Erfolgreiche Lebensmittel-Exportoffensive für Österreich geht in die 10. Runde

WKÖ-Vizepräsident Schenz: Rund 400 österreichische Firmen trafen über 1.000 Einkäufer aus Mittel- und Osteuropa

Wien (PWK397) - "Export 1-24" ist eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit dem Lebensministerium und der AMA, die von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ und ihren Außenhandelsstellen in Mittel- und Osteuropa durchgeführt wird. "Seit dem Start dieser Agrar- und Lebensmittel-Exportoffensive im Jahr 2003 gab es inzwischen 9 Lebensmittelpräsentationen in 9 Hauptstädten (Budapest, Prag, Laibach, Sofia, Bukarest, Warschau, Pressburg, Zagreb und Moskau), gefolgt von Österreichwochen mit den wichtigen Handelsketten des Landes", berichtet WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz, der sich mit Bundesminister Josef Pröll gerade auf der 10. Station in Belgrad befindet.

Insgesamt nahmen bislang an die 400 österreichische Unternehmen der Lebensmittelbranche teil und trafen auf über 1.000 Einkäufer von Handelsketten, Großhändlern und Importeure aus den jeweiligen Ländern. "Davon gehen starke Impulse für die heimischen Agrar- und Lebensmittelexporte aus", weiß Schenz. Diese seien seit 2003 bis 2006 von rund 5 Mrd Euro auf 6,6 Mrd Euro angestiegen. "Auch die Steigerung der Lebensmittel-Exportquote von 12 Prozent im Jahr 1995 auf über 40 Prozent im Jahr 2006 unterstreicht eindrucksvoll die Erfolge bei der Belieferung von Auslandsmärkten mit typisch österreichischen Lebensmitteln, Getränken und Spezialitäten", so der Vizepräsident.

Zu den umsatzstärksten Branchen der österreichischen Lebensmittelindustrie mit insgesamt 30 Berufsgruppen gehören die Brauindustrie, die Erfrischungsgetränkeindustrie, die Süßwarenindustrie, die Fleischwarenindustrie und die Fruchtsaftindustrie. Besonders eindrucksvoll sind die österreichischen Exporterfolge bei Lebensmitteln der höchsten Wertschöpfungsstufe. Zu den "rot-weiß-roten Exportkaisern" zählen neben Energy-Drinks, Limonaden und Eistees die österreichischen Süßwaren sowie Feinbackwaren und Spezialitäten aus der österreichischen Mehlspeisküche.

Schenz sieht weiterhin ein großes Exportpotenzial für Österreichs Agrar- und Lebensmittel. Österreichs Hauptexportland für Agrar- und Lebensmittellieferungen ist und bleibt Deutschland. Im Jahr 2006 sind diese um 7,3% gestiegen und erreichten ein Volumen von 2 Mrd Euro, gefolgt von Italien mit 1,1 Mrd Euro (+ 6,9% gegenüber 2005). Zur Unterstützung der in diesem Bereich exportierenden österreichischen Firmen hat die Außenwirtschaft Österreich 2006/2007 Teilnahmen an rund 100 Lebensmittel-Veranstaltungen weltweit organisiert bzw. eigene Aktivitäten und Marktsondierungsreisen durchgeführt.

"Auch die österreichischen Agrarexporte nach Serbien stiegen 2006 gegenüber dem Jahr davor um satte 51,2 Prozent", so Schenz aus Belgrad. Österreich exportiert dorthin hauptsächlich Schokoladewaren, Lebensmittelzubereitungen, Energydrinks, Eistee und Limonaden. Die Agrarimporte aus Serbien - hauptsächlich gefrorene Früchte, Fruchtsäfte und -konzentrate, Beeren - nahmen um 75 Prozent zu.

Da für den Außenhandel zwischen Serbien und Österreich zurzeit keine einheitlichen Daten vorliegen, können die österreichischen Exporte nur für Serbien, Montenegro und Kosovo gemeinsam ausgewiesen werden. "Diese haben im letzen Jahr um fast ein Fünftel auf über 520 Mio. Euro zugelegt", gibt Schenz die aktuellsten Statistiken bekannt. Die Importe aus den drei Ländern beliefen sich 2006 auf ca. 150 Mio. Euro, und stiegen damit um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stieg der Warenaustausch um ein Viertel auf fast 700 Mio. Euro an. Alleine Serbien hat im letzen Jahr österreichische Erzeugnisse im Wert von 450 Mio. Euro importiert.

"Wie die Zahlen zeigen, haben sich österreichische Unternehmen auch im Jahr 2006 nicht von politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten abschrecken lassen. Die Anzahl der österreichischen Niederlassungen stieg auf über 200 Unternehmen vor Ort", freut sich der Österreichische Handelsdelegierte in Belgrad, Herbert Preclik, über diesen positiven Trend beim Engagement österreichischer Firmen. Die größten Investitionen 2006 waren der Erwerb der dritten Mobilfunklizenz durch die Mobilkom Austria, die Übernahme der Zepter Osiguranje durch die Uniqa Versicherung und der Markteinstieg des Fruchtsaftproduzenten Rauch im August. Neben der Wiener Städtischen, der Generali Versicherung und der Grazer Wechselseitigen sind jetzt vier österreichische Versicherer am Markt aktiv. Zurzeit boomen in Serbien vor allem alle Sektoren im Bau- und Immobilienbereich. Kurz bis mittelfristig werden alleine in Belgrad 600.000 m2 Büro und Shoppingcenterflächen errichtet. Dazu kommen die Großaufträge beim Bau der beiden EU-Korridore (IV, X) durch Serbien.

"Verglichen mit anderen Exportnationen genießt Österreich in Serbien viele komparative Vorteile, wie das Verständnis für Mentalität und Kultur sowie bereits frühere Marktpräsenz, aus den Jahren des früheren Jugoslawiens", berichtet Preclik und appelliert an die österreichischen Unternehmen diese auch entsprechend zu nutzen und den Schritt auf den serbischen Markt zu setzen. (Ne)

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