- 03.06.2007, 11:13:35
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Industrie: 47 Leitbetriebe schaffen 265.000 heimische Arbeitsplätze
IV-GS Beyrer bei Europaforum Wachau: Klein- und Mittelbetriebe profitieren massiv - LCU-Verträglichkeit des Standortes weiter verbessern
Wien (OTS) - Wien (PdI) Für die "offensive Stärkung von Leading
Competence Units (LCUs) als Knotenpunkte der Standortdynamik in
Österreich", sprach sich der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer gestern, Samstag,
als Vorsitzender des Arbeitskreises "Industrielle Leitbetriebe und
Klein- und Mittelunternehmen (KMU) - starke Partner für eine
florierende Wirtschaft" beim Europaforum Wachau aus. Klein- und
Mittelbetriebe würden von Leitbetrieben oder LCUs "massiv
profitieren", betonte Beyrer. So habe eine Studie des
Industriewissenschaftlichen Instituts (iwi) im Auftrag der IV
ergeben, dass 47 LCUs in Österreich rund 265.500 Arbeitsplätze
schaffen und mit rund 57.000 Zulieferbetrieben kooperieren. Als
Berichterstatter des Europaforum-Arbeitskreises fasste
Agrana-Generaldirektor DI Johann Marihart die Ergebnisse der
Diskussion zum Thema LCU - KMU abschließend zusammen.
Die 47 untersuchten Leitbetriebe würden rund 1,61 Mrd. Euro - 30,09
Prozent aller nationalen Ausgaben in dem Bereich - in Forschung &
Entwicklung (F&E) investieren. LCU seien damit "zentrale
Schaltstellen in Forschungs-, Technologie- und Innovationsnetzwerken.
Im Verbund mit Klein- und Mittelbetrieben (KMU) sind sie die beste
Zukunftssicherung für den Standort Österreich sowie Schrittmacher für
Wachstum und Innovation und damit für Wohlstand und Beschäftigung."
Es gehe darum, einen "Schneeballeffekt zu generieren und alle Glieder
der Kette weiter zu stärken, um wettbewerbsfähig zu sein", sagte
Marihart.
Politische Maßnahmen im Bereich der Steuerreform und der Forschung
hätten Schlüssel-Beiträge für Österreichs künftige LCU-Attraktivität
geleistet, sagte Beyrer. "Auf dieser Basis muss die
LCU-Verträglichkeit des Standortes Österreich ständig überprüft und
weiter verbessert werden. Vor allem vor dem Hintergrund der absoluten
Erfolgsstory EU-Mitgliedschaft - die laut Professor Breuss pro
Erwerbsperson und Jahr im Schnitt 655 Euro bringt - muss es unser
gemeinsames Ziel sein, bestehende HQs und LCUs in Österreich zu
halten bzw. zu weiteren Investitionen zu ermutigen, neue HQs und LCUs
müssen angesiedelt werden", so der IV-Generalsekretär, der in dem
Zusammenhang für "mehr Offenheit" gegenüber ausländischem Kapital in
Österreich plädierte.
Neben den traditionellen Mitbewerbern und den neuen EU-Mitgliedern
seien ganze Regionen (z.B. Asien mit China, Indien) zu ernst zu
nehmenden Playern geworden, die auch für den Standort Österreich
große Herausforderungen darstellen. Vor dem Hintergrund hat die IV
2006 ein umfassendes Positionspapier entwickelt und verfolgt im
Rahmen ihrer "Strategie für Leitbetriebe" einen "integralen Ansatz
von LCU-, d.h. Industrie- und KMU-Politik". "Das Industrieland
Österreich braucht mehr denn je eine intelligente, vernetzte Politik,
die das Miteinander von KMU und LCUs am Wirtschaftsstandort
Österreich im Interesse des Standorts, der Wettbewerbsfähigkeit und
der Beschäftigung forciert", betonte Beyrer.
Rückfragehinweis:
Dr. Raphael Draschtak
Industriellenvereinigung
Tel.: 0664-8168699
[email protected]
www.iv-net.at
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