Grüne für Ökologisierung der NÖ-Wohnbauförderung

Fasan: "Maximalförderung nur für Passivhaus-Standard"

St. Pölten (Grüne) - "Die NÖ - Wohnbauförderung ist grundsätzlich nicht schlecht. Geht es aber nach der Klimastrategie der Bundesregierung (100 Prozent der Wohnbauförderungsgelder für Klimaschutz), ist sie reformbedürftig" regt der Umweltsprecher der NÖ - Grünen LAbg. Martin Fasan eine Reform der NÖ-Wohnbauförderung an. Fasan: "Nach den Maßstäben der nationalen Klimastrategie sollten möglichst alle Nachkriegsbauten von 1945 bis 1980 thermisch saniert und dabei die Energieeffizienz um 70 Prozent erhöht werden. Nach den Berechnungen der IG Passivhaus könnten auf diese Weise 52 Prozent der gesamten CO2 - Emissionen aller österreichischen Wohngebäude eingespart werden".

Die Schwächen der NÖ-Wohnbauförderung: Die Förderungshöhe richtet sich nach Punkten, die bei jeweiliger Reduktion der Energiekennzahl (EKZ = kWh/qm) vermehrt werden und somit die Förderung erhöhen. Mit 100 Punkten ist die maximale Förderungshöhe erreicht. Die Gewichtung dieser Punktewerte entspricht nicht mehr dem heute möglichen technischen Standard. Die Maximalförderung lässt sich derzeit leicht auch ohne Passivhausstandard erreichen. Vorarlberg hat hier bereits eine Vorreiterrolle eingenommen.

Die Forderungen der Grünen:
- Vorrang für Einsparung: der erste Schritt ist die Wärmedämmung der zweite die Verwendung erneuerbarer bzw. CO2 neutraler Brennstoffe.
- Schwerpunkt Sanierung: Pro Jahr werden 4000 Neubau-Ansuchen eingereicht, die kritische, wenig gedämmte Masse, beträgt 160000 Gebäude! Hier besteht also das größte Einsparungspotential.
- Höhere Wertigkeit der Energiekennzahl in der Bewertung der Förderungshöhe
- Niedrigere Energiekennzahlen (Passivhaus) für die höchste Förderungsstufe
- Passivhausstandard für alle öffentliche Bauwerke

"Die IG Passivhaus hat errechnet, dass wir alle 25 Jahre einmal die ganzen Baukosten verheizen. Meist würden bei effizienter Sanierung bzw. optimaler Neuerrichtung 10 Prozent davon genügen. Der 3. NÖ - Klimatag Mitte Mai hat hier wichtige Erkenntnisse gebracht, die nun politisch umgesetzt werden müssen. Die Grünen werden daher in der Budgetsitzung nächste Woche entsprechende Anträge stellen", so Fasan abschließend.

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