Volkshilfe: Pflege und Betreuung benötigt Gesamtlösung und kein politisch motiviertes Hickhack

Wien (OTS) - "Die anhaltenden Streitigkeiten der
Regierungsparteien rund um die Pflegedebatte müssen endlich ein Ende haben, denn sie werden am Rücken der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen geführt.", so kommentiert Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Josef Weidenholzer den gestern erneut aufgeflammten Streit zwischen den Regierungsparteien zur Pflegedebatte.

Weiters hält Weidenholzer fest: "Eine Verlängerung der Amnestieregelung für so genannte illegale Pflegepersonen löst das Problem nicht, sondern verschiebt es nur um weitere sechs Monate. Angesichts der Problematik, die aufgrund der demographischen Situation jetzt eine Lösung für die kommenden Generation benötigt, ist es für die Volkshilfe und sicher auch weite Teile der Bevölkerung unverständlich, dass hier Bälle zwischen einzelnen Ministerien und zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben werden, anstatt dass endlich eine Gesamtlösung, die von der Volkshilfe schon seit Monaten eingefordert wird, gefunden wird. Es braucht einen nationalen Kraftakt für die ältere Generation und alle anderen Pflegebedürftigen, die Regelung der >24Stunden-Pflege< ist ja nur ein kleiner Teil des Problems."

Hinsichtlich der kurzfristig von BM Bartenstein aufgestellten Forderung, dass auch bei der Beschäftigung von selbstständig tätigen Pflegern ein Zuschuss gewährt werden solle, meint Präsident Weidenholzer abschließend, "dass die Volkshilfe sich immer dagegen ausgesprochen hat, wichtige soziale Dienstleistungen, wie sie Pflege und Betreuung darstellen, einem Markt der Ich-AGs auszusetzen. Gerade Pflege und Betreuung eignen sich nicht als Experimentierfeld für neoliberale Projekte. Hier darf es unter keinen Umständen zu Qualitätsbeeinträchtigungen kommen. Und diese Qualität sichern erfahrene und verlässliche gemeinnützige Trägerorganisationen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in korrekten Verhältnissen beschäftigen."

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