• 22.05.2007, 15:41:58
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  • OTS0258 OTW0258

Neustrukturierung "Kunst im öffentlichen Raum Wien"

Reaktion des Leiters und Kurators Roland Schöny

Wien (OTS) - Überrascht über die aktuelle Entwicklung, die ihm
auch über das Büro des Herrn Kulturstadtrats kommuniziert wurde,
begrüßt Roland Schöny die Gründung einer GesmbH für Kunst im
öffentlichen Raum außerordentlich. Ein Konzept dafür wurde gemeinsam
mit zahlreichen ExpertInnen am Wissenschaftszentrum Wien entwickelt.
Die Grundidee war allerdings eine autonome GesmbH unter Einbeziehung
der Organe der entsprechenden Abteilungen der Stadt Wien wie zum
Beispiel der Kulturabteilung, der MA 34, MA 19 oder auch MA 21.

Die Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien" wird nun in die
schon lange angestrebte Form einer GesmbH umgewandelt. Grundlagen für
eine solche Organisationsform wurden am Wissenschaftszentrum Wien
recherchiert und entwickelt. Dort ist auch bis dato die inhaltliche
Leitung sowie die operative Umsetzung einzelner Kunstprojekte
angesiedelt; ebenso die Durchführung von Kunstwettbewerben. Die
finanzielle Abwicklung erfolgte über die Kulturabteilung der Stadt
Wien. Der Leiter der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien"
konstatiert, dass der bisherige Aufbau des gesamten Projekts nur mit
der Ressource Wissenschaftszentrum Wien möglich war. Denn hier sind
auch, so Roland Schöny, die für die öffentliche Kunst essentiellen
Bereiche der Sozialforschung und Stadtentwicklung im internationalen
Vergleich inhaltlich angesiedelt. Der hervorragende inhaltliche
Kommunikationsfluss ermöglichte beispielsweise die Generierung des
signifikanten temporären Kunstprojekts "add on" auf dem Wiener
Wallensteinplatz, das zu einer Ikone der öffentlichen Kunst wurde.
Schöny verweist auch auf die Kompetenz zahlreicher fixer und
temporärer Mitarbeiter im Bereich der Kunstproduktion, durch deren
außerordentliche Erfahrung konnten Bauprojekte wie die 130 Meter
lange umfassende Medieninstallation "Pi" des kanadischen Künstlers
Ken Lum umgesetzt werden.

Nachdem mehrere am Wissenschaftszentrum Wien entwickelte
prototypische Realisierungsmuster für Kunstprojekte im öffentlichen
Raum evaluiert wurden, erschien die Gründung einer autonomen GesmbH
als die optimale organisatorische und finanzielle Konstruktion für
Kunst im Stadtraum.

Vorallem stellt sich im internationalen Vergleich heraus, so
Roland Schöny, dass dies eine sehr mutige und organisatorisch
sinnvolle Lösung sei.

Schöny selbst - bis dato Leiter der Initiative "Kunst im öffentlichen
Raum Wien" - formulierte einen anderen Vorschlag für den Beirat.

Er weist auf die konstruktive und engagierte Arbeit des
Gründungsbeirats hin:

Berthold Ecker (Leiter des Referats Bildende Kunst)
Silvia Eiblmayr (Direktorin Galerie im Taxispalais Innsbruck)
Brigitte Huck (freie Kuratorin und Autorin)
Edelbert Köb (Direktor Museum moderner Kunst)
Wolfgang Kos (Direktor Wien Museum)

Alle haben ihre jahrzehntelange Erfahrung für Kunst im öffentlichen
Raum eingebracht.

So konnte auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden.

Dass er selbst nun die von ihm erfolgreich aufgebaute Initiative
nicht mehr weiterführen soll, verwundert ihn. Er verweist darauf,
dass "Kunst im öffentlichen Raum Wien" zu den Erfolgsprojekten dieser
Legislaturperiode des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny
zählt. Trotz überraschender Entwicklung besteht ein konstruktives
Einvernehmen mit dem Büro des Kulturstadtrats.

Roland Schöny hat sich aus seinen verschiedenen Positionen heraus
seit 1994 für die Umsetzung einer Regelung für Kunst im öffentlichen
Raum in Wien offensiv einsetzt. Unteranderem als Kulturredakteur des
Radioprogramms Österreich Eins.

Durch seine kuratorische Tätigkeit am OK-Centrum für Gegenwartskunst
bringt er Erfahrungen im Bereich der Kunstproduktion mit. Als Leiter
und Kurator der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien arbeitet
er seit 2004.

Die bisher realisierten Projekte sind umfangreich auf der Website
www.publicartvienna.at dokumentiert.

Für Österreich bisher einzigartig wurde am Wissenschaftszentrum
Wien auch eine Resonanzanalyse der temporären Intervention
"Geschichte(n) vor Ort" (gemeinsam mit den Kuratoren Margarete
Makovec, Michal Kolecek) erstellt.

Bei der Entwicklung von Kunst im öffentlichen Raum müssen auch
aktuelle Definitionen von Urbanität und Diversität eingebracht
werden. Bereits seit längerem vorgesehen ist die inhaltliche
Entwicklung und Umsetzung von Kunstwerken der türkisch/deutschen
Künstlerin Ayse Erkmen im 16. Bezirk, ein großes Werk des
niederländischen Künstlers Joep van Lieshout für die Wohnhausanlage
Kabelwerk im 12. Bezirk. Und ebenfalls dort soll ein Werk der
österreichischen Künstlerin Maria Hahnenkamp realisiert werden.

Derzeit wird ein Kunstwettbewerb für den Bereich Bräuhausspitz in
der äußeren Margaretenstrasse durchgeführt. Von der österreichischen
Künstlerin Inés Lombardi wird ein "Brunnenobjekt" auf dem
Zimmermannplatz auf dem 9. Bezirk realisiert.

Auf Wunsch des Herrn Kulturstadtrats wurde vom Gründungsbeirat für
"Kunst im öffentlichen Raum Wien" ein Konzept für Kunstprojekte auf
dem Karlsplatz entwickelt. Darin einbezogen ist das Künstlerduo
Fischli&Weiss (CH), Dominique Gonzalez-Förster (D/F) und der Künstler
Roman Ondak (SK).

Rückfragehinweis:
Roland Schöny
Mobil: 0699 117 140 62
Tel.: 01 405 55 38 21

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