabe. Führende Gesellschafter mit gemeinsam rund zwanzig
Prozent Firmenanteil haben sich in einem Verband mit dem Namen "Pro
AG " zusammengetan und bereits ein Auswahlverfahren für eine
beratende Investmentbank gestartet, so das Magazin. "Das Projekt ist
noch in einem sehr frühen Stadium", bestätigte ein Sprecher einer von
drei infrage kommenden Investmentbanken, von FORMAT mit den Plänen
konfrontiert. Als Favorit für den Auftrag gilt innerhalb der
Reformgruppe derzeit die Investmentbank JP Morgan mit Sitz in London.

Gernot Langes-Swarovski, Sprecher des Executive Board" von
Swarovski, schloss einen Börsegang gegenüber FORMAT trotzdem in aller
Klarheit aus:

"Das Prinzip der finanziellen Autonomie ist in unserem
Unternehmensverständnis seit 112 Jahren unumstritten und in unseren
Unternehmensleitsätzen schriftlich verankert. Wir sind überzeugt,
dass wir davon profitieren. Mit dieser Strategie waren wir in der
Vergangenheit erfolgreich und werden es auch in Zukunft sein."

Hintergrund der Formierung des Verbandes "Pro AG" sind laut FORMAT
die mageren vorläufigen Endergebnisse einer Expertengruppe mit der
internen Bezeichnung "Ovid", die in Abstimmung mit den rund sechzig
Familiengesellschaftern eine modernere Firmenstruktur entwickeln
sollte.

Martin Reitz von der Investmentbank UBS, der Wirtschaftsprofessor
Joachim Schwass und etwa Heinz Molan, Geschäftsführer der Swarovski
Finanzgesellschaft, hatten zwei Jahre lang an dem Vorhaben
gearbeitet.

Mit Verweis auf ein nun zur letzten Begutachtung in den Rundlauf
geschickten vorläufigen Abschlussbericht schreibt FORMAT, dass sich
lediglich die Bedingungen ändern sollen, zu denen Familienmitglieder
ihre Anteile verkaufen konnten. Der Erlös, den sie bei Abschichtungen
erzielen konnten, war bisher durch eine veraltete Formel im
Gesellschaftervertrag geregelt, die zu keinem, dem tatsächlichen
Unternehmenswert entsprechenden, Ergebnis führte. Diese Formel soll
nun zeitgemäßen Methoden der Unternehmensbewertung angepasst werden.

Dass ist den Repräsentanten des Verbandes "Pro AG" zu wenig an
reformen, berichtet FORMAT weiter. Sie wollen mit der Umgründung in
eine Aktiengesellschaft vor allem auch eine transparente
Firmenstruktur mit Aufsichtsrat und einem familienfremden Vorstand
erreichen. Die führenden Vertreter des Verbandes sind laut FORMAT
Fiona Swarovskis Mutter Marina Giori, 62, Manfred Swarovski, 67, der
unter anderem als Vorstand der Swarco-Holding fungiert, sowie Gerhard
Swarovski, 63, der mehrere Funktionen im Unternehmen innehat.

Auf FORMAT-Anfrage wollten die drei ihre Pläne nicht kommentieren.
"Es liegt ein Gesellschafterbeschluss vor, der es allen
Gesellschaftern verbietet, sich offiziell über das Unternehmen zu
äußern. Daran halten wir uns", begründete Gerhard Swarovski.

Rückfragehinweis:
FORMAT-Wirtschaft
Bernhard Salomon
Tel.: (01) 21755 - 4149

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