- 24.05.2007, 11:09:24
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Halder: Zukunft Europas gemeinsam mit der Jugend gestalten
Diskussion mit Politikern und Jugendlichen
Bregenz (VLK) - Im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz
diskutierten gestern, Mittwoch, der frühere Nationalratspräsident
Heinrich Neisser, Landtagspräsident Gebhard Halder und der
Vorsitzende des Europa-Ausschusses des Landtages, Hans Kohler, mit
Schülerinnen und Schülern die Zukunft der Europäischen Union. "Das in
den vergangenen Jahrzehnten Erreichte zu bewahren gelingt am besten,
wenn wir die gemeinsame Zukunft mit unserer Jugend gestalten", sagte
Präsident Halder.
Ziel der Gründerväter der EU war es, die Länder Europas
wirtschaftlich und politisch zu vereinen und einen dauerhaften
Frieden zu gewährleisten. Der Rückblick auf die seither vergangenen
50 Jahre offenbare eine Erfolgsgeschichte, so Halder. Die Union habe
sich zu einer Handelsmacht und zu einem wichtigen Faktor in der
Politik entwickelt, doch darüber hinaus sei Europa noch viel mehr.
Halder: "Die Union ist eine Wertegemeinschaft, die sich auch für
nachhaltige Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Solidarität
einsetzt."
Trotz aller Schwächen - z.B. die Überregulierung - haben 50 Jahre
europäische Zusammenarbeit den Europäern zahlreiche konkrete Vorteile
gebracht. So habe die EU die Mobilität der Menschen gefördert und zum
Abbau von Grenzen beigetragen. Nicht zuletzt konnten dank der
Studentenaustauschprogramme der EU bereits Millionen junger Europäer
in einem anderen Land leben und studieren.
Heinrich Neisser sieht als große Herausforderungen der Zukunft die
Frage, wie weit die EU noch expandieren kann, sowie die Förderung von
Demokratie und Einräumung von mehr Mitspracherechten für Bürgerinnen
und Bürger. Europa müsse ein Europa der Regionen werden, der
Regionalismus sei ein Gegengewicht zum Zentralismus. Die Beseitigung
der Grenzbalken ist laut Neisser ein Symbol der Freiheit.
"Die Schülerinnen und Schüler stellten bei dieser Veranstaltung
des Landtages ihr profundes Wissen über die EU unter Beweis und
zeigten sich als engagierte Europäer. Für mich ist es von
entscheidender Bedeutung, unsere Jugend aktiv in die Gestaltung
unserer gemeinsamen europäischen Zukunft einzubinden", so Präsident
Halder abschließend.
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