• 11.06.2007, 14:39:51
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Kdolsky: Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes ist wichtiger Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Erhöhte Zuverdienstgrenze auch beim Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld bringt Verbesserungen für Alleinerzieher/innen

Wien (OTS) - "Einer Studie des Institutes für Höhere Studien
zufolge nimmt Österreich bei den Pro-Kopf-Familienleistungen schon
jetzt einen Spitzenplatz innerhalb der EU ein. Unsere
Familienleistungen sind beispielsweise rund achtmal so hoch wie in
Spanien", sagte Familienministern Andrea Kdolsky heute, Montag. "Das
Kinderbetreuungsgeld ist zweifelsohne ein Erfolgsmodell und wird mit
1.1.2008 noch einmal verbessert." Zukünftig werden Familien die Wahl
haben zwischen dem bisherigen Modell (insgesamt 36 Monate, davon
sechs Monate der andere Partner) mit einem Bezug von Euro 436,-
monatlich oder einem Bezug von insgesamt 18 Monaten (davon 3 Monate
der andere Partner) in der Höhe von Euro 800,- monatlich. ****

Die Zuverdienstgrenze wird von derzeit 14.600 Euro pro Jahr auf
16.200 Euro pro Jahr angehoben. Um die Situation von
Alleinerziehenden zu verbessern, soll mit der Novelle zum
Kinderbetreuungsgeld-Gesetz, die in den nächsten Tagen in
Begutachtung gehen wird, auch für den Zuschuss zum
Kinderbetreuungsgeld eine Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro gelten.
"Das ist eine Verdreifachung gegenüber der alten Regelung die derzeit
bei 5.200 Euro liegt", so Kdolsky.

Die von Frauenministerin Bures geforderte Ausdehnung der vollen
Bezugsdauer von 18 bzw. 36 Monaten auf Alleinerziehende beurteilt die
zuständige Familienministerin hingegen kritisch. "Die ursprüngliche
Intention von 15+3 bzw. 30+6 war und ist, für Männer einen Anreiz zur
Kinderbetreuung zu schaffen. Dieses partnerschaftliche Bezugsmodell
hat sich bewährt und bereits Wirkung gezeigt. Die Anzahl der Männer,
die Kinderbetreuungsgeld beziehen, hat sich im Vergleich zum
Karenzgeld alt seit Einführung dieses Modells fast verdreifacht",
sagte Kdolsky. Ein verlängerter Bezug für Alleinerziehende wäre
problematisch, weil die tatsächliche Familiensituation nicht
realistisch überprüfbar sei, und würde bei schätzungsweise 240.000
bis 300.000 Alleinerziehenden in Österreich den ohnehin defizitären
Familienlastenausgleichs-Fonds massiv belasten.

Neben Alleinerziehenden werden auch kinderreiche Familien ab
1.1.2008 finanziell besser unterstützt - konkret geplant seien gemäß
Regierungsübereinkommen die Anhebung des Zuschlags zur
Familienbeihilfe für das dritte und jedes weitere Kind. Gleichzeitig
solle die Einkommensgrenze für den Mehrkindzuschlag erhöht werden.
"Insgesamt werden 36 Millionen Euro mehr für kinderreiche Familien
zur Verfügung stehen", so die Familienministerin abschließend.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
   Mag. Jürgen Beilein
   Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky
   Tel: +43/1/71100-4309 
   Fax: +43/1/71100-14305 
   mailto:[email protected] 
   http://www.bmgfj.gv.at

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