- 01.06.2007, 20:50:29
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Neuer lutherischer Bischof Bünker: Markenzeichen Evangelium
Vertrauensvolle Ökumene - Wachsen an Deutlichkeit, Profil und Zahl
Eisenstadt (epdÖ) - "Die evangelische Kirche ist gut beraten, wenn
sie das Evangelium zu ihrem Markenzeichen macht." Das sagte der neu
gewählte Bischof der Evangelischen Kirche A.B., Hon.-Prof. Dr.
Michael Bünker, vor VertreterInnen der Medien unmittelbar nach seiner
Wahl auf der Synode der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich am 1.
Juni in Eisenstadt. Der Bischof hob hervor, dass ihm "die
Konzentration auf die Heilige Schrift, auf die Bibel" ein "besonderes
Anliegen" sei. Bünker äußerte den Gedanken, als neu gewählter Bischof
auch in einem öffentlichen Rahmen zu einer Auseinandersetzung mit der
Bibel einladen zu wollen. An dem Mediengespräch nahmen auch der
scheidende lutherische Bischof Mag. Herwig Sturm und der lutherische
Superintendent des Burgenlandes, Mag. Manfred Koch, teil.
Bünker: Ökumene in Österreich sehr gut und vertrauensvoll
Das gegenwärtige ökumenische Klima in Österreich bezeichnete Bünker
als "sehr gut" und "sehr vertrauensvoll". Seiner Meinung nach ist
"das ökumenische Miteinander" in Österreich eines, "von dem anderswo
bestenfalls geträumt werden kann". Zur politischen Seite seines neuen
Bischofsamtes sagte Bünker: "So politisch wie das Evangelium ist, so
politisch muss auch ein Bischof sein." In Anbetracht dessen, dass er
erst am 1. Januar 2008 sein Amt antreten werde, verwies Bünker
darauf, dass bis dahin "noch einige Zeit ist, um Vorbereitungen zu
treffen". Er sprach dem scheidenden Bischof Herwig Sturm seinen Dank
dafür aus, dass er mit ihm gemeinsam das neue Amt vorbereiten kann.
Kirche wächst, weil sie lebt
Angesprochen auf den in allen Kirchen zu beobachtenden Rückgang der
Mitgliederzahlen sagte Bünker: "Kirche wächst, weil sie lebt." Die
Kirchen in Europa wären jedoch aufgrund rückgängiger Mitgliederzahlen
in einer Krise, die eine Ausnahme in der ganzen Welt darstelle.
"Wachstum" würde das "Wachstum an Deutlichkeit, Profil und Zahl"
bedeuten. Bünker: "Wir werden uns nicht scheuen, Leute anzusprechen
und für das Evangelium zu gewinnen." Wachstum sei aber auch ein
"Wachstum auf Jesus Christus zu". Kirche dürfe nicht sich in den
Vordergrund stellen, sondern das, was ihr anvertraut sei: "Jesus
Christus, die Botschaft der Versöhnung und den Schatz in irdenen
Gefäßen". Im Bezug auf die von ihm genannte "evangelische
Katholizität" präzisierte Bünker: "Kirche darf sich nie nur auf eine
bestimmte Region konzentrieren, sondern muss immer den weltweiten
Zusammenhang sehen." Wenn man das "Gotteslob" singe, "singen es auch
andere auf der Welt".
Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at
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