Neustrukturierung "Kunst im öffentlichen Raum Wien"

Reaktion des Leiters und Kurators Roland Schöny

Wien (OTS) - Überrascht über die aktuelle Entwicklung, die ihm auch über das Büro des Herrn Kulturstadtrats kommuniziert wurde, begrüßt Roland Schöny die Gründung einer GesmbH für Kunst im öffentlichen Raum außerordentlich. Ein Konzept dafür wurde gemeinsam mit zahlreichen ExpertInnen am Wissenschaftszentrum Wien entwickelt. Die Grundidee war allerdings eine autonome GesmbH unter Einbeziehung der Organe der entsprechenden Abteilungen der Stadt Wien wie zum Beispiel der Kulturabteilung, der MA 34, MA 19 oder auch MA 21.

Die Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien" wird nun in die schon lange angestrebte Form einer GesmbH umgewandelt. Grundlagen für eine solche Organisationsform wurden am Wissenschaftszentrum Wien recherchiert und entwickelt. Dort ist auch bis dato die inhaltliche Leitung sowie die operative Umsetzung einzelner Kunstprojekte angesiedelt; ebenso die Durchführung von Kunstwettbewerben. Die finanzielle Abwicklung erfolgte über die Kulturabteilung der Stadt Wien. Der Leiter der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien" konstatiert, dass der bisherige Aufbau des gesamten Projekts nur mit der Ressource Wissenschaftszentrum Wien möglich war. Denn hier sind auch, so Roland Schöny, die für die öffentliche Kunst essentiellen Bereiche der Sozialforschung und Stadtentwicklung im internationalen Vergleich inhaltlich angesiedelt. Der hervorragende inhaltliche Kommunikationsfluss ermöglichte beispielsweise die Generierung des signifikanten temporären Kunstprojekts "add on" auf dem Wiener Wallensteinplatz, das zu einer Ikone der öffentlichen Kunst wurde. Schöny verweist auch auf die Kompetenz zahlreicher fixer und temporärer Mitarbeiter im Bereich der Kunstproduktion, durch deren außerordentliche Erfahrung konnten Bauprojekte wie die 130 Meter lange umfassende Medieninstallation "Pi" des kanadischen Künstlers Ken Lum umgesetzt werden.

Nachdem mehrere am Wissenschaftszentrum Wien entwickelte prototypische Realisierungsmuster für Kunstprojekte im öffentlichen Raum evaluiert wurden, erschien die Gründung einer autonomen GesmbH als die optimale organisatorische und finanzielle Konstruktion für Kunst im Stadtraum.

Vorallem stellt sich im internationalen Vergleich heraus, so Roland Schöny, dass dies eine sehr mutige und organisatorisch sinnvolle Lösung sei.

Schöny selbst - bis dato Leiter der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien" - formulierte einen anderen Vorschlag für den Beirat.

Er weist auf die konstruktive und engagierte Arbeit des Gründungsbeirats hin:

Berthold Ecker (Leiter des Referats Bildende Kunst)
Silvia Eiblmayr (Direktorin Galerie im Taxispalais Innsbruck) Brigitte Huck (freie Kuratorin und Autorin)
Edelbert Köb (Direktor Museum moderner Kunst)
Wolfgang Kos (Direktor Wien Museum)

Alle haben ihre jahrzehntelange Erfahrung für Kunst im öffentlichen Raum eingebracht.

So konnte auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden.

Dass er selbst nun die von ihm erfolgreich aufgebaute Initiative nicht mehr weiterführen soll, verwundert ihn. Er verweist darauf, dass "Kunst im öffentlichen Raum Wien" zu den Erfolgsprojekten dieser Legislaturperiode des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny zählt. Trotz überraschender Entwicklung besteht ein konstruktives Einvernehmen mit dem Büro des Kulturstadtrats.

Roland Schöny hat sich aus seinen verschiedenen Positionen heraus seit 1994 für die Umsetzung einer Regelung für Kunst im öffentlichen Raum in Wien offensiv einsetzt. Unteranderem als Kulturredakteur des Radioprogramms Österreich Eins.

Durch seine kuratorische Tätigkeit am OK-Centrum für Gegenwartskunst bringt er Erfahrungen im Bereich der Kunstproduktion mit. Als Leiter und Kurator der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien arbeitet er seit 2004.

Die bisher realisierten Projekte sind umfangreich auf der Website www.publicartvienna.at dokumentiert.

Für Österreich bisher einzigartig wurde am Wissenschaftszentrum Wien auch eine Resonanzanalyse der temporären Intervention "Geschichte(n) vor Ort" (gemeinsam mit den Kuratoren Margarete Makovec, Michal Kolecek) erstellt.

Bei der Entwicklung von Kunst im öffentlichen Raum müssen auch aktuelle Definitionen von Urbanität und Diversität eingebracht werden. Bereits seit längerem vorgesehen ist die inhaltliche Entwicklung und Umsetzung von Kunstwerken der türkisch/deutschen Künstlerin Ayse Erkmen im 16. Bezirk, ein großes Werk des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout für die Wohnhausanlage Kabelwerk im 12. Bezirk. Und ebenfalls dort soll ein Werk der österreichischen Künstlerin Maria Hahnenkamp realisiert werden.

Derzeit wird ein Kunstwettbewerb für den Bereich Bräuhausspitz in der äußeren Margaretenstrasse durchgeführt. Von der österreichischen Künstlerin Inés Lombardi wird ein "Brunnenobjekt" auf dem Zimmermannplatz auf dem 9. Bezirk realisiert.

Auf Wunsch des Herrn Kulturstadtrats wurde vom Gründungsbeirat für "Kunst im öffentlichen Raum Wien" ein Konzept für Kunstprojekte auf dem Karlsplatz entwickelt. Darin einbezogen ist das Künstlerduo Fischli&Weiss (CH), Dominique Gonzalez-Förster (D/F) und der Künstler Roman Ondak (SK).

Rückfragen & Kontakt:

Roland Schöny
Mobil: 0699 117 140 62
Tel.: 01 405 55 38 21

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