• 22.05.2007, 10:38:04
  • /
  • OTS0106 OTW0106

RFW-BO Amann zum Facharbeitermangel: Image der Lehre muss verbessert werden!

Aufwertung zum Fachstudent sowie modulares duales Ausbildungssystem sind ein Gebot der Stunde.

Wien (OTS/RFW) - Der Industriemotor läuft wie geschmiert und es
gilt die Chancen für die heimische Wirtschaft zu nutzen. Fachpersonal
ist gefragt wie nie zuvor. Die Bereitschaft der Unternehmen
Mitarbeiter einzustellen ist vorhanden, leider mangelt es aber an den
dafür notwendigen Fachkräften im Land wie im Ausland. Die Wirtschaft
ist bereit noch mehr Lehrlinge auszubilden. Nun liegt es an der
Bildungspolitik den Stellenwert des Lehrberufes in der Gesellschaft
zu heben, so der RFW-Bundesobmann und freiheitliche
Wirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag, KO Ing. Fritz Amann, in
einer Aussendung.

Amann dazu: "Jahrelang hat die Bildungspolitik am Bedarf
vorbeiproduziert und tausende Akademiker ausgebildet, für die es
zuwenig Nachfrage gibt. Gesellschaftspolitisch völlig stiefmütterlich
behandelt hat man die Lehre, der es nach wie vor am notwendigen Image
fehlt. Heute noch muss man feststellen, dass Eltern müde belächelt
werden, wenn ihr Kind "nur eine Lehre" macht, während andere
studieren gehen. Das ist wirtschaftspolitisch eine völlige
Fehleinschätzung, denn Faktum ist, dass der Konjunkturaufschwung nur
mit qualifizierten Arbeitskräften zu halten ist."

Neben der kurzfristigen Behebung des Facharbeitermangels durch
Mobilitätsfreibetrag sowie Saisoniers aus dem Ausland braucht es
langfristig eine Neuausrichtung der Lehre mit dem von mir
entwickelten modularen dualen Lehrlingsausbildungsmodell. Durch die
Imageverbesserung der Lehrlingsausbildung durch die Aufwertung des
Lehrlings zum Fachstudenten, sollte es gelingen, die Gesellschaft
davon zu überzeugen, dass die Chance der Zukunft in der
Fachausbildung liegt und diese auch genutzt wird, denn ohne der dafür
notwendigen Bereitschaft der Eltern ihre Kinder in einen Lehrberuf zu
schicken, nutzt die ganze Bereitschaft der Wirtschaft nichts, noch
mehr Lehrstellen anzubieten.

Ohne eigene Anstrengungen geht es nicht. Wer glaubt im Zuzug von
Fachkräften das Problem zu lösen, irrt, denn Reisen in die neuen
EU-Länder zeigen, dass auch dort der Facharbeitermarkt längst
ausgetrocknet ist. Es nutzt nichts, wir müssen unsere Hausaufgaben
selbst erledigen, indem wir für das notwendige Humankapital von
morgen sorgen. Das geht aber nur, wenn die Gesellschaftspolitik
umdenkt, indem die der Lehre den Wert für die Allgemeinheit einräumt,
denn sie in der Wirtschaft schon längst hat, so der RFW-Bundesobmann
und Wirtschaftssprecher, KO Ing. Fritz Amann, abschließend. (Ende)mb

Rückfragehinweis:
Bundespressereferent
Mag.Michael Brduscha
00436643384704
vorarlberg@rfw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel