Martinz: Hypo: Mitarbeiter und Standort abgesichert

Klagenfurt (OTS) - Landesholding beschließt heute, Landesanteile
an der Hypo an die Bayerische Landesbank zu verkaufen. Aufsichtsrats-Vorsitzender Martinz sieht Forderungen Kärntens voll erfüllt. Nächster Schritt: Absicherung der Hypo-Millionen.

"Kärnten schreibt heute Banken-Geschichte. Es ist der bestmögliche Termin, um die Anteile des Landes Kärnten an der Hypo Landesbank zu verkaufen. Die Haltung der Mitarbeiter bestätigt unseren Kurs", berichtet LR Josef Martinz als Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kärntner Landesholding nach der entscheidenden Sitzung. Die Kärntner Landesholding verwaltet den 44 %-Anteil des Landes an der Hypo. Die Kärntner Landesholding hat heute mit Mehrheit den Verkauf der Landesanteile bis auf 20 % mit den Stimmen von BZÖ und SPÖ beschlossen. Schon im Feber wurde die vorbörsliche Verkaufsvariante in der Landesholding abgesegnet.

Der Gesamt-Wert der Hypo Group sei laut Martinz bei den Verhandlungen heute Vormittag in München auf 3,25 Milliarden Euro verhandelt worden. Zusätzlich werde es für die Alt-Aktionäre eine Sonderausschüttung von 50 Millionen Euro geben. Der Kaufpreis für 50 % + eine Aktie betrage für die Bayerische Landesbank 1,625 Milliarden Euro.

Nächster Schritt sei die Absicherung des Erlöses aus dem Verkauf. "Der Verkauf hat nur dann einen Sinn, wenn wir den Wert für Kärnten erhalten, veranlagen und aus den Zinsen nachhaltige Projekte für Kärnten finanzieren", bestätigt Martinz. Für ihn sei eine Stiftung das richtige Modell, um die Hypo-Millionen für nächste Generationen zu sichern.

Wie der Erlös aus dem Verkauf sei Bedingung gewesen, auch den Standort Klagenfurt und die Mitarbeiter abzusichern. "In den letzten Verhandlungen am Vormittag in München haben wir den bestmöglichen Preis für unsere Anteile erhalten und zugleich die Arbeitsplätze sowie das Hauptquartier in Klagenfurt abgesichert", berichtet Martinz. Würde es in Zukunft eine Entscheidung bezüglich des Standortes Klagenfurt geben, habe jede Aktien ein Stimmrecht. "Wir haben vertraglich festgelegt, dass eine Aktie ausreicht, um mitentscheiden bzw. Entscheidungen verhindern zu können. Eine Aktie ist nun eine goldene Aktie", erklärt Martinz.

Die Erhaltung des Haupt-Quartieres sei auch im Sinne der Bayerischen Bank, da die Hypo Klagenfurt in Zukunft das Zentrum für den Osteuropäischen Markt sein werde. Außerdem habe sich Kärnten das Mitspracherecht über zwei Aufsichtsräte in der neuen Hypo gesichert und sei eine nachträgliche Wertberichtigung nicht möglich. "Die Ziele und Forderungen der Landesholding sind voll aufgegangen. Kärnten wird zwar nicht reicher, aber erfolgreicher, da wir mit einem guten Partner in eine gute Zukunft gehen", so Martinz.

Dieser Verkauf sei jedenfalls eine bessere Lösung als der Börsegang. "Denn wir wissen, mit wem wir es zu tun haben. Beim Börsegang haben wir keinen Einfluss, müssen aber auch Anteile abgeben", erläutert Martinz.

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