- 25.05.2007, 10:38:41
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Erfolgreiche Lebensmittel-Exportoffensive für Österreich geht in die 10. Runde
WKÖ-Vizepräsident Schenz: Rund 400 österreichische Firmen trafen über 1.000 Einkäufer aus Mittel- und Osteuropa
Wien (PWK397) - "Export 1-24" ist eine gemeinsame Initiative der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit dem Lebensministerium und der
AMA, die von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ und ihren
Außenhandelsstellen in Mittel- und Osteuropa durchgeführt wird. "Seit
dem Start dieser Agrar- und Lebensmittel-Exportoffensive im Jahr 2003
gab es inzwischen 9 Lebensmittelpräsentationen in 9 Hauptstädten
(Budapest, Prag, Laibach, Sofia, Bukarest, Warschau, Pressburg,
Zagreb und Moskau), gefolgt von Österreichwochen mit den wichtigen
Handelsketten des Landes", berichtet WKÖ-Vizepräsident Richard
Schenz, der sich mit Bundesminister Josef Pröll gerade auf der 10.
Station in Belgrad befindet.
Insgesamt nahmen bislang an die 400 österreichische Unternehmen
der Lebensmittelbranche teil und trafen auf über 1.000 Einkäufer von
Handelsketten, Großhändlern und Importeure aus den jeweiligen
Ländern. "Davon gehen starke Impulse für die heimischen Agrar- und
Lebensmittelexporte aus", weiß Schenz. Diese seien seit 2003 bis 2006
von rund 5 Mrd Euro auf 6,6 Mrd Euro angestiegen. "Auch die
Steigerung der Lebensmittel-Exportquote von 12 Prozent im Jahr 1995
auf über 40 Prozent im Jahr 2006 unterstreicht eindrucksvoll die
Erfolge bei der Belieferung von Auslandsmärkten mit typisch
österreichischen Lebensmitteln, Getränken und Spezialitäten", so der
Vizepräsident.
Zu den umsatzstärksten Branchen der österreichischen
Lebensmittelindustrie mit insgesamt 30 Berufsgruppen gehören die
Brauindustrie, die Erfrischungsgetränkeindustrie, die
Süßwarenindustrie, die Fleischwarenindustrie und die
Fruchtsaftindustrie. Besonders eindrucksvoll sind die
österreichischen Exporterfolge bei Lebensmitteln der höchsten
Wertschöpfungsstufe. Zu den "rot-weiß-roten Exportkaisern" zählen
neben Energy-Drinks, Limonaden und Eistees die österreichischen
Süßwaren sowie Feinbackwaren und Spezialitäten aus der
österreichischen Mehlspeisküche.
Schenz sieht weiterhin ein großes Exportpotenzial für Österreichs
Agrar- und Lebensmittel. Österreichs Hauptexportland für Agrar- und
Lebensmittellieferungen ist und bleibt Deutschland. Im Jahr 2006 sind
diese um 7,3% gestiegen und erreichten ein Volumen von 2 Mrd Euro,
gefolgt von Italien mit 1,1 Mrd Euro (+ 6,9% gegenüber 2005). Zur
Unterstützung der in diesem Bereich exportierenden österreichischen
Firmen hat die Außenwirtschaft Österreich 2006/2007 Teilnahmen an
rund 100 Lebensmittel-Veranstaltungen weltweit organisiert bzw.
eigene Aktivitäten und Marktsondierungsreisen durchgeführt.
"Auch die österreichischen Agrarexporte nach Serbien stiegen 2006
gegenüber dem Jahr davor um satte 51,2 Prozent", so Schenz aus
Belgrad. Österreich exportiert dorthin hauptsächlich Schokoladewaren,
Lebensmittelzubereitungen, Energydrinks, Eistee und Limonaden. Die
Agrarimporte aus Serbien - hauptsächlich gefrorene Früchte,
Fruchtsäfte und -konzentrate, Beeren - nahmen um 75 Prozent zu.
Da für den Außenhandel zwischen Serbien und Österreich zurzeit
keine einheitlichen Daten vorliegen, können die österreichischen
Exporte nur für Serbien, Montenegro und Kosovo gemeinsam ausgewiesen
werden. "Diese haben im letzen Jahr um fast ein Fünftel auf über 520
Mio. Euro zugelegt", gibt Schenz die aktuellsten Statistiken bekannt.
Die Importe aus den drei Ländern beliefen sich 2006 auf ca. 150 Mio.
Euro, und stiegen damit um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt stieg der Warenaustausch um ein Viertel auf fast 700 Mio.
Euro an. Alleine Serbien hat im letzen Jahr österreichische
Erzeugnisse im Wert von 450 Mio. Euro importiert.
"Wie die Zahlen zeigen, haben sich österreichische Unternehmen
auch im Jahr 2006 nicht von politischen und wirtschaftlichen
Unsicherheiten abschrecken lassen. Die Anzahl der österreichischen
Niederlassungen stieg auf über 200 Unternehmen vor Ort", freut sich
der Österreichische Handelsdelegierte in Belgrad, Herbert Preclik,
über diesen positiven Trend beim Engagement österreichischer Firmen.
Die größten Investitionen 2006 waren der Erwerb der dritten
Mobilfunklizenz durch die Mobilkom Austria, die Übernahme der Zepter
Osiguranje durch die Uniqa Versicherung und der Markteinstieg des
Fruchtsaftproduzenten Rauch im August. Neben der Wiener Städtischen,
der Generali Versicherung und der Grazer Wechselseitigen sind jetzt
vier österreichische Versicherer am Markt aktiv. Zurzeit boomen in
Serbien vor allem alle Sektoren im Bau- und Immobilienbereich. Kurz
bis mittelfristig werden alleine in Belgrad 600.000 m2 Büro und
Shoppingcenterflächen errichtet. Dazu kommen die Großaufträge beim
Bau der beiden EU-Korridore (IV, X) durch Serbien.
"Verglichen mit anderen Exportnationen genießt Österreich in
Serbien viele komparative Vorteile, wie das Verständnis für
Mentalität und Kultur sowie bereits frühere Marktpräsenz, aus den
Jahren des früheren Jugoslawiens", berichtet Preclik und appelliert
an die österreichischen Unternehmen diese auch entsprechend zu nutzen
und den Schritt auf den serbischen Markt zu setzen. (Ne)
Rückfragehinweis:
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