• 05.06.2007, 12:01:17
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Schmied präsentiert Expertenkommission: Vorsitzender Schilcher, Stellvertreterin Kircher-Kohl, Allgäuer, Bachmann, Bauer, Charim, Domisch, Krainz-Dürr, Lassnig, Putz-Plecko, Riegel, Schleicher, Schratz, Wimmer

Wien (OTS) -
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied richtet - wie im
Koalitionsabkommen festgehalten - eine Expertenkommission zur
Erarbeitung von Strategien und Modellen für die Schulorganisation
ein. Die Kommission ist mit 13 nationalen und internationalen
Expertinnen und Experten vollzählig. Das Aufgabengebiet reicht von
der Beurteilung bestehender Schulmodelle bis hin zu
bildungspolitischen Innovationen und gesellschaftpolitischen
Aspekten.

"Ich will, dass Bildungspolitik wieder Gesellschaftspolitik wird. Es
geht darum, Bildung ins Zentrum der öffentlichen Debatte und des
politischen Handelns zu rücken. Im Mittelpunkt stehen unsere Kinder
und ihre Zukunft", betont Schmied.

Die Expertenkommission dient der Beratung von Ministerin Claudia
Schmied. Bernd Schilcher leitet die Kommission, Stellvertreterin ist
Monika Kircher-Kohl. Weitere Mitglieder sind: Ruth Allgäuer, Thomas
A. Bauer, Isolde Charim, Rainer Domisch, Marlies Krainz-Dürr, Lorenz
Lassnig, Barbara Putz-Plecko, Enja Riegel, Andreas Schleicher,
Michael Schratz, Michael Wimmer und Helmut Bachmann.

Univ.-Prof. Dr. Bernd Schilcher, Jahrgang 1940, studierte Medizin und
Rechtswissenschaft an der Universität Graz. Schilcher, Ordinarius für
Bürgerliches Recht an der Universität Graz, war von 1989 -1996
Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Steiermark. Bernd
Schilcher gilt als anerkannter Bildungsexperte, der sich mit unserem
Schulsystem intensiv auseinandersetzte und in der Steiermark die
Realschule aufbaute.

Mag. Monika Kircher-Kohl, Jahrgang 1957, studierte
Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und
Mexiko City. Kircher-Kohl ist Vorstandsvorsitzende der weltweit
agierenden Infineon Technologies Austria AG und erarbeitete gemeinsam
mit einem Projektteam das Programm der Industriellenvereinigung
"Zukunft der Bildung - Schule 2020".

Mag. Dr. Ruth Allgäuer, Dipl.-Päd., Jahrgang 1960, studierte
Erziehungs- und Politikwissenschaften. Allgäuer ist Vizerektorin für
"Lehre und Lebensbegleitendes Lernen" an der Pädagogischen Hochschule
Vorarlberg und leitete innovative Schulprojekte, u.a. "Bildungsland
Vorarlberg. Kindergarten- und Schulkonzept".

Dr. Helmut Bachmann, Jahrgang 1954, studierte Politikwissenschaft und
Pädagogik. Bachmann ist ausgebildeter Hauptschullehrer und Lehrer für
Polytechnische Schulen, war von 1994 - 1998 Präsident des
Landesverbandes der Elternvereine an Pflichtschulen in Kärnten und
ist Leiter der "Projektgruppe Neue Mittelschule" im Bundesministerium
für Unterricht, Kunst und Kultur.

Univ.-Prof. Dr. Thomas A. Bauer, Jahrgang 1945, studierte
Philosophie/Theologie und Publizistik-, Kommunikationswissenschaft.
Neben zahlreichen nationalen und internationalen Gastprofessuren ist
der habilitierte Medienpädagoge seit 1993 am Institut für Publizistik
und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien tätig und gilt
als einer der führenden Kommunikationswissenschafter in Europa.

Dr. Isolde Charim, Jahrgang 1959, studierte Philosophie in Wien und
Berlin. Charim hatte Lehrtätigkeiten in Linz, Weimar und am
Philosophischen Institut der Universität Wien inne und ist seit 1998
freie Publizistin. Die Philosophin und Publizistin ist
wissenschaftliche Leiterin etlicher Symposien.

Rainer Domisch, Jahrgang 1945, absolvierte das Lehrerstudium für
Deutsch und Englisch. Nach seinem Schuldienst in Baden-Württemberg
wechselte Domisch 1994 in die oberste Schulbehörde Finnlands
(Zentralamt für Unterrichtswesen/Opetushallitus) in Helsinki. 2002
wurde er zum Opetusneuvos/Counsellor of Education beim Zentralamt für
Unterrichtswesen ernannt.

Mag. Dr. Marlies Krainz-Dürr, Jahrgang 1955, studierte Lehramt für
allgemeinbildende Schulen. Krainz-Dürr ist Gründungsrektorin der
Pädagogischen Hochschule Kärnten. Die akademisch geprüfte
Organisationsberaterin im Bildungsbereich ist wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS)
der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Dr. Lorenz Lassnigg, Jahrgang 1952, studierte Pädagogik und
Politikwissenschaft. Lassnig wirkt neben seiner Forschungs- und
Lehrtätigkeit am Institut für Höhere Studien (IHS) als
Gastwissenschafter und Gutachter an nationalen und internationalen
Universitäten. Forschungsschwerpunkte: Sozialwissenschaftliche
Bildungsforschung an der Schnittstelle zwischen sozialen, politischen
und ökonomischen Fragestellungen.

