RFW-BO Amann zum Facharbeitermangel: Image der Lehre muss verbessert werden!

Aufwertung zum Fachstudent sowie modulares duales Ausbildungssystem sind ein Gebot der Stunde.

Wien (OTS/RFW) - Der Industriemotor läuft wie geschmiert und es gilt die Chancen für die heimische Wirtschaft zu nutzen. Fachpersonal ist gefragt wie nie zuvor. Die Bereitschaft der Unternehmen Mitarbeiter einzustellen ist vorhanden, leider mangelt es aber an den dafür notwendigen Fachkräften im Land wie im Ausland. Die Wirtschaft ist bereit noch mehr Lehrlinge auszubilden. Nun liegt es an der Bildungspolitik den Stellenwert des Lehrberufes in der Gesellschaft zu heben, so der RFW-Bundesobmann und freiheitliche Wirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag, KO Ing. Fritz Amann, in einer Aussendung.

Amann dazu: "Jahrelang hat die Bildungspolitik am Bedarf vorbeiproduziert und tausende Akademiker ausgebildet, für die es zuwenig Nachfrage gibt. Gesellschaftspolitisch völlig stiefmütterlich behandelt hat man die Lehre, der es nach wie vor am notwendigen Image fehlt. Heute noch muss man feststellen, dass Eltern müde belächelt werden, wenn ihr Kind "nur eine Lehre" macht, während andere studieren gehen. Das ist wirtschaftspolitisch eine völlige Fehleinschätzung, denn Faktum ist, dass der Konjunkturaufschwung nur mit qualifizierten Arbeitskräften zu halten ist."

Neben der kurzfristigen Behebung des Facharbeitermangels durch Mobilitätsfreibetrag sowie Saisoniers aus dem Ausland braucht es langfristig eine Neuausrichtung der Lehre mit dem von mir entwickelten modularen dualen Lehrlingsausbildungsmodell. Durch die Imageverbesserung der Lehrlingsausbildung durch die Aufwertung des Lehrlings zum Fachstudenten, sollte es gelingen, die Gesellschaft davon zu überzeugen, dass die Chance der Zukunft in der Fachausbildung liegt und diese auch genutzt wird, denn ohne der dafür notwendigen Bereitschaft der Eltern ihre Kinder in einen Lehrberuf zu schicken, nutzt die ganze Bereitschaft der Wirtschaft nichts, noch mehr Lehrstellen anzubieten.

Ohne eigene Anstrengungen geht es nicht. Wer glaubt im Zuzug von Fachkräften das Problem zu lösen, irrt, denn Reisen in die neuen EU-Länder zeigen, dass auch dort der Facharbeitermarkt längst ausgetrocknet ist. Es nutzt nichts, wir müssen unsere Hausaufgaben selbst erledigen, indem wir für das notwendige Humankapital von morgen sorgen. Das geht aber nur, wenn die Gesellschaftspolitik umdenkt, indem die der Lehre den Wert für die Allgemeinheit einräumt, denn sie in der Wirtschaft schon längst hat, so der RFW-Bundesobmann und Wirtschaftssprecher, KO Ing. Fritz Amann, abschließend. (Ende)mb

Rückfragen & Kontakt:

Bundespressereferent
Mag.Michael Brduscha
00436643384704
vorarlberg@rfw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RFW0001