Industrie: 47 Leitbetriebe schaffen 265.000 heimische Arbeitsplätze

IV-GS Beyrer bei Europaforum Wachau: Klein- und Mittelbetriebe profitieren massiv - LCU-Verträglichkeit des Standortes weiter verbessern

Wien (OTS) - Wien (PdI) Für die "offensive Stärkung von Leading Competence Units (LCUs) als Knotenpunkte der Standortdynamik in Österreich", sprach sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer gestern, Samstag, als Vorsitzender des Arbeitskreises "Industrielle Leitbetriebe und Klein- und Mittelunternehmen (KMU) - starke Partner für eine florierende Wirtschaft" beim Europaforum Wachau aus. Klein- und Mittelbetriebe würden von Leitbetrieben oder LCUs "massiv profitieren", betonte Beyrer. So habe eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (iwi) im Auftrag der IV ergeben, dass 47 LCUs in Österreich rund 265.500 Arbeitsplätze schaffen und mit rund 57.000 Zulieferbetrieben kooperieren. Als Berichterstatter des Europaforum-Arbeitskreises fasste Agrana-Generaldirektor DI Johann Marihart die Ergebnisse der Diskussion zum Thema LCU - KMU abschließend zusammen.

Die 47 untersuchten Leitbetriebe würden rund 1,61 Mrd. Euro - 30,09 Prozent aller nationalen Ausgaben in dem Bereich - in Forschung & Entwicklung (F&E) investieren. LCU seien damit "zentrale Schaltstellen in Forschungs-, Technologie- und Innovationsnetzwerken. Im Verbund mit Klein- und Mittelbetrieben (KMU) sind sie die beste Zukunftssicherung für den Standort Österreich sowie Schrittmacher für Wachstum und Innovation und damit für Wohlstand und Beschäftigung." Es gehe darum, einen "Schneeballeffekt zu generieren und alle Glieder der Kette weiter zu stärken, um wettbewerbsfähig zu sein", sagte Marihart.

Politische Maßnahmen im Bereich der Steuerreform und der Forschung hätten Schlüssel-Beiträge für Österreichs künftige LCU-Attraktivität geleistet, sagte Beyrer. "Auf dieser Basis muss die LCU-Verträglichkeit des Standortes Österreich ständig überprüft und weiter verbessert werden. Vor allem vor dem Hintergrund der absoluten Erfolgsstory EU-Mitgliedschaft - die laut Professor Breuss pro Erwerbsperson und Jahr im Schnitt 655 Euro bringt - muss es unser gemeinsames Ziel sein, bestehende HQs und LCUs in Österreich zu halten bzw. zu weiteren Investitionen zu ermutigen, neue HQs und LCUs müssen angesiedelt werden", so der IV-Generalsekretär, der in dem Zusammenhang für "mehr Offenheit" gegenüber ausländischem Kapital in Österreich plädierte.

Neben den traditionellen Mitbewerbern und den neuen EU-Mitgliedern seien ganze Regionen (z.B. Asien mit China, Indien) zu ernst zu nehmenden Playern geworden, die auch für den Standort Österreich große Herausforderungen darstellen. Vor dem Hintergrund hat die IV 2006 ein umfassendes Positionspapier entwickelt und verfolgt im Rahmen ihrer "Strategie für Leitbetriebe" einen "integralen Ansatz von LCU-, d.h. Industrie- und KMU-Politik". "Das Industrieland Österreich braucht mehr denn je eine intelligente, vernetzte Politik, die das Miteinander von KMU und LCUs am Wirtschaftsstandort Österreich im Interesse des Standorts, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung forciert", betonte Beyrer.

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