- 11.06.2007, 09:30:17
- /
- OTS0038 OTW0038
GLOBAL 2000 warnt vor Gentech-Angriff auf Bio - EU-Ministerrat will grünes Licht geben!
BM Pröll darf nicht klein beigeben - Qualitätsmarke muss geschützt, Gentechfreiheit darf nicht geopfert werden
Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen EU-Agrarministerrates warnt
GLOBAL 2000 die Landwirtschaftminister davor, vor der Gentechnik zu
kapitulieren. "Ein Nebeneinander zwischen biologischer Landwirtschaft
oder auch normaler Landwirtschaft und Gentech-Landwirtschaft ist
nicht möglich, Gentechnik würde sich unkontrolliert ausbreiten.
Dieses Wissen will jetzt die EU dergestalt umsetzen, dass sie
Gentechnik-Verschmutzungen bei Bio-Produkten tolerieren will. Dies
ist absolute Ignoranz gegenüber dem Recht auf gesunde Nahrungsmittel
und einer intakten Umwelt", empört sich Jens Karg,
Gentechnik-Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. "Die
Österreicher wollen gesunde und sichere Nahrungsmittel. Es zeigt sich
eines ganz klar: unsere Warnungen vor der Gentechnik in der
Landwirtschaft waren und sind richtig. Dass der
Landwirtschaftsministerrat daraus den Schluss ziehen will, den hohen
Bio-Standart aufzuweichen ist ein Schlag ins Gesicht der
Konsumentinnen. Die Gentechnik muss vom Acker und deren Ausbreitung
darf nicht weiter toleriert werden", so Karg weiter.
Im heutigen Agrarministerrat soll die Reform der EU-Bioverordnung
als sogenannter A-Punkt, das bedeutet, ohne Diskussion, durchgewunken
werden. Zwar gab es massive Kritik des EU-Parlaments, dennoch ist
diese Verordnung im wesentlich unverändert gegenüber dem
Kommissionsvorschlag geblieben.
Wer Pflanzen aus dem Labor anbauen will, musste nach bisherigem
Recht dafür sorgen, dass die Nachbarfelder nicht verunreinigt werden.
Sonst kämen Haftungsklagen von benachbarter Biobauern auf ihn zu, die
ihre vom Pollenflug verunreinigte Ernte nicht mehr als Ökoware
verkaufen können. Nun will der Gesetzgeber 0,9 Prozent Gentechnik in
Bioprodukten erlauben. Dies soll wie bei konventionellen
Lebensmitteln nur gelten, wenn diese Gentech-Verunreinigung
"zufällig" und "technisch unvermeidbar" war. Da es sich dabei um
keine Rechtsbegriffe handelt, wurden die 0,9 bisher als Grenzwert
ausgelegt. "Der Gesetzgeber muss dafür Sorgen, dass
Gentech-Verschmutzugen vermeidbar bleiben und nicht durch unsinnige
Grenzwerte einer systematischen Verschmutzung Vorschub leisten. Das
muss für den konventionellen Landbau genauso gelten wie für den
Bio-Landbau", so Karg abschließend.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Dipl. Pol. Jens Karg
Tel.: 06991 4200020
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL






