Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Tadschikistan als Vorbild" (von Claudia Grabner)

Ausgabe, 23. Mai 2007

Klagenfurt (OTS) - Kärnten soll sich ein Vorbild an Albanien oder Tadschikistan nehmen. Dort werde eine Bank transparenter verkauft als es mit dem Hypo-Deal in Kärnten geschehen ist. Der gut gemeinte Rat österreichischer Finanzexperten trieft vor Ironie, spricht aber Klartext: Hinter dem bayrisch-kärntnerischen Milliardengeschäft rankt sich ein Konglomerat aus Schieflage, Fragezeichen und wundersamer Geldvermehrung.

Geldvermehrung zumindest für jenen Tilo Berlin, der vor einem halben Jahr wie Phönix aus der Asche steigt, sich 25 Prozent der Anteile zum - wie man mittlerweile weiß - Spottpreis sichert und jetzt im Vorbeigehen 100 Millionen Euro in Cash macht. Nicht dass man neidig wäre.
Trotzdem darf man leise anfragen,wie das so ist mit guten Freunden.

Eine Bank, die man (wer?) vor einem halben Jahr auf 2,1 Milliarden schätzt, geht plötzlich um 3,2 Milliarden weg wies "warme Semmerl; der Miteigen- tümer Grazer Wechselseitige weiß von nichts und schreibt ein paar Milliönchen in den Wind; zum Drüberstreuen hat mit Wolfgang Kulterer just der gegangene Ex-Bankdirektor die Fäden in der Hand; bleibt unterm Strich ein zufriedener LH, der seinem Wählervolk fortan die Geschichte vom reichen Kärnten erzählt. Und der verschweigt, dass dieses reiche Kärnten - auf einem Schuldenberg von 1,6 Milliarden Euro sitzt. Das ist Rekord.

Rückfragen & Kontakt:

Neue Kärntner Tageszeitung
Viktringer Ring 28
9020 Klagenfurt

Mag. Claudia Grabner
Tel.: 0463/5866-532
E-Mail: claudia.grabner@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001