• 05.06.2007, 10:36:24
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Volkshilfe: Pflege und Betreuung benötigt Gesamtlösung und kein politisch motiviertes Hickhack

Wien (OTS) - "Die anhaltenden Streitigkeiten der
Regierungsparteien rund um die Pflegedebatte müssen endlich ein Ende
haben, denn sie werden am Rücken der Pflegebedürftigen und ihrer
Angehörigen geführt.", so kommentiert Volkshilfe Präsident Univ.
Prof. Josef Weidenholzer den gestern erneut aufgeflammten Streit
zwischen den Regierungsparteien zur Pflegedebatte.

Weiters hält Weidenholzer fest: "Eine Verlängerung der
Amnestieregelung für so genannte illegale Pflegepersonen löst das
Problem nicht, sondern verschiebt es nur um weitere sechs Monate.
Angesichts der Problematik, die aufgrund der demographischen
Situation jetzt eine Lösung für die kommenden Generation benötigt,
ist es für die Volkshilfe und sicher auch weite Teile der Bevölkerung
unverständlich, dass hier Bälle zwischen einzelnen Ministerien und
zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben werden, anstatt dass
endlich eine Gesamtlösung, die von der Volkshilfe schon seit Monaten
eingefordert wird, gefunden wird. Es braucht einen nationalen
Kraftakt für die ältere Generation und alle anderen
Pflegebedürftigen, die Regelung der >24Stunden-Pflege< ist ja nur ein
kleiner Teil des Problems."

Hinsichtlich der kurzfristig von BM Bartenstein aufgestellten
Forderung, dass auch bei der Beschäftigung von selbstständig tätigen
Pflegern ein Zuschuss gewährt werden solle, meint Präsident
Weidenholzer abschließend, "dass die Volkshilfe sich immer dagegen
ausgesprochen hat, wichtige soziale Dienstleistungen, wie sie Pflege
und Betreuung darstellen, einem Markt der Ich-AGs auszusetzen. Gerade
Pflege und Betreuung eignen sich nicht als Experimentierfeld für
neoliberale Projekte. Hier darf es unter keinen Umständen zu
Qualitätsbeeinträchtigungen kommen. Und diese Qualität sichern
erfahrene und verlässliche gemeinnützige Trägerorganisationen, die
ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in korrekten Verhältnissen
beschäftigen."

Rückfragehinweis:
Rainer Stoiber
E: [email protected]
T: 0676 834 02 216

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