ÖZIV: Das Gute am Schlechten

Vielleicht entstehen aufgrund des politischen Hick-Hacks doch noch Lösungen, die sich tatsächlich am Bedarf der Betroffenen orientieren?

Wien (OTS) - Ungewöhnliches Szenario am runden Tisch im ORF: Ein Wirtschaftsminister, dem plötzlich soziale Probleme das oberste Anliegen sind, trifft auf einen Sozialminister, der offensichtlich primär an arbeitsmarktpolitischen Lösungen interessiert ist. Und daneben eine Opposition, die dieses unwürdige Spiel zu Zwecken der parteipolitischen Profilierung benützt.

Dr. Klaus Voget, Präsident des ÖZIV und von vielen als "Vater des Pflegegeldes" bezeichnet, erinnert an seine Aussagen anlässlich einer Fernsehdiskussion vor einigen Monaten. "Jedem, der die österreichische Politszene nur ein bisschen kennt, war von Anfang an klar, dass die angedachte Lösung am Finanzierungswillen der Länder scheitern wird."

Er sieht im derzeitigen Schwenk der ÖVP eine Chance, dass es doch noch zu einer Lösung kommen könnte, die sich tatsächlich am Bedarf der Betroffenen orientiert. "Ich appelliere an alle Verantwortlichen den Initiativantrag der ÖVP auf Verlängerung der Amnestie jetzt zu unterstützen." Damit wird ein Zeitfenster geschaffen, das zur Erarbeitung von wirklich brauchbaren, differenzierten Lösungen verwendet werden kann.

Zum Thema "brauchbar" fallen Dr. Voget viele Ansatzpunkte ein:
Pflege ist nicht mit Betreuung gleichzusetzen, pflegende Angehörige müssen gestärkt werden, das Pflegegeld muss angehoben werden, … und vor allem natürlich die immer wieder verdrängte Forderung: "Lasst doch uns Betroffene mitreden. Wir wissen wohl am besten was wir brauchen. Frei nach dem Motto - nichts ohne uns über uns! Viele Betroffene haben bereits große Angst vor neuen Lösungsvorschlägen, weil sie unsere Situation häufig noch verschlechtern!"

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