- 24.05.2007, 11:54:55
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Europäische Arbeitgeber für Öffnung der Arbeitsmärkte
Arbeitgeberverbände aus Deutschland, Niederlande, Dänemark, Schweiz und Österreich orten bei Fachkräftemangel größte gegenwärtige "Wachstumsbremse"
Den Haag (OTS) - (PdI) Einigkeit herrscht bei den Industrie- und
Arbeitgeberverbänden aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, der
Schweiz und Österreich, dass vor allem der akute Fachkräfte- und
Arbeitskräftemangel die Wachstumsentwicklung in diesen Staaten
gegenwärtig hemmt. Insbesondere für den Bundesverband der Deutschen
Industrie (BDI) und die Industriellenvereinigung (IV) ist klar, dass
spätestens 2009 der Arbeitsmarkt in diesen beiden Staaten gegenüber
den neuen EU-Mitgliedstaaten geöffnet werden muss, wovon angesichts
der Arbeitsmarktentwicklungen auszugehen ist. "Für Österreich gilt
darüber hinaus - nicht zuletzt durch den Beschäftigungszuwachs und
damit Austrocknung des inländischen Arbeitsmarktes in spezifischen
Branchen - dass rasch eine sektorale Öffnung des Arbeitsmarktes
vorzunehmen ist", betonte Mag. Markus Beyrer, Generalsekretär der
Industriellenvereinigung, auf einem Arbeitstreffen mit den
Generalsekretären bzw. Geschäftsführern dieser europäischen
Arbeitgeberverbände in Den Haag.
"Europa und Österreich brauchen die besten Köpfe und Hände", so
der IV-Generalsekretär. Selbstverständlich sei die Ausbildung der
benötigten Fachkräfte prioritär, um kein inländisches
Arbeitskräfte-Potenzial ungenützt zu lassen. Alle laufenden
intensiven Bemühungen reichen aber nicht aus, den aktuellen Bedarf zu
decken. Es gebe nunmehr wieder eine Chance, um jene Fachkräfte, die
nach Großbritannien oder Irland gehen wollen, für Österreich zu
gewinnen. "Diese Chance muss ergriffen werden. Denn mit jeder
zusätzlichen Fachkraft werden neue Arbeitsplätze in vor- und
nachgelagerten Tätigkeiten und Bereichen geschaffen. Andernfalls kann
das Wachstumspotenzial bei der Beschäftigung nicht voll genützt
werden."
Die Interlaken-Gruppe
Die Industriellenvereinigung ist seit vielen Jahren fest in der
sogenannten Interlaken-Gruppe integriert, einem informellen und
freundschaftlichen Bündnis der Industrie- und Unternehmerverbände aus
Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Schweiz und Österreich. Die
Gruppe hat sich nach dem Ort des ersten Treffens in dieser
Zusammensetzung benannt, das im Schweizer Luftkurort Interlaken
stattfand. Die gemeinsame Basis dieser Länder ist die Nähe zum
deutschen Markt. Beim jährlichen Interlakentreffen, das abwechselnd
in einem der fünf Länder stattfindet, wird traditionell Deutsch
gesprochen.
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