Univ.-Prof. Mag. art. Barbara Putz-Plecko, Jahrgang 1956, studierte
an der Akademie der bildenden Künste, Universität für angewandte
Kunst und Universität Wien. Putz-Plecko ist Leiterin des Institutes
für Kunst- und Kulturwissenschaften, Kunstpädagogik an der
Universität für angewandte Kunst Wien. Die Künstlerin und
Kunstvermittlerin lehrte an nationalen und internationalen
Kunsthochschulen und Universitäten.

Enja Riegel, Jahrgang 1940, studierte Anglistik und Germanistik.
Riegel leitete 19 Jahre die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die
sich als "Gemeinschaftsschule" mit Bestnoten in zahlreichen
nationalen und internationalen Leistungsvergleichen einen Namen
machte. Die Lehrerin war Beraterin bei der Umgründung und Neugründung
von Schulen und gründete 2007 mit dem "Campus Klarenthal, Wiesbaden"
- vom Kindergarten bis zum Abitur eine eigene Schule.

Dr. Andreas Schleicher, MS, Jahrgang 1964, studierte Physik in
Hamburg und Mathematik an der Deakin Universität in Australien. Der
Statistiker und Bildungsforscher konzipierte bei der OECD ab 1995 die
PISA-Studien (Programm for Internationale Student Assessment), 2001
wurde die erste PISA-Studie publiziert. Seit 2002 leitet er die
Abteilung für Indikatoren und Analysen im Direktorat für Bildung der
OECD. Schleicher ist engagierter Befürworter von wissenschaftlich
begründeter Schulentwicklung.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Schratz, Jahrgang 1952, studierte das
Lehramt für Hauptschule und Gymnasium. Schratz ist Professor für
Schulpädagogik und Leiter des Instituts für LehrerInnenbildung und
Schulforschung an der Universität Innsbruck und im Bereich der
Fortbildung von LehrerInnen, SchulleiterInnen und Schulaufsicht im
In- und Ausland sowie in der Politikberatung tätig.

Dr. Michael Wimmer, Jahrgang 1950, studierte Politikwissenschaft. Der
Musikerzieher und Politikwissenschafter war von 1987 bis 2003
Geschäftsführer des ÖKS (Österreichischer Kultur-Service), Berater
des Europarats, der UNESCO und der Europäischen Kommission in kultur-
und bildungspolitischen Fragen. Wimmer ist Gründungsmitglied und
Geschäftsführer von "EDUCULT- Institut für die Vermittlung von Kunst
und Wissenschaft".

Ein erster Zwischenbericht der Expertenkommission soll Ende März 2008
vorliegen und damit vor dem geplanten Start der Modellregionen für
die "Gemeinsame Schule" (Neue Mittelschule) im Schuljahr 2008/09.

Hausintern wurde unter Leitung von Dr. Helmut Bachmann bereits jene
operative Gruppe eingerichtet, die sich mit der Erarbeitung der
Kriterien für die Modelle "Gemeinsame Schule" (Neue Mittelschule) und
alle damit in Zusammenhang stehenden Vorbereitungsmaßnahmen befasst.
Die Kontaktaufnahme und Einbeziehung der Länder und Schulpartner
spielt hier eine große Rolle. Auch gilt es Masterpläne sowie
pädagogische Konzepte zu entwickeln. Helmut Bachmann gehört der
Expertenkommission an und sorgt auf diese Weise für die optimale
Verbindung von Strategie und Umsetzung. Die Expertenkommission
verfügt damit auch über die notwendige Infrastruktur.

Die wissenschaftliche Begleitung der Modelle "Gemeinsame Schule"
(Neue Mittelschule) erfolgt durch das Bundesinstitut für
Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung. Univ.-Prof.Dr. Werner
Specht, Ass.Prof.DDr. Günter Haider und Univ.-Prof.Dr. Ferdinand Eder
sind maßgeblich mit dieser Aufgabe befasst. Die Pädagogischen
Hochschulen werden in die wissenschaftliche Begleitung vor Ort mit
einbezogen.

Im Rahmen von "Schulgipfeln" ist die breite öffentliche Information
und Debatte geplant. Zweimal jährlich werden Lehrer-, Schüler- und
Elternvertreter, Sozialpartner, Interessensvertretungen sowie
Vertreter der Länder, Städte und Gemeinden zum Thema
"Schulorganisation und Bildung" zusammentreffen. Der erste
Schulgipfel ist für Herbst 2007 geplant.

"Offene Kommunikation soll das Projekt auszeichnen. Vom ersten
Augenblick an wird über den Verlauf der Arbeiten informiert werden.
Das ist die Basis für die Schule der Zukunft. Es gilt, möglichst
viele Menschen für Bildungsthemen zu begeistern", betont Schmied.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Pressebüro der Bundesministerin,Mag.a Petra Hafner
Tel.: (++43-1) 53 120-5031

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