- 25.05.2007, 17:32:32
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Wiener Gemeinderat (8)
Dringliche Anfrage an den Herrn Bürgermeister zum Thema "Energiewende in Wien"
Wien (OTS) - GR Susanne Jerusalem (Grüne) verlas die 13 Punkte
umfassende Anfrage an den Herrn Bürgermeister.
GR Mag. Maria Vassilakou (Grüne) nahm in ihrer Wortmeldung Bezug
auf die von der UNO jüngst in Auftrag gegebenen Berichte, wonach der
Klimawandel das Leben auf dieser Welt maßgeblich verändere. Die
österreichische Klimaschutzpolitik habe komplett versagt, so
Vassilakou, in Wien fehle es an konkreten Plänen und Maßnahmen, das
Kyoto-Ziel zu erreichen, im Bereich des Ausbaus der Solarenergie sei
Wien Schlusslicht, auch fehle Wien der Wille zur Unabhängigkeit von
fossilen Energien und dem Atomstrom. Klimaschutz sei eindeutig
Chefsache, daher forderten die Wiener Grünen mit dieser Dringlichen
Anfrage den Wiener Bürgermeister auf, eine Energiesparoffensive für
Wien in Angriff zu nehmen und ähnlich wie in Vorarlberg im
geförderten Wohnbau auf Passivbauten umzustellen. Nur mit konkret
messbaren Modellen und Projekten käme Wien von seiner Position als
Klimaschlusslicht wieder in den Bereich einer Klimamusterstadt, sagte
Vassilakou abschließend.
In seiner Beantwortung der Dringlichen Anfrage betonte
Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ), dass er sich von niemanden in
dieser Stadt die Leistungen im Bereich der
Energieeffizienzoptimierung der Stadt "klein reden" lasse. Wien habe
zwar in diesem Bereich noch einiges zu tun, es sei bedauerlich, dass
Wien die minus 14 Prozent CO2-Reduktion (Kyoto-Ziel) nicht erreicht
habe, dennoch sei Wien im Vergleich zu allen österreichischen
Bundesländern das Land mit den besten Klima- und Umweltwerten. Dass
eine Millionenhauptstadt den ambitionierten Klimaschutzzielen am
Nächsten gekommen sei, spreche für die unheimliche Fülle an
Förderungen, Beratungsmaßnahmen und technischen Möglichkeiten, die
Wien auf diesem Sektor anbiete. Eine 1:1-Übernahme des Vorarlberger
Passivbaumodells sei aus Gründen der höheren Kosten, der geringeren
Erfahrungswerte, sowie der sich rasant wandelnden Entwicklungen im
Bereich der Niedrigenergie und des Passivenergiehausbaus für Wien
nicht sinnvoll. An positiven Leistungen der Stadt führte der
Bürgermeister u.a. an: Verdoppelung der Wiener Förderung von
Solarenergie (von 440.000 auf 800.000 Euro), für die Jahre 2007 und
2008 wurde noch einmal eine Erhöhung auf 1 Million Euro pro Jahr
beschlossen; umweltschonende und Energiesparmaßnahmen unterstützende
Technologien im geförderten Wohnbau (Thewosan, aktuelle
Bauträgerwettbewerbe im 3. und 21. Bezirk), laufende Optimierungen
der Betriebstechnik im städtischen Fuhrpark, Maßnahmen zur offensiven
Energieberatung. (Forts.) lei/rr
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
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