Meinl Bank: "Sweet Deal" statt Börsegang - Kandia Excelent geht an Cadbury Schweppes

Wien (OTS) - Die Meinl Bank verkaufte heute ihre
93,32%-Beteiligung an der rumänischen Kandia Excelent an den weltgrößten Süßwarenhersteller Cadbury Schweppes. Das an der Bukarester Börse notierte Unternehmen wurde vor 10 Jahren im Zuge einer Vollprivatisierung von der von der Meinl Bank gemanagten Private Equity Holding Kandia NV (vormals Fulcrum NV). übernommen. Mit einem Investment von rund EUR 17 Mio. in die Akquisition und Modernisierung der Produktion entwickelte die Kandia NV ihre Beteiligung zu einem der führender Schokolade- und Zuckerwarenhersteller Rumäniens, der heute einen Marktwert von rund EUR 120 Mio. repräsentiert. "Die eigene Erwartungshaltung an Investments dieser Art - nämlich die Verdoppelung des Wertes innerhalb von 5 Jahren - haben wir hier noch übertroffen", so der Vorstandsvorsitzende der Meinl Bank, Julius Meinl V. Die Entscheidung für den Verkauf der Kandia Excellent - nur wenige Wochen vor dem an der Wiener Börse geplanten Secondary Listing - fiel nicht nur aufgrund des finanziell höchst attraktiven Angebots für die Investoren, sondern vor allem auch der positiven wirtschaftlichen Perspektiven für die Weiterentwicklung des Unternehmens, das schon in der Zeit vor 1945 eng mit Julius Meinl verbunden war.

Historische Verbindung - Investment-Chancen frühzeitig genützt

Mit einem Jahresumsatz 2006 von rund EUR 43 Mio. und einem Marktanteil von mehr als 20% ist Kandia Excelent der führende rumänische Süßwarenhersteller. Bevor es 1945, nach dem zweiten Weltkrieg verstaatlicht wurde, war das Unternehmen, das heute am Produktionsstandort in Bukarest rund 850 Mitarbeiter beschäftigt, bereits einmal - damals zu 25% - im Eigentum von Julius Meinl. "Wir sind nach der Ostöffnung frühzeitig in jene Märkte zurückgekehrt, in denen Julius Meinl bereits vor dem Krieg unternehmerisch aktiv war und konnten so die sich bietenden Chancen für unsere Investoren optimal nutzen", verweist Julius Meinl V auf die historische Verbindung. So wurde die von der Meinl Bank gemanagte Private Equity Holding Kandia NV. bereits 1996 gegründet und investierte im Rahmen der ersten Privatisierungswelle in Zentral- und Osteuropa in Industriebeteiligungen wie etwa Brauereien in der Ukraine oder einen Verpackungsproduzenten in Russland. Mittlerweile konnten alle in der Investmentgesellschaft gehaltenen Beteiligungen, in der mit einem Veranlagungsvolumen von rund USD 70 Mio. neben institutionellen Investoren auch einige der großen Familienvermögen Europas investiert sind, gewinnbringend realisiert werden. "In der Endphase der Vorbereitungen für den geplanten Börsegang der Kandia Excelent an der Wiener Börse wurde uns von Cadbury Schweppes ein Angebot unterbreitet, das nicht nur für unsere Investoren finanziell attraktiv, sondern vor allem auch in strategischer Hinsicht für die Weiterentwicklung des Unternehmens zukunftsweisend ist", freut sich Meinl über die Realisierung der letzten Beteiligung in der Kandia NV.

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