- 22.05.2007, 08:28:42
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Martinz: Hypo: Mitarbeiter und Standort abgesichert
Klagenfurt (OTS) - Landesholding beschließt heute, Landesanteile
an der Hypo an die Bayerische Landesbank zu verkaufen.
Aufsichtsrats-Vorsitzender Martinz sieht Forderungen Kärntens voll
erfüllt. Nächster Schritt: Absicherung der Hypo-Millionen.
"Kärnten schreibt heute Banken-Geschichte. Es ist der bestmögliche
Termin, um die Anteile des Landes Kärnten an der Hypo Landesbank zu
verkaufen. Die Haltung der Mitarbeiter bestätigt unseren Kurs",
berichtet LR Josef Martinz als Aufsichtsrats-Vorsitzender der
Kärntner Landesholding nach der entscheidenden Sitzung. Die Kärntner
Landesholding verwaltet den 44 %-Anteil des Landes an der Hypo. Die
Kärntner Landesholding hat heute mit Mehrheit den Verkauf der
Landesanteile bis auf 20 % mit den Stimmen von BZÖ und SPÖ
beschlossen. Schon im Feber wurde die vorbörsliche Verkaufsvariante
in der Landesholding abgesegnet.
Der Gesamt-Wert der Hypo Group sei laut Martinz bei den
Verhandlungen heute Vormittag in München auf 3,25 Milliarden Euro
verhandelt worden. Zusätzlich werde es für die Alt-Aktionäre eine
Sonderausschüttung von 50 Millionen Euro geben. Der Kaufpreis für 50
% + eine Aktie betrage für die Bayerische Landesbank 1,625 Milliarden
Euro.
Nächster Schritt sei die Absicherung des Erlöses aus dem Verkauf.
"Der Verkauf hat nur dann einen Sinn, wenn wir den Wert für Kärnten
erhalten, veranlagen und aus den Zinsen nachhaltige Projekte für
Kärnten finanzieren", bestätigt Martinz. Für ihn sei eine Stiftung
das richtige Modell, um die Hypo-Millionen für nächste Generationen
zu sichern.
Wie der Erlös aus dem Verkauf sei Bedingung gewesen, auch den
Standort Klagenfurt und die Mitarbeiter abzusichern. "In den letzten
Verhandlungen am Vormittag in München haben wir den bestmöglichen
Preis für unsere Anteile erhalten und zugleich die Arbeitsplätze
sowie das Hauptquartier in Klagenfurt abgesichert", berichtet
Martinz. Würde es in Zukunft eine Entscheidung bezüglich des
Standortes Klagenfurt geben, habe jede Aktien ein Stimmrecht. "Wir
haben vertraglich festgelegt, dass eine Aktie ausreicht, um
mitentscheiden bzw. Entscheidungen verhindern zu können. Eine Aktie
ist nun eine goldene Aktie", erklärt Martinz.
Die Erhaltung des Haupt-Quartieres sei auch im Sinne der
Bayerischen Bank, da die Hypo Klagenfurt in Zukunft das Zentrum für
den Osteuropäischen Markt sein werde. Außerdem habe sich Kärnten das
Mitspracherecht über zwei Aufsichtsräte in der neuen Hypo gesichert
und sei eine nachträgliche Wertberichtigung nicht möglich. "Die Ziele
und Forderungen der Landesholding sind voll aufgegangen. Kärnten wird
zwar nicht reicher, aber erfolgreicher, da wir mit einem guten
Partner in eine gute Zukunft gehen", so Martinz.
Dieser Verkauf sei jedenfalls eine bessere Lösung als der
Börsegang. "Denn wir wissen, mit wem wir es zu tun haben. Beim
Börsegang haben wir keinen Einfluss, müssen aber auch Anteile
abgeben", erläutert Martinz.
Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
mailto:kommunikation@oevpkaernten.at
Tel.: +43 (0463) 5862 DW 14
http://www.oevpkaernten.at
